Posts mit dem Label Hauskleidung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hauskleidung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. Januar 2018

MMM 1 / 2018 Mein Lieblingsstück 2017

Traditionell wird beim ersten MeMadeMittwochtreffen eines Jahres immer nach dem Lieblingsstück des Vorjahres gefragt. Und auch wenn es Änderungen am Turnus des MMM geben wird, die MMM Link- Klassiker bleiben natürlich unangetastet.
Hier kommen nun kurz vor Schließung der Linkliste auch noch meine Lieblinge 2017.

Ich habe letztes Jahr nicht so sehr viel genäht oder gestrickt und noch weniger gebloggt. Die meisten meiner Werke entstanden nach altbewährten Dauerbrennerschnitten (Vogue 2017, Hollyburn, Esme) oder nach wiederentdeckten vormaligen Lieblingen (z.B. das Vintageshirtdress von sew over).
Und das, obwohl ich Mitte letzten Jahres endlich das Plottenlassen von pdf-Schnitten für mich entdeckt habe. Ein paar Elianavarianten (von Pauline Alice) sind so -ohne lästiges Kleben- entstanden. Alles Kleidungsstücke, die ich dann auch gerne und häufig getragen habe.

Wenn ich mir aber Gedanken zu meinem Lieblingsstück 2017 mache, dann fällt mir ein bislang unverbloggtes und auch nur einmal getragenes Kleid ein.


Wir waren im November zu einer Hochzeit von Freunden nach Südafrika eingeladen und ich brauchte ein Kleid. Dort wäre gerade Frühlingsbeginn und ich konnte schlecht einschätzen, wie warm oder kühl es dort in der Weinbauregion nördlich von Kapstadt dann sein würde. Ärmellos schien mir etwas riskant, große Abendrobe zu aufwändig. Und so kam ich auf die Idee zu einen Kimono, den ich mir angezogen aber luftig, besonders und auch festlich vorstellte. Eine Handtasche hatte ich übrigens auch schon.
Als Schnitt fand ich bei Named den Asaka Kimono mit den dramatischen Ärmeln.


Ich kaufte zur Farbe der Handtasche passenden Stoff mit Spitzenauflage, aber verwarf diesen, nachdem der Kimono fast fertig war.  Stoff, ich und Anlass passten irgendwie doch nicht zusammen. So kam dann letztlich ein Stoffschatz aus meinem Lager endlich zu den ihm gebührenden Ehren.




Ich habe die Ärmel komplett mit Futter am Schlitz und am Saum verstürzt, dadurch fallen diese toll und rutschen auch gut über den Arm, wenn man ihn anhebt. So hängen die Ärmellappen nicht ins Essen. Lediglich wenn man ganz weit nach hinten auf ein Buffet oder ganz weit über den gedeckten Tisch greifen will, sollte man dem Rutschen des Ärmels etwas nachhelfen.


Der Körper des Kimonos ist komplett unterfüttert, also Oberstoff und Futter wie eine Lage verarbeitet. Die Nähte alle mit der Overlock versäubert.


Um den Kimono mehr nach Kleid denn nach Wäsche aussehen zu lassen, habe ich einen stoffbezogenen Gürtel mit goldener Schnalle statt des Bindebandes gebastelt.
mit kleiner Häkelschnur zum Durchstecken des Gürtelüberschusses

Schon während ich dieses Kleid begeistert trug, hatte ich das dringende Bedürfnis nach einer weiteren, vielleicht öfter tragbaren Version des Schnittes. Also nähte ich mir nach dem Urlaub noch einen einfarbigen schwarzen Asakakimono. Ebenfalls unterfüttert und mit verstürzten Ärmeln. Nur ohne Gürtel, da kann ich problemlos und variabel vorhandene Gürtel dazu kombinieren.



Dieses Kleid habe ich schon mehrmals getragen, zuletzt an Silvester. Mein Schneeleomantel passt prima über die Kimonoärmel. (Bei der Hochzeit trug ich übrigens nachts dann ein großes blaues Tuch darüber)

Und da aller guten Dinge ja mindestens drei sind, habe ich mir in den letzten Tagen noch ein weiteres Modell nach dem Schnitt genäht.
Am letzten Markttag vor Heiligabend schenkte mir einer der Stoffhändler auf dem Maybachufermarkt einen Rest Seidenstoff, der unbedingt ein Morgenmantel werden wollte.
Da ich meinen üblichen Ottobre-Standard(balkon-)Morgenmantelschnitt verliehen habe(mit dem ich nicht nur mich sondern auch schon meine ganze Umgebung benäht habe - guckst du hier, hier, hier, hier und hier), nahm ich einfach den Asakaschnitt und änderte kurzentschlossen die Ärmel.


Aussen der Seidenstoff, die Blenden aus Bestandsjersey. Der Plüschstoff, den ich als Futter für den Mantelkörper genommen habe, ist vom Verkauf auf dem Kölner Bloggerinnentreffen. Herrlich kuscheliger Baumwollplüsch. Die Ärmel sind mit normalem Jersey gefüttert.



Und da ich ab jetzt in diesem Mantel wohnen werde, brauche ich nichts anderes mehr zu nähen. :))

Unsere Gastgeberin auf dem MMM-Blog ist diesmal Claudia / bunte Kleider und sie hat uns seit Mittwoch eingeladen, unsere Lieblinge 2017 zu nominieren. Zu dieser spannenden Verlinkung geht es hier -> MMM

Freitag, 16. Mai 2014

NFA: Die Hausmantelmission

Seit ich einen großen Teil meiner Zuhauselebenszeit edel in Samt und Seide oder -bald werden die klimatischen Vorraussetzungen hoffentlich wieder gegeben sein- stilvoll auf dem heimischen Balkon verbringe, kann ich nicht mehr nachvollziehen, wie und warum man ohne ein solches Kleidungsstück überhaupt sein kann.

Neben meiner Tochter, die für Bequemkleidung sowieso immer zu haben ist, versuchte ich auch die anderen Frauen meiner Familie im Rahmen von Geburtstagsgeschenken zu mssionieren.

Im April nähte ich einen Baumwollbalkonmantel für meine Mutter. Zusammengesetzt aus 2 Baumwollpatchworkstoffen und gefüttert mit herrlicher Thaiseide.

Offenbar ein Muster, das sich überhaupt nicht gut fotografieren lässt
 

Während sich meine Mutter sehr über diesen Hausmantel gefreut hat, ist die Freude meiner Schwester über das im letzten Dezember genähte warme Wintermodell eher verhalten. Ich habe mir viel Mühe mit dem Karioverlauf gegeben und den leichten Wollstoff mit grauem Jersey abgefüttert. Die Blenden sind aus geblümtem Baumwollstoff.

Ist dieser Mantel zu wuchtig, zu warm, nicht schön oder einfach an den Bedürfnissen vorbei geschenkt?

Donnerstag, 20. Februar 2014

Stilvoll Überwintern

Ich hatte es ja bereits beim MMM-special "Lieblingsstück 2013" kundgetan: Mein Balkonmantel ist mir zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden. Unvorstellbar, wie ich jemals ohne ein solches Kleinod auskommen konnte.
Nun gibt es seit kurzem einen ebenso prächtigen Zweitmantel.


Was bisher geschah:
Kurz vor Weihnachten bot mir Christine von stoffe.de überraschenderweise als Weihnachtsgeschenk ein Stück ihrer Qualität Tula Cotton Line an. Außerdem durfte ich mir noch einen weiteren Stoff aus dem Sortiment aussuchen .Nochmal vielen Dank!
Da zu diesem Zeitpunkt in meiner Wahrnehmung die WKSA-Zeichen auf Samtkleid standen, fiel meine Wahl auf diesen herrlichen Blumensamt.


Nachdem ich den Stoff in den Händen hielt, verwarf ich meine Ursprungsidee, ein simples Hängerkleidchen daraus zu nähen, allerdings sofort. Der Stoff ist viel zu schön, kuschelig und wertvoll, um als evtl. unbequemes Webstoffkleid zu enden. (Hört man hier einen gewissen Webstoffkleiderfrust heraus? Richtig erkannt!) Dieser Stoff brauchte unbedingt ein langlebigeres Projekt.
Da auch bei meinem nachweihnachtlichen Nähkränzchen die Idee eines blumensamtenen Hausmantels gutgeheißen wurde, nahm ich wieder den Schnitt aus der Kinderottobre 6/2011 zur Hand:


Da ich nur 1,50m von dem tollen Samt hatte (allerdings mit etwas mehr als 1,40m Breite), musste ich die vorderen unteren Ecken (die aber sowieso immer die etwas unschöne Tendenz haben, unten zipfelig rauszugucken) etwas reduzieren indem ich beim Auflegen der Schnitteile soviel wie nötig weggefaltet habe.


Die Wahl des Futterstoffs wurde mir leicht gemacht, denn meine Mutter hat mir vor kurzem einen Packen mit allerfeinster Thaiseide übergeben.

Mein Vater hatte ihr, solange ich denken kann, von seinen Geschäftsreisen immer wunderschöne Stoffe und Seiden aus aller Welt mitgebracht. Und so lebte ich als Kind lange Zeit in dem Glauben, dass es der Normalzustand ist, dass Männer Stoffe mitbringen.
Diese Seidenstoffe sind von Jim Thompson aus Bangkok.  Da ich selber noch nie dort war, kann ich weder zu den Shops noch zu dem Designer/Unternehmer Jim Thompson näheres sagen. (Wikipedia weiß mehr). Ich könnte aber über die Griffigkeit dieser Stoffe ins Schwärmen geraten.
Das Design der Stoffe ist jetzt nicht mein Beuteschema, aber als Futter für einen mondänen Blumensamtmantel genau richtig. So kommen zwei tolle Qualitäten aufeinander, die beide weder gefusselt haben noch sonst irgendwie schwierig in der Verarbeitung waren.

Beim Verstürzen der Ärmel

Während man den Samt problemlos in der Maschine waschen kann, soll die Seide gereinigt oder durch lauwarmes Wasser gezogen werden.

Das lässt sich machen, meinen anderen Balkonmantel wasche ich auch von Hand.



Aufhänger NICHT vergessen.

Die Blenden sind aus einem tollen Baumwollstoff, den Nastjusha in Grün und zu einer schützenden D&G Hemdbluse verarbeitet hat.

Muss ich erwähnen, dass ich diesen Mantel liebe? Dass ich praktisch darin lebe, wann immer es möglich ist?
Das einzige Problem ist die Terminologie für diesen Hausmantel. Da mein erstes Modell sich als "Balkonmantel" so wunderbar in mein Leben eingefügt hat, stand es für mich gar nicht weiter in Frage, dass dies hier die Wintervariante ist.
Als ich mich der versammelten Familie allerdings das erste Mal in diesem Prachtstück präsentierte und auf die Frage "Was ist das?" mit "Mein neuer Winter-Balkonmantel" antwortete, erntete ich verstörte Gesichter. "Mama, was willst du denn im Winter auf dem Balkon machen????"

Tja, das frage ich mich seitdem auch immer. ...


Donnerstag, 18. Juli 2013

Bombshell Bade..

Es bombshellt auch bei mir.
Ich gebe zu, all die tollen Bombshell Badeanzüge machen mich total neidisch, aber sowas von neidsich. Grmpfff!
Statt meinen trägen hochsommerlichen slowmotion-Modus aufzugeben und mich an völlig neue Materialien heranzuwagen, habe ich beschlossen, dass ich einfach mit schnödem Webstoff einen auf Bombshell mache. So!! Ätsch und basta!

Und deshalb präsentiere ich hier und heute mein BOMBSHELL-Teil: meinen BOMBSHELL BADEmantel
Da es sich hierbei -von der Nutzungsabsicht her- jedoch weniger um ein BADEutensil sondern vielmehr um ein frühmorgendliches Balkonaccessoire handeln dürfte, nenne ich ihn besser meinen Bombshell-Balkonmantel.  (Aber ganz klar: Für den angemessenen Auftritt fehlt jetzt natürlich ein englischer Rosengarten.....)

Die Verteilung der üppigen New Dawn-Rosen folgte ganz bewusst dem Zufallsprinzip. ;))

Wenn man ins Innere schaut oder einfach reinschlüpft, erkennt und erlebt man das herrliche Seidenfutter in bombig-Pink:


Mein Internet-Blogger-Glück war diese Woche auch offline mal wieder perfekt:
Statt mit Lycra, swimwear-elastic oder polyester thraed kämpfen zu müssen (hört man meinen Neid raus?), habe ich wunderbar entspannte Sommertage zuhause und in der feriengrprägten, ruhigen Stadt verbracht. Wenn man die Kinder urlaubsreisemäßig gut (weg)organisiert, kann man erstaunt feststellen, dass ein Kind fast kein Kind ist. Und man nur einen Bruchteil der sonst üblichen Nahrungsmengen besorgen und ins Haus schleppen muss.
Flexibel konnte ich mich mit der sympathischen Yvonne auf ein mittägliches Kaffeepläuschchen treffen. Wir haben gefachsimpelt und gequatscht bis die Kellner uns spät nachts baten, doch bitte endlich nach Hause zu gehen.
Ich bin ganz unaufwändig mit der Nähmaschine raus zu Floh gefahren, um gemeinsamen zu nähen, Strickwerke bestaunen, quatschen und das kinderfreie Leben zu preisen. Ich habe mich dort auch über einen Besuch von Suschna freuen dürfen, die auf ein Scone und ein wunderbares Gespräch vorbeikam.

Zurück zum Balkonmantel:
Der Schnitt ist aus einer Kinder-ottobre (6/ 2011, in der Größe 170) und wunderbar simpel zu nähen:

Mittwoch, 13. Juni 2012

MMM 20/12: Nicht mein Schnitt?!

Ich bewundere Menschen, die sich konsequent von Sachen trennen können. Übeflüssiges, nicht mehr Gebrauchtes oder einfach unpassende Dinge aussortieren und weggeben / wegwerfen zu können gehört leider definitiv nicht zu meinen persönlichen Stärken. Ich gestehe, dass ich eine Sammlerin bzw. treffender eine Hortererin bin. Diszipliniertes Sammeln ist was anderes, ich spreche hier ganz schlicht vom "Nicht-Wegschmeißen-Können"
Besonders viel Respekt habe ich vor Nähblog-Sätzen, wie "Das Kleid ist nichts geworden, das kommt jetzt in die Tonne". Mannoman, ich reiße mich jedesmal sehr zusammen, um nicht mit blöden Kommentaren aufzufallen, wie "Hej, da kannst du doch noch ein Kinderkleid draus nähen, ist doch ein schöner Stoff!".

Denn ich selbst hebe solche TfT natürlich immer auf......man könnte daraus ja noch....und so.

Nun aber zu meinem heutigen Kleid. Der Titel verrät es schon: Das ist nicht wirklich was geworden. Und die Konsequenten hätten es sofort entsorgt.
Immer wieder sah ich tolle Kleider nach dem Schnitt onion 2012. Ein vermeintlich sicherer, schöner Grundschnitt. Genau das Richtige für mich.
Den mußte ich auch probieren und habe vor über einem Jahr aus einem wunderschönen grünen Viscosejersey damit angefangen. Aber, vielleicht lag es am weichen Jersey, vielleicht aber auch an meiner Figur, das Kleid saß von Anfang an überhaupt nicht. Die Brustnaht hing völlig unmotiviert irgendwo zwischen Brust und Taille. (hatte ich natürlich nicht fotografiert)
Den Ausschnitt hatte ich mit einer mitgefassten Zackenlitze verschönert. Eine blöde Idee, da eine äußerst ungünstige Kombination aus flutschig-elastisch und stabil-unelastisch. Alles blöd, von Anfang an.
Im Lauf des letzten Jahres habe ich mich immer wieder an das Kleid rangemacht, ich liebe Grün und dieses 50-er Jare Küchengardinenmuster auf Jersey mag ich sehr.
Natürlich hätte ich das Kleid diszipliniert sofort entsorgen ̶s̶̶o̶̶l̶̶l̶̶e̶̶n̶  können, aber es sah immer so nett grün und gardinenmusterig aus, wenn es auf dem Bügel hing und zur Not hätte ich ja aus dem Rockteilstoff noch was anderes nähen können.
Mit der Musteraufteilung hatte ich mir ursprünglich viel Mühe gegeben. Aber nach dem zigsten Auftrennversuch und Verändern der Brustnaht und etlichen Oberteilverkürzungen ließ ich Muster Muster sein. Hauptsache irgendwann irgendwie fertig.
Ich mag gar nicht daran denken, wie lange ich an diesem Kleid immer wieder rumgenäht habe.....Dem Ergebnis sieht man die viele Arbeit nicht an, es sitzt obenrum sehr bescheiden, irgendwas stimmt mit dem Muster nicht richtig. Die Ärmel sind zu weit für mich. Noch was???
Aber die ganze Arbeit, das ganze widerwillige Weitermachen? Zählt das nicht? Ich kann es doch jetzt nicht einfach in die Tonne hauen?
Und nicht zu vergessen, es trägt sich sehr,sehr bequem.
Das ist natürlich das alles entscheidende Argument, washalb das nun doch irgendwie fertige Kleid auch bei mir bleiben darf. Geplant ist eine Nutzung als Hauskleid für Tage wie heute, am Schreibtsich sitzend, ohne Publikumsverkehr. Tür aufmachen geht auch.Vielleicht kommt nachher der Postbote (ich warte da noch auf was von soft..ox),
Ansonsten ist keine außer-Haus-Nutzung vorgesehen.

Aber ich gestehe: Ich war einmal mit diesem Kleid auf der Straße, das war am Karneval der Kulturen. Da darf es bunt und lustig sein und muß auch nicht figurfreundlich sitzen, muß nur viele Stunden mit mir rumlaufen, im Takt mitwippen und den ein oder anderen Caipirinha vertragen. Das ist eine Veranstaltung, da tragen auch viele bauchfrei, die es ansonsten (hoffentlich) nicht tun.
 Verschnaufpause beim Karneval

Ich bin mir sicher, das ist nicht mein Schnitt. Aber ich habe erstaunlicherweise das Gefühl, dass ich mit dem Schnitt trotzdem noch nicht durch bin.. Vielelicht lag es tatsächlich doch am Stoff? Sollte ich nochmal ganz von vorne anfangen mit einem stabilen Stoff?
Eure Erfahrungen sind gefragt. Gerne auch Kommentare von den Kurz- und Schmerzlosen unter euch....(Hilfe! Ich schmeiß das nicht weg! Und Tipps zum Weiterverarbeiten zu Kinderkleidung will ich auch nicht!)

Steffi von nähfiddeley hat gerade einen tollen Beitrag zur aktuellen Diskussion um den MMM u.a. auch bzgl. der immer wieder zu beobachtenden kommerziellen Absichten gepostet, dem ich mich in allen Punkten anschließen möchte. Dieses feine Logo stammt von ihrem blog, danke Steffi!

In diesem Sinne möchte ich Cat wieder ganz herzlich danken für ihre tolle Aktion und bin gespannt was die anderen Mädels bei ihr heute am vorletzten MMM vor der Sommerpause zeigen.


* Mein Liebster hat auf dem Hängeboden eine vergessene Kiste gefunden mit mindestens 10 angefangenen Hosen. Viele bereits fast fertig mit abgestepptem Bund, liebevoll gestalteten Taschen und eingenähtem Reißverschluß. Waren aber alle passformtechnisch doch nichts geworden, aber man hätte ja noch Kinderhosen draus schneidern können. Leider habe ich jetzt gar keine Kinder in den dazu notwendigen Größen mehr. Hach, und nun? Das sind echt Probleme, Leute.

Freitag, 16. März 2012

Unverbesserlich 1/2012

Ich habe es wieder getan.
Völlig unverbesserlich habe ich wieder Knderkleidung genäht.

Und weil ich vermute, befürchte, hoffe oder davon ausgehe, dass das nicht das letzte Mal gewesen ist, habe ich dem heutigen post-Titel vorsichtshalber schon mal eine Nummerierung zugefügt.

Es war ja noch ein gutes Reststück Tiger-/Leo- oder animalprint-Jerseystoff von meinem Kudammkleid übrig, von Anfang an hatte ich aus dem Stoff auch ein Kinderkleid eingeplant. (Und ich selber brauche neben dem Kleid nicht noch etwas aus dem gleichen Stoff). Es lag also nahe, das Kinderkleid in Angriff zu nehmen. Meine Tochter (10) wollte genau so eins, wie es Fräulien K. bekommen hat, "nur ohne Rosa".

Diesen Schnitt aus der ottobre 6/2011 fand ich passend, war mir aber nicht sicher wegen der Puffärmel und ob die Kräuselung an der richtigen Stelle sitzt (ottobre verwendet hier natürlich Framilonband- ich kräusele so was einfach mit einem langen Gradstich ein).
Also habe ich aus einem Bestandsstoff (noch aus den gefühlt 5 Jahre zurückliegenden Rosazeiten) ein schnelles Probenachthemd genäht.
Das Kind findet das Nachthemd seltsam lustig. Eine Reminiszens an vergangene Prinzessinentage. Und sie trägt es! Halleluja.

Den ottobre-Schnitt habe ich dann für das Kleid etwas abgewandelt. Die Puffärmel sind zu heftig/wuchtig und der Halsausschnitt ist recht groß, da für eine Art Schalkragen vorgesehen.
Ich habe das Oberteil deshalb einfach mit unserem Basis-T-shirt-Schnitt abgeglichen.
Was man auf den Fotos nicht erkennen kann ist die schöne bogige Ansatz-Linie des Rockteils.
Am vorderen Oberteil habe ich eine Knopfleiste gefakt, heißt einfach nur aufgenähte Knöpfe ohne Knopflöcher. Das Kleid läßt sich ja sowieso einfach über den Kopf ziehen.


Nach diesem Erfolg mütterlichen Nähergeizes war mein Herz komplett offen für weitere Tochterq̶̶u̶̶e̶̶n̶̶g̶̶e̶̶l̶̶e̶̶i̶̶e̶̶n̶wünsche.
Mein zum Hausmantel mutierter Frühlingsstrickmantel hat sich nicht nur zum meistgetragenen Kleidungsstück der letzten Wochen entwickelt sondern sich auch allmorgendlich den Neid meiner Tochter zugezogen.
In der ottobre 6/2011 findet sich auch dieser Bademantelschnitt, den ich ursprünglich mal für meinen Sohn (14) angedacht hatte:

Nun habe ich ihn also doch in Tochtergröße kopiert und ihr den Wunsch nach einem Hausmantel erfüllt:
Zu meiner Freude und auch der des Liebsten, konnte ich hier wieder komplett Stoffe aus dem Lager wegverarbeiten.
Da ich nicht alle Einzehlheiten mit der ̶s̶̶t̶̶u̶̶r̶̶e̶̶n̶ anspruchsvollen Tochter abgesprochen hatte, wollte ich durch Hinzufügen dieses simplen, aber übezeugenden Details die Akzeptanzwahrscheinlichkeit erhöhen:

Hat geklappt!!!!!