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Sonntag, 18. September 2016

Stand der Dinge: Der Schwarz-Weiß-Quilt

Als die sympathische Mond aka Bimbambuki Anfang Juni ihre Projektidee für einen schwarz-weißen Gemeinschaftsquilt vorstellte, war ich wenig online und hatte diese Ankündigung völlig übersehen. Zum Glück gibt es Frau Frifris, die mich -vielen Dank nochmal- auf dieses spannende Projekt aufmerksam machte.


Das Gemeinschaftsprojekt bezog sich zunächst auf 9 Teilnehmerinnen und alle Plätze waren schon belegt. Dankenswerterweise durften die 3 Damen von der Kommentar-Ersatzbank -darunter auch ich- nachträglich auch noch mitmachen. Ich habe mich sehr gefreut. Denn nun könnte mein schon lang geträumter Traum von einem schwarz-weißen Quilt endlich wahr werden.

Jede von uns näht nun also jeweils 12 identische, schwarz-weiße Quiltblöcke mit einer Größe von 27cmx27cm. Einen dieser Blöcke behält man, die anderen 11 werden bis Ende September an die Mitstreiterinnen verschickt. So hat jede von uns dann demnächst 12 verschiedene schwarz-weiße Blöcke, aus denen sie individuell einen Quilt zusammenstellen wird. Ich bin sehr, sehr gespannt auf die Ergebnisse.


Bislang habe ich 2 Patchworkdecken genäht (diese und diese) beide von meinen Kindern heiß geliebt.
In den Decken steckt viel Mutterliebe aber weniger technische Raffinesse. Konnte ich doch dank eines Geschenks von der wunderbaren Patchliesel, -zwei Kartons voll vorgeschnittener Baumwollrechtecke- , aus dem Vollen schöpfen. Ich musste nichts zuschneiden, sondern konnte mich voll auf das Aneinanderreihen der Rechtecke konzentrieren. Was tatsächlich ein großer Spaß war. Und ein toller Einstieg ins Quiltnähen sein sollte.

Leider blieb es bei diesem Einstieg. Denn tatsächlich -bis auf ein paar lustige Versuche mit meiner Tochter-  habe ich noch nie einen richtigen Quiltblock genäht. Das ändert sich jetzt gerade.

Meine Motivation ist hoch. Ganz voller Vorfreude habe ich mir schwarzen und weißen Baumwollleinen von Stoff und Stil besorgt und mir im Sommerurlaub ausgiebig einfach erscheinende, schöne Blockmuster aus der Klassikerecke angeschaut. Und mich für eines entschieden. Auch wenn ich gerne was ganz besonderes zaubern würde- befinden sich doch einige sehr patchworkversierte Teilnehmerinnen unter uns- muss ich auch realistisch sein.

Und konnte schon die eine oder andere unbedarfte Anfängertücke beim Zusammenfügen von Dreiecken entdecken.....Der Nahttrenner ist auch hier mein bester Freund.....


Guter und exakter Zuschnitt ist nicht gerade meine Königsdisziplin.
Und so saß ich hier mit Lineal und Rollschneider bewaffnet und fühlte mich an meine Kinderzeit im Geometrieschulunterricht erinnert. Damals als ich, mit Zahnspange und einer definitiv auch heute nicht hippen 70er Kinderkassenbrille bestückt,  Längen und Winkel zeichnerisch ermitteln sollte. Fürchterliche Erinnerungen an verzweifelte, verkrampfte Hände, die ein verschmiertes Geodreieck an einem sich ständig verschiebenden Lineal paralell verschieben sollten. Natürlich passgenau angesetzt und ohne Abrutschen. Grmpf*

Ich liege ganz gut im Rennen. Andere sind schneller, der erste Umschlag ist schon eingetroffen. Was tausendmal aufregender ist, als jede der raren Schneeball-Kettenbriefpostkarten aus ebenjenen gerade angesprochenen Kindertagen.

Ich bin voller Vorfreude. Und voll Dank an Mond für dieses tolle Projekt.




*Zum Glück durften die geometrischen Maße dann später rechnerisch ermittelt werden. Das ist nämlich eine meiner (auch beruflichen) Königsdisziplinen.

Sonntag, 4. Januar 2015

Die Weihnachtsgeschenkdecke

Es gibt diverse Gründe, warum es dieses Jahr für mich kein Weihanchstkleid gab. Einer davon ist das diesjährige Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn:


Eine ca. 1,75m x 2,50m große Patchworkdecke aus braunen, grauen, weißen und blauen Hemdenstoffpröbchen, die mir die liebe Patchliesel Anfang des Jahres geschenkt hatte. (Vielen lieben Dank noch einmal!)

Mit dem Nähen einer solchen Decke erst 2 Wochen vor Weihnachten in der allgemeinen Adventshektik anzufangen ist natürlich eine absolute Schnapsidee. Aber die Idee kam spontan und das Nähen für meinen Sohn (statt Weihnachtskleid für mich) fühlte sich einfach richtig an. Auch hatten die vielen geraden Nähte, das wunderbar gedankenlose Aneinanderfügen der bereits passend geschnittenenen Stoffrechtecke und das Quilten entlang der Nähte des Tops definitv etwas Kontemplatives und ich empfand die etlichen durchgenähten Nachtstunden tatsächlich als entspannend.


Nähen konnte ich ab einer bestimmten Deckengröße nur noch am großen Tisch in der Küche, was ein paar mal zu hektisch-hytsreischen "Ahhh, bleib draußen"- Schreien führte , wenn mein Sohn unerwartet nach Hause kam.

Das Top ist ganz simpel aus Rechtecken zusammengesetzt. Für die Unterseite bin ich extra zu Stoff+Stil gefahren, um braunes Baumwollleinen zu besorgen, nachdem ich zunächst auf dem Markt einen letztlich doch zu festen Baumwollstoff gekauft hatte.
Die Füllung ist wunderbar kuschelig, ich habe das 120g Volumenvlies bei aktivstoffe bestellt und würde es bei der nächsten Decke sofort wieder nehmen wollen. Denn es liess sich gut verarbeiten, liegt überbreit und vor allem scheinen mir Dicke und Leichtigkeit genau richtig zu sein für eine Mischung aus Tages- und Kuscheldecke.

Das Zusammenfügen der drei Schichten war der einzige nervige Arbeitsschritt. Zunächst habe ich die Stoffe alle noch einmal gründlichst und zeitaufwändigst (gefühlt 2 Folgen "Little Dorrit") glatt gebügelt, dann den Unterstoff möglichst stramm auf dem Boden festgeklebt und darauf die 3 Schichten mit einem leichten Nebel Textilsprühkleber zusammengeklebt. 

Über den Kleber (danke Floh!!) war ich total glücklich, ich habe beim Absteppen im Prinzip keine Falten, denn es hat sich nichts verschoben.

Über die Randausbildung, das Binding habe ich mir verhältnismäßig lange den Kopf zerbrochen. Um dann letztendlich -im Prinzip und vor allem in der Eckausbildung nach diesem Tutorial- aus dem Unterstoff einen ca 10cm breiten Streifen zu schneiden und zur Häfte zu bügeln. Dann nochmal die umgeschlagene Seite bei 2cm Breite umbügeln und die offene, breitere Seite füßchenbreit (F) auf die zuvor glatt geschnittene Kante der Deckenoberseite aufsteppen.

Dann wird der Streifen auf die Unterseite umgeschlagen und angenäht. Ich habe mir nicht zugetraut, dieses mit der Maschine richtig ordentlich hinzukriegen. Und habe deshalb die ca 8m lange Kante von Hand angenäht (eine zwar langwierige aber dank vorweihnachtlichem Fernsehprogramm auch entspannende Tätigkeit- gefühlt 8 Folgen "Little Dorrit"))

die schlumpigste Eckenfaltung hat es aufs Foto geschafft....
Mein Sohn war tatsächlich sichtlich gerührt und er liebt diese Decke..... Denn sie wärmt nicht nur, sondern begräbt auch schnell und ohne Aufwand alles, was sich auf einem 1,40m breiten Jungenbett so ansammeln kann.....

Donnerstag, 27. Februar 2014

Neue textile Wege

Hier wird gerade spannend Neues ausprobiert: Voller Begeisterung und Tatendrang wird im Hause Kreuzberger gepatchworked!

Nicht, dass ich mich noch nie an einer Patchworkdecke oder einem Quilt hätte versuchen wollen. Heimlich bewundere ich so manche tolle Decke und sammle seit Jahren alle meine Musterstoffreste in Schwarz-Grau-Weißtönen. Aber so ganz üppig fällt eine solche Patchworkstoffsammlung nicht aus, wenn man bevorzugt Jersey vernäht.
Auch hatte ich keine Ideen, wie oder wonach ich ein geeignetes Muster aussuchen sollte. Irgendwann vielleicht einmal aber ganz bestimmt.......

Und dann kam der Tag in den Winterferien, als ich im Urlaub meine durchs Bloggen wiederentdeckte ehemalige Klassenkameradin E. aka Patchlisel besuchen durfte. Und ich am Ende eines langen -aber natürlich trotzdem viel zu kurzen -Abends reich beschenkt zu meiner Familie ins Urlaubsdomizil zurückkehrte.

Einfach unglaublich, oder?

Hunderte oder wohl eher Tausende gleichgroßer Stoffstücke in einheitlicher toller Hemdenqualität. In herrlichen Pastelltönen. Vieles in Hellblau, der Lieblingsfarbe meiner Tochter. Unfassbar!

Da wurde auch sofort im Urlaub schon sortiert, gepuzzelt und kombiniert:
Zuhause ging es dann schnellstmöglich ans Patchworken. 
Richtig im Akkord und mit zwei Maschinen nähten meine Tochter und ich viele Rechtecke zu Streifen und die Streifen aneinander zu einem Top. Ein neu gelerntes Wort für die schöne, die obere Seite eines Quilts.

Wichtig war das Einhalten einer einheitlichen Nahtzugabe an beiden Maschinen:


 Die Fragen, die sich für uns bei diesem Arbeitsschritt ergaben, waren:
- Wie merkt oder markiert man sich die ausgelegten Stoffstücke, um sie später wie geplant 
  zusammennähen zu können?
- Wohin mit den Nahtzugaben?
- Was ist, wenn plötzlich doch zwei gleiche oder sehr ähnliche Stoffe direkt aneinder gelangen?

Die erste Frage erübrigte sich durch unser Euphoriechaos ganz schnell von selbst, also wurde einfach intuitiv weitergenäht und jeweils nach Gutdünken weitere Stoffstücke von einem Extrastapel eingefügt. Rechteck sei dank! 
Durch weiteres Nachfragen bei verschiedenen Expertinnen erfuhr ich in den letzten Tagen (ganz neues Gesprächsthema für mich), dass das Abfotografieren des Ausgelegten eine beliebte Methode ist, um Entwürfe möglichst originalgetreu zusammengenäht zu bekommen.

Die zweite Frage klärte sich durch einen kurzen Chat mit Floh:  Wir bügelten alle Nahtzugaben fortlaufend in eine Richtung. Außer die von den weißen Stoffstücken, da traute ich der Transparenz des Stoffs nicht. Mittlerweile würde ich sagen, dass es eine unnötige Sorge war.

Frage drei konnten wir anschließend selber klären. Durch seitenverkehrtes Annähen und ein bißchen Rumprobiere liess sich das Aufeinandertreffen von gleichen Stoffen beim Zusammennähen der Streifen weitestgehend vermeiden. Einzig ein paar weiße Rechtecke stossen an weiße Rechtecke. Aber - so lernten wir schnell - das verliert sich in der Gesamtfläche total.


Hach, oder?
Die Fotos geben das tolle Ergebnis nur annähernd wieder. Wir sind hin und weg.
Und um schon einen Eindruck der künftigen Decke zu bekommen, legen wir das Top in der Wohnung mal hierhin, mal dorthin.....voller Vorfreude.


Da die Decke kuschelig und ganz weich werden soll, haben wir uns dafür entschieden, ganz klassisch eine Vlies-Zwischenlage zu verwenden. Obwohl ja auch Fleecedecken oder spezielle Frotteestoffe sehr beliebt sind. Mal schauen, ob das eine gute Idee ist.
Als nächstes geht es jetzt also ans Zusammenfügen des Tops mit der kuscheligen Zwischenlage und der Unterseite.
Stoff für die Unterseíte befindet sich im Haus, kuscheliges Vlies (was gibt es da wohl alles für Stärken?) werde ich morgen auch endlich besorgen. Floh hat mir -wie toll ist das!- schon Sprühkleber vorbeigebracht. Und meine Vorräte an gutem Nähgarn sollte ich besser auch noch kontrollieren. 
Die Anleitung der Nähmaschine raussuchen, denn da war doch auch was mit dem Untertransporteur oder so....
Dann kann es also weitergehen am Wochenende.

Von den Expertinnen wurde mir neben vielen tollen praktischen Tipps auch das anschauliche Tutorial von katharina /sewing addicted empfohlen. Zu Recht, da werden wir uns sicher noch ganz viele Anregungen holen.

Und noch größere Freude -wir können es kaum fassen - es kam noch ein ganzes Paket mit Stoffstücke-Nachschub. Diesmal Hemdenstoffrechtecke in dunklen Farben. Elisabeth, du bist unglaublich- vielen herzlichen Dank!