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Freitag, 30. Januar 2015

ビーニー

Bommelmütze auf Japanisch *
Gestrickt habe ich schon seit längerem nichts richtiges mehr. Aber immerhin endlich die Fäden von dieser Mütze ver- und den Bommel angenäht.
Die Mütze war ursprünglich als Weihnachtsgeschenk für meine Tochter -farblich passend zu ihren Lieblingshandschuhen- gedacht. Vor Weihnachten hat sie sich dann aber selber eine Mütze gekauft und außerdem noch eine beim Schulwichteln geschenkt bekommen. Da wollte/ brauchte sie diese nicht mehr. 

Und deshalb gehört sie nun mir.
Gestrickt nach einer japanischen Anleitung aus diesem Buch (in deutscher Sprache):


Verbraucht habe ich 2 Knäule drops Cotton Merino, das ergibt eine wunderbar wärmende aber nicht zu warme Mütze. Und einen üppigen Bommel, der mindestens ein halbes Wollknäuel gefressen hat.




Ich habe zwar leider keinen Hund, aber trotzdem einen ziemlich zerfetzten Bommel. Als Kind war ich Bommelprofi, mittlerweile irgendwie aus der Übung. Und ungeeignetes Papp-Material habe ich auch verwendet.

Auch wenn dieses Hellgrau nicht meine Farbe ist, trägt sich die Mütze unglaublich angenehm. Bis jetzt ist sie noch nicht ausgeleiert, ich hatte leichte Bedenken und mit dem Gedanken gespielt, nachträglich noch Hutgummi o.ä. in den Strickbund einzuziehen.

Und wer gerne kraetiven Frühsport macht, sollte einfach mal versuchen, sich selber mit einer Mütze zu fotografieren. Also eine Mütze auf dem eigenen Kopf.



* sagt das Internet

Samstag, 12. Juli 2014

Grüne Lieblingsstrickjacke (mit angestrickten Ärmeln)

Ich hatte sie im vorletzten Post schon gezeigt: Meine nicht mehr ganz neue, aber aktuell liebste Ganzjahres-Strickjacke.



Die Tulpenblättergrüne Sockenwolle habe ich im letzten Sommer in einem Resterampen-Posten-Billigheimerladen an der Nordsee entdeckt. Und es war sogar ein leuchtend oranges Preisschild auf der Banderole, was in mir immer wieder den irrationalen Schnäppchen-Lumpi lechzen lässt. Petzt mir jetzt bitte nicht, dass es in solchen Läden sowieso nur orange Preisschilder gibt....
75% Wolle und alles superwash für 1,99€

Ich habe die Jacke nach der Schlampenmethode (Strickmethode von Hobbystrickerinnen, erstmals von Lucy erwähnt und beschrieben) gestrickt. Was in meiner Variante heißt: Einfach anfangen und sich -so man denn einen Stift zur Hand hat- ein paar kryptische Notizen machen. Am besten macht man diese Notizen nicht auf ein loses Blatt, auf dessen Rückseite noch nichtstrickrelevante Informationen stehen... Ihr ahnt, warum ich das weiß, oder?

Nach einer simplen Maschenprobe habe ich noch im letzten Sommer das Bündchen angeschlagen (Taillenumfang minus 2-3 cm für die Blende- und ganz wichtig: alles in gedehntem Zustand).
Dann lag das fertige 1rechts-1links-Bündchen eine Weile rum. Der Jodel-Knit-along stand an und ich strickte auch in den Herbstferien lieber verschlungene Zöpfe. Hatte aber zusätzlich auch das grüne Bündchen samt 3,5-er Holznadeln dabei. Was sich -nachdem ich zum Urlaubsende mein Scheitern beim Jodelwams einsehen musste- als sehr, sehr weise herausstellte. Denn somit hatte ich auf dem langen Transatlantikrückflug überhaupt was zum Stricken. 
Im abgedimmten Flugzeug, eingekeilt zwischen schlafenden Mitreisenden und ohne wirklich sehenswerte Filme konnte ich mich ganz und gar diesem Strickwerk widmen. Allerdings hatte ich in dieser Situation weder eine konkrete Anleitung und schon gar nicht die Mögichkeit zu irgendeiner Inspirationssuche im Internet. Und so begann ich ganz tiefenentspannt ein bißchen rumzuprobieren und mir einen zur Maschenzahl passenden Musterrapport auszudenken. Rausgekommen ist dies:

Das eckige Muster mit den 4 Löchern besteht aus 
1 Umschlag, 3 Maschen zusammenstricken (indem man die erste M abhebt, die folgenden beiden rechts zusammenstrickt und die abgehobene darüberzieht). 1 Umschlag- 13M glatt rechts.
Diesen Musterrapport in der übernächsten (rechten) Hin-Reihe wiederholen.
Danach in der überübernächsten Hin-Reihe das Mustereck versetzen.

Das persönlich Spannende an dem Ganzen ist für mich, dass ich zu keinem Moment bewußt an Lucys Jacke gedacht habe. Aber offensichtlich ihr tolles Stück so verinnerlicht, diese gelungene Wollfarbe-Musterkombination ganz tief abgespeichert hatte, dass ich dadurch ganz unbewusst ein fast identsches Muster gefunden habe.

Da ich nach dem Bündchen nicht zu stärkeren Nadeln wechseln konnte (ich erwähnte ja schon die flugzeugkompatiblen Holznadeln, die ich aber nicht in allen Größen besitze), habe ich in der ersten glatten Reihe ca jede 8. Masche verdoppelt.
Und dann erstmal ein ganzes Stück bequem geradeaus hoch gestrickt. Zwischendurch mal angehalten/ umgelegt. Bis ich später und wieder zuhause dann zum Ärmelloch kam. Hierfür die Maschen vom durchgehenden Körperteil sinnvoll in zwei Vorder- und ein Rückenteil aufgeteilt (Achtung Blendenbreite bedenken!) und dann beidseitig der Seitenlinie in den folgenden Reihen jeweils 3M, dann 2M und noch einmal 1M abgekettet.
Und wieder erstmal  geradeaus. Die Ausschnittabnahmen habe ich dann jeweils durch Anhalten und Maschenabzählen vorgenommen. Wenn man zügig arbeitet kann man sich die Machenzahl vom einen bis zum anderen Vorderteil merken. Ansonsten muss man -falls keine Notizen vorhanden sind- versuchen abzuzählen oder durch gegengleiches Auflegen zu rekonstruieren. Meine Devise ist hierbei, wenn etwas symmetrisch aussieht, dann reicht das und es kommt nicht auf eine Masche mehr oder weniger an. 
Die wichtigste Richtzahl im Bereich dess Ausschnitts ist mir immer die Anzahl der Restmaschen an der Schulternaht von Vorder- und Rückenteil. Die sollte vorne und hinten möglichst gleich sein, damit beim Zusammennähen alles gut aneinanderpasst.

Wie ich schon beim post zur WM-Jacke schrieb, neige ich dazu, nach Abschluss des Jackenkörpers nicht nur die Schulternähte zu schliessen, sondern ebenfalls die Blenden anzustricken und -soweit schon vorhanden- auch die Knöpfe anzunähen. Ab diesem Zeitpunkt ist dann jede Anprobe ein Vergnügen und zeigt die Passform schon sehr gut. Wenn die Jacke ein bißchen stramm sitzt, dann wird sie nach der waschbedingten leichten Materialvergrößerung optimal sitzen. (also in der Regel- die ja bekanntlich wiederum von Ausnahmen bestätigt wird)

Was mir nicht ganz gelungen ist, kann man hier erkennen. Das Blendenbündchen zieht sich unten etwas nach oben. Die Knopflöcher hätte ich auch noch etwas weiter nach innen versetzen sollen. Also nicht mittig in die Bündchenbreite sondern 2 Reihen weiter nach innen, das sieht bei körpernahen Jacken immer etwas besser aus. Und wo ich schon bei der Selbstkritik bin: Ich habe die Verteilung der Knöpfe anhand der Anzahl der vorhandenen Knöpfe bestimmen müssen, dadurch ist die Plazierung nicht ganz optimal.
Auf den Fotos scheint das aber alles schlimmer auszusehen als in echt!!


Wenn der Jackenkörper fertig ist, fängt man mit dem Stricken der Ärmel von oben nach unten an. Dafür nimmt man aus dem Armkugelloch Maschen auf. Ich tendiere dazu, aus jeder Randmaschenschlinge eine Masche rauszustricken. Je nachdem wird empfohlen, eine bestimmte Anzahl von Maschen zu verdoppeln. Das finde ich am oberen Rand ganz gut, wenn man eine Art Puffärmeleffekt haben möchte. 


Das Prinzip ist folgendes ( anhand der WM-Jacke auf dem Foto gezeigt): Aus den Randmaschen am Ärmelloch eine Runde Maschen aufnehmen (rote Punkte). Dabei fange ich nicht an der Seitennaht an, sondern ca 6 Maschen vor der Schulternaht (roter Pfeil).
Wenn die Runde voll ist, beginne ich mit den verkürzten Reihen und stricke die 6 Maschen vor der Schulternaht (also am Rundenanfang) und die 6 Maschen hinter der Schulternaht. Nun wird das Strickwerk gewendet und zurückgestrickt. Bei jeder dieser Reihen (blaue Linien) nimmt man am Ende eine der zuvor aufgenommenen und noch stillgelegten Maschen dazu. Die abgestrickten Maschen in den Hin- und Herreihen werden also immer mehr. 


Meine liebste Methode, um dabei Löcher an den Wendestellen zu vermeiden, ist die mit den Bobby pins (hier in diesem Video zu sehen ab Minute 5:58) 


Man arbeitet sich also mit verkürzten, immer länger werdenden Hin- und Rückreihen die Armkugel runter. Ich benutzte dafür eine Rundstricknadel. Mit zunehmender Reihenzahl und -länge wird es dann schon recht fummelig, um die Ecken zu kommen. Da muss man dann durch, indem man das Kabel der Rundnadel immer wieder zwischen den Maschen rauszieht (ist das "magic loop"?) Oder auf ein Nadelspiel umsteigt.



Ich stricke so lange verkürzte Reihen, bis noch ca 14 Maschen (in der Achsel) übrig sind. Nun schließe ich in einer Hinreihe die ganzen Maschen zu einer Runde und stricke den Ärmel so bis nach unten durch. Dann habe ich zwar ununterbrochen das Kabelgeziehe, brauche aber am Ende keine Ärmelnaht schliessen. Ich persönlich stricke einfach nicht so gerne mit einem Nadelspiel und nehme diese Unannehmlichkeit dafür gerne in Kauf.
Je nach Strickmuster kann es aber auch sinnvoller sein, mit Hin- und Rückreihen zu arbeiten!

Die Abnahmen in der Ärmelnaht fangen möglichst gleich nach dem Rundenschliessen an. Ich verteile diese nicht gleichmäßig von oben nach unten sondern nehme diese immer eher intuitiv vor. Oder probiere an und entscheide
Auch hier gilt: Aufschreiben und beim zweiten Ärmel korrekt wiederholen ist natürlich besser, aber wenn etwas symmetrisch aussieht, dann ist es genauso gut.

Nachdem ich bei diesem Projekt die fünfte 3,5er Holznadel durchgesessen hatte, bin ich letztlich mitten im Projekt wieder auf Metall umgestiegen, und erleichtert, dass ich keinen Unterschied oder gar die Übergangsstelle erkennen kann.
Ich mag die Holznadeln wirklich gern und das handling ist toll, aber die Zerbrechlichkeit passt nicht in mein Strickleben. Die dickeren 5-er Nadeln sind bedeutend stabiler.

Sonntag, 30. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit-along 2014- der zweite Zwischenstand

Beim heutigen Treffen bin ich wieder dabei und erleichtert, dass ich gut im Rennen liege.
Aktueller Stand: Jackenkörper von oben nach unten fertig gestrickt, Ausschnitt - und Knopfblenden dran. Ersten Ärmelansatz direkt angestrickt und mit den verkürzten Reihen für die Armkugel durch.

passende Knöpfe gibt es auch schon

Was bisher geschah:
Meine erste Frühlingsstrickjacke, die mir als Schnittgrundlage für dieses eigentliche Frühlingsjäckchen dient, ist fertig und bereits fleißig in Benutzung: Hortencia in drops Nepal:
Schalkragen nicht umgeschlagen
Schöne Kragenecke
 Dank 5-er Nadeln und der tollen zusammennähfreien von-oben-nach-unten-Stricktechnik war das eine schnelle Nummer. Ich musste nur mehrmals Wollknäule bei Wollreich in Berlin-Charlottenburg nachkaufen, da sich Nepal mit den 75m Lauflänge/50g doch ungeahnt schnell aufbrauchte. Am Ende habe ich mein komplettes letztes Knäuel für den Kragen benötigt und war immer noch nicht fertig. Leider war diese Farbe bei Wollreich mittlerweile ausverkauft. Eine Online-Bestellung?
Nach kurzem Frust habe ich kurzerhand ein Restknäuel Alpaca im selben Farbton (von hier übrig geblieben) rausgesucht und mit doppeltem Faden die letzten paar Reihen angestrickt. Es ist unglaublich, man sieht den Unterschied praktisch nicht. Da habe ich sogar bei nachgekauften Knäulen gleicher Garnqualität schon andere Erfahrungen machen müssen.
Beim Waschen fielen die beiden unterschiedlichen Qualitäten lustigerweise kurzfristig auf, bis alles wieder trocken war:

ie Technik mit den angestrickten Ärmeln und den verkürzten Reihen statt einer Armkugel gefällt mir sehr gut:

Sieht sauber aus, spart das Zusammennähen und sitzt vor allem auch gut.
Für die verkürzten Reihen hatte ich immer wieder verschiedene Techniken ausprobiert, aber seit ich über Tichiro auf diesen Film gestossen bin, stricke ich nur noch mit den "Bobbi Pins", also Haarnadeln. (Erklärung ab Minute 5:58)

Ich habe schon gesehen, dass nicht alle Mitstreitereinnen so zuversichtlich dem FJKA-Finale am Ostersonntag entgegensehen. Aber ich denke, dass diese Sorgen ganz unbegründet sind, denn schaut mal, wieviele schöne Projekte man bewundern kann beim virtuellen Treffpunkt hier.

Mittwoch, 26. Februar 2014

MMM 7/14 Loblied auf Miette

Die Strickjacke Miette, von der ich drei Varianten im Schrank habe, ist wirklich ein tolles Teil. Und eigentlich könnte ich noch weitere gebrauchen. In Grün und Rot und Gelb und Blau und....
Aufgrund der tollen Länge, der Form und der unaufdringlichen Musterung helfen mir diese Strickjacken, nicht zufriedenstellend sitzende Kleider doch noch für ein Außer-Haus tragbar zu machen. (Hier gab es schon einmal ein Besipiel)

Auch heute habe ich wieder einen Schrankhüter an - dank Miette trotzdem vorzeigbar.


Es handelt sich um das Modell 121 aus der Burda 11/2012. (Hier und hier hin- und hergerissen schon mal gezeigt) Das tolle an dem Kleid sind die großen Taschen und die tiefen Falten am Rockteil.

Archivbild
Genau so ein Kleid wollte ich damals haben. Und genau so ein Kleid brauche ich eigentlich an Tagen, an denen ich nicht nur meine Hände sondern am liebsten mich selbst als Ganzes tief in solchen Taschen vergraben würde.

Ich hatte dieses Kleid ganz gezielt aus einem eintönigen aber vielseitig kombinierbaren Stoff genäht. Was mir an sich auch gelungen ist.
Leider hat sich die -trotz elendiger Nähflucherei damals plötzlich doch eingestellte- leichte Primäreuphorie auch ziemlich schnell wieder gegeben. Denn das Oberteil sitzt einfach sehr, sehr bescheiden. (Obwohl ich damals Stunden mit dem Anpassen verbracht habe).
wir sind hier ja unter uns....
Das Kleid hängt genau deshalb auch nur im Schrank und würde sich dort sicher irgendwann ganz unbemerkt zersetzen. Wäre da nicht Miette, mein textiler Blauhelm!


Und die anderen MeMadeMittwoch-Damen? Konnte die eine oder andere durch geschicktes Kombinieren auch einen Schrankhüter zu neuem Leben erwecken können? Ich guck mal hier.

Montag, 17. Februar 2014

Frühlingsjäckchen Knit-along 2014: das zweite Treffen

Jetzt geht es richtig los. Nach den ersten Überlegungen und der Sammlung von Inspirationen beim letzten Treffen fragt uns Meike diesmal nach der "Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen"


Ich habe meine Maschenprobe mit dem zimt-curryfarbenen Baumwoll-Viscose-Garn weitergestrickt und dabei neben dem glatt rechten Stück auch ein Stück mit Muster ausprobiert.


Meine Ursprungspläne habe ich nämlich mittlerweile ein bißchen modifiziert. Das Maschenbild in glatt rechts fand ich nicht überzeugend genug, um eine "stockinette" Hortencia daraus zu stricken.
Schöner fände ich für das Garn ein einfaches Muster, eine Struktur ohne Löcher und Zöpfe.(also auch keine Hetty)

Meine Idee für mein diesjähriges Frühlinhsjäckchen soll nun also eine Mischung aus diesen beiden Serviervorschlägen sein. Die kurze Passform mit einem breiten Bündchen ähnlich der Jacke "Gabriela" aus Whisper von Kim Hargreaves (links im Bild). Das Muster allerdings ohne Zöpfe (und Zopfnadel) in etwa so streifig wie auf dem rechts abgebildeten Fundstück aus meinem digitalen Inspirationsordner (3M glatt rechts mit einem 3M breiten Streifen im Perlmuster)


Meine Hortencia-Pläne habe ich allerdings nicht aufgegeben, sondern mit dem Stricken eines Vorfrühlingsmodells aus Wolle mit 5-er Stricknadeln angefangen. Da ich die nahtlose Strickerei von oben nach unten sehr gern mag,  würde ich -wenn die Hortencia-Passform gut wird- das Frühlingsjäckchen in Anlehnung an diese Maße stricken - jedoch mit einem ganz anderen Halsausschnitt.


Die Vorfrühlingshortencia aus erbsengrüner drops-Nepal lässt sich schon anprobieren, denn der Körper ist soweit fertig. Ich bin jedoch noch etwas unsicher, ob der üppige Ausschnitt durch den angestrickten Schalkragen noch etwas moderater wird. Hoffnungsvoll stimmt mich, dass der im Moment noch gerollte vordere Rand sich dann immerhin noch komplett entrollen wird. Dank Frau Susas Anmerkungen aus dem textilen Raum-Zeit-Kontinuum weiß ich, dass ich hier besondere Vorsicht walten lassen muss. Oder ggf. ein bißchen zusätzliche Kreativität aktivieren sollte. Danke!


Die Frühlingsjäckchen-Strickhorde versammelt sich zum Erfahrungsaustausch hier auf dem MMM-Blog.

Sonntag, 2. Februar 2014

Frühlingsjäckchen Knit along 2014: das erste Treffen

Ein weiterer Klassiker der Nähnerdszene geht in die nächste Runde. Der Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 (FJKA) startet unter Meikes Obhut heute mit einem ersten Treffen . Thema:
" Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne"

So richtig inspiriert bin ich noch nicht, dafür sehr motiviert und auch bereits materialisiert. Diese Knäuel (Knäule, Knäuele, ich rätsel jedes Mal. Google schlägt sogar auch Knäuels vor ???)  fand ich demletzt im Kaufhof am Berliner Ostbahnhof in einem Sondersale :


50% Baumwolle, 50% Viscoe und auch zusätzlich nochmal 50% auf den bereits mehrfach reduzierten Preis, da habe ich natürlich den ganzen Rest mitgenommen. Die Farbe ist auf dem Foto gut getroffen, ein sattes Currygelb mit einem Hauch Zimt.(ich habe sogar farblich passende Stiefel....)

Spontan hätte ich sofort wieder eine weitere Miette angefangen, ich bin mit meinen anderen drei sehr zufrieden und trage sie wirklich oft.
Aber andererseits gibt es so viele andere schöne Anleitungen. Ich habe z.B. noch nie etwas nach Kim Hargreaves gestrickt. Und auch von Andi Satterland gibt es weitere schöne Anleitungen: Hortencia oder Hetty

Um mich der FJKA-Sache zu nähern habe ich schon mal angefangen: eine Maschenprobe mit 3-er Nadeln.
22 Maschen ergeben 10cm
Das Maschenbild ist nicht ganz gleichmäßig, denn mein Fingernagel hat den Kampf mit einem Metallblech verloren, wächst aber langsam wieder nach. Ich bin also guter Dinge, bald wieder mit dünneren Nadeln ordentlich stricken zu können.


Los geht es auf den MMM-Blog zur FJKA-Inspirations-linkliste. Ich freue mich auf diese geballte Ladung an Frühlingssehnsucht.

Mittwoch, 15. Januar 2014

MMM 2/14 Ich kann auch bunt und freundlich...

Manchmal steht mir sehr der Sinn danach, trübes Wetter zu überlisten und dann trage ich bunt. Also natürlich alles relativ. Aber Lachs, Rot und Cremeweiß sind nicht gerade meine Farbfavoriten, wenn es um meine eigene Kleidung geht. Falls der Begriff bunt zu dick aufgetragen erscheint, spreche ich auch gern von freundlichen Farben....
Damit das alles nicht zu bunt rüberkommt, habe ich die Fotoqualität heute einfach mal ganz bescheiden gehalten. Mehr gaben Zeit und Licht heute morgen leider einfach nicht her. Und auch der Hintergrund hätte sorgfältiger gewählt werden können. Aber das ist eine andere Geschichte.

Heute geht es um meine jodelmäßig angehauchte Kombination. Man könnte meinen, ich hätte mich mit Julia abgesprochen.
Der Rock (Details gab es schon mal hier zu sehen) ist aus einer wunderschönen leicht gechinzten Baumwolle (oder heißt das mercerisiert?), gefüttert mit einem hochwertigen Futter. Gerade dieses tolle Futter macht den Rock zu einem Ganzjahresmodell. Schnitt: onion 3033.

 
Archivbild

Die rote Strickjacke dazu ist meine Agatha (hier schon mal gezeigt), die hier mit dem cremefarbenen Shirt (uralt und auch memade) etwas sehr löchrig rüberkommt. Ich finde, dass in echt nicht so viel Helles durchschimmert.

Archivbilder

Die Jacke habe ich aus dem "zum Filzen geeigneten" Lima von drops gestrickt. Leider funktioniert das mit dem Filzen an besonders körpernahen Stellen ganz selbsttätig. Nicht schön. Nächstes Mal würde ich da eine andere Qualität nehmen.



 Und jetzt schnell auf dem MMM-Blog geguckt, wer es heute sonst noch mit bunt gegen trüb versucht.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

MMM 26/13: Jerseykleid und Shetlandtuch

Am letzten MMM des Jahres zeige ich mein heute -und auch sonst oft- gern getragenes Bequemjerseykleid und dazu zum Reinkuscheln mein neues petrolfarbenes Shetland Triangle Tuch (das TTT)


Ich habe das Kleid hier schon mal gezeigt, es ist genäht nach dem Schnitt Modell 57 aus der "Meine Nähmode" 3/2013, welcher identisch ist mit New Look 6164.
Ich trag das Kleid unglaublich gern. Kein Wunder: Es ist ja auch aus schwarzweißgrundigem Jersey und dezent gemustert. Aber ich mag auch den Auschnitt sehr gern, der ist angenhem kleidsam und nicht annähernd so offenherzig wie der von den onion-Knotenkleidern.


Das kuschelige Stricktuch ist die 2. Entwicklungsstufe meines Jodelwestchens. Hier der Bericht mit der Aufribbelankündigung, der mir -wie wunderbar ist das denn!- mein 3-er Knäuelkontingent ergänzende Wolle bescherte. Vielen herzlichen Dank an Sylvia aka Frau Frauenoberbekleidung, die mir ihre von hier übriggebliebenen beiden Knäule Lima (drops) schenkte.
Guck mal Sylvia, was ich jetzt für ein herrlich großes und durchgängig farbgetreues Tuch habe:
Vielen herzlichen Dank!

Gestrickt mit 7-er Nadeln war es -nicht zuletzte dank dieses besonderen Motivationsschubs- ratzfatz nach nicht mal eineinhalb Wochen fertig. Das Vernähen der Fäden an den Übergängen der 5 Knäule, bzw die Zeit, die vergehen musste bis diese vernäht waren hat fast genau so lange gedauert. 
Die Anleitung für dieses Shetland triangle-Tuch stammt aus dem Buch "Wrap style" von Ann Budd und ich habe hier und hier bereits meine ersten beiden Varianten davon gezeigt.



Heute ist der letzte MeMadeMittwoch des Jahres, der uns ganz adventlich von Julia auf dem MMM-blog präsentiert wird.