Ich fand den Schnitt spannend, denn er hat keinen runden sondern einen ganz geraden Saum. Auf dem Serviervorschlag kaum zu erkennen, aber zum Glück gibt es eine aufschlussreichere Schnittmusterzeichnung.
Der Rock hat keinen separaten Bund, da sich dieser durch die eingelegten und zugenähten Falten ergibt. Geschlossen wird der Rock mit einem RV in der hinteren Mitte.
Den Karostoff aus Maybachuferwolle hatte ich gerade erst in netter Nähbloggerinnengesellschaft gekauft. Danke fürs gut Zureden Katharina und Nina .
Unbedingt will ich den Rock auch noch aus einem Streifenstoff probieren. Denn den Schnitt finde ich wirklich schön. Auch der etwas höher gezogene Bund ist sehr angenehm.
Die Rockweite entsteht durch 5 zum Teil sehr tiefe Falten im Vorderteil. Im Rückteil gibt es je 2 Abnäher auf jeder Seite. Bei den ersten Anproben war ich noch ganz skeptisch, denn mir schien die vordere Stofffülle viel zu viel und unausgewogen im Vergleich zum eher zurückhaltend weiten Rückenteil. In der Tragepraxis passt das aber alles gut und fühlt sich nicht schief an.
Die Fotos sind lausig, aber wenn ich noch bessere Fotos machen wollte, würde dieser Post garantiert nie stattfinden. Müsst ihr mir also ein bisschen glauben, dass das ein toller Rock nach einem schönen Schnitt ist.
Übrigens habe ich dem Rock kein eigenes Futter gegönnt, denn die Burdaidee, einfach den Außenschnitt auch für das Futter zu verwenden fand ich irgendwie blöd. Und auch eine unnötige Herausforderung, die ganzen Falten aus mehr oder aus weniger flutschigem Futterstoff zu realisieren. Hätte mir da ein eigenes, einfacheres Futterschnittteil gewünscht. Aber ist ja kein Wunschkonzert.
Jetzt trage ich also einen Unterrock bzw. ein Unterkleid drunter.