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Donnerstag, 22. Februar 2018

Faltenrock 121 Burda 1/2018

Ich habe übrigens einen neuen Rockschnitt ausprobiert.


Ich fand den Schnitt spannend, denn er hat keinen runden sondern einen ganz geraden Saum. Auf dem Serviervorschlag kaum zu erkennen, aber zum Glück gibt es eine aufschlussreichere Schnittmusterzeichnung.
Der Rock hat keinen separaten Bund, da sich dieser durch die eingelegten und zugenähten Falten ergibt. Geschlossen wird der Rock mit einem RV in der hinteren Mitte.


Den Karostoff aus Maybachuferwolle hatte ich gerade erst in netter Nähbloggerinnengesellschaft gekauft. Danke fürs gut Zureden Katharina und Nina .
Unbedingt will ich den Rock auch noch aus einem Streifenstoff probieren. Denn den Schnitt finde ich wirklich schön. Auch der etwas höher gezogene Bund ist sehr angenehm.


Die Rockweite entsteht durch 5 zum Teil sehr tiefe Falten im Vorderteil. Im Rückteil gibt es je 2 Abnäher auf jeder Seite. Bei den ersten Anproben war ich noch ganz skeptisch, denn mir schien die vordere Stofffülle viel zu viel und unausgewogen im Vergleich zum eher zurückhaltend weiten Rückenteil. In der Tragepraxis passt das aber alles gut und fühlt sich nicht schief an.


Die Fotos sind lausig, aber wenn ich noch bessere Fotos machen wollte, würde dieser Post garantiert nie stattfinden. Müsst ihr mir also ein bisschen glauben, dass das ein toller Rock nach einem schönen Schnitt ist.

Übrigens habe ich dem Rock kein eigenes Futter gegönnt, denn die Burdaidee, einfach den Außenschnitt auch für das Futter zu verwenden fand ich irgendwie blöd. Und auch eine unnötige Herausforderung, die ganzen Falten aus mehr oder aus weniger flutschigem Futterstoff zu realisieren. Hätte mir da ein eigenes, einfacheres Futterschnittteil gewünscht. Aber ist ja kein Wunschkonzert.
Jetzt trage ich also einen Unterrock bzw. ein Unterkleid drunter.

Mittwoch, 7. Februar 2018

MMM 2/2018 Im Burda-Ärmelmonster (Burda1/2018 Kleid 115)

Ich habe mal wieder was Neues ausprobiert. Aus der Burda.


 Ich habe immer ein Burdaärmelproblem und dachte mir bei diesem Schnitt ganz verwegen, da gehe ich doch einfach mal in die Vollen. Also volles Risiko. Bei diesem gefalteten, gekräuselten und jenseits aller bisher genähten Armkugeln gestalteten Ärmelschnitt hätte ich nicht so richtig gewusst, wie ich den würde anpassen können und wollen.
Und tadaa- ich habe nicht -also NICHTS- an dem Schnitt geändert. Das passiert mir so gut wie nie. NIE. Und das bei Burda.

Burda 1/2018 Kleid 115
Der Stoff ist vom Stoffschrottplatz in Münster. Gekauft in allerbester Nähnerdgesellschaft. Das hatte ich schon vergessen, wenn nicht Frau Kleidermanie demletzt ein Stück von dem Stoff in ihrer Handtasche bei sich gehabt hätte.


Ein weichfallender, aber trotzdem dichter Punktestoff unbekannter Qualität.
Burda empfiehlt für den Schnitt einen Kleiderstoff mit etwas Stand. Ich empfehle eher einen schönfallenden Stoff. Der Ärmel bauscht auch ohne Stand ausreichend.


Grundsätzlich ist der Schnitt simpel. Einfach ein gerades Hängerchen mit Tendenz zu enger Brustweite. Trotz Brustabnäher. (siehe Detailfoto oben) Die Taille wird mit Band oder Gürtel mehr oder weniger malerisch zusammengerafft.
Daran kommen dann in besonders ausgeformten Ärmellöchern die mehrfach gefälteten Ärmel. Kann man hier auf dem "Making of"-Foto ganz gut erkennen.


Das Kleid tut nicht unbedingt was für meine Figur, aber es macht richitg gute Laune. Und ist sogar alltagstauglich. Die Ärmel mit den Manschetten sind einfach toll. Sie können aufgrund des Volumens schlecht hochgekrmepelt werden, was dazu führt, dass man den ganzen Tag "ordentlich" gekleidet ist. Ich krempel nämlich sonst immer alles spätestens mittags hoch.



Das wars von mir. Ich bin gespannt, was wir heute beim MMM alles zu sehen bekommen. Dodo- unsere heutige Gastgeberin- hat auch einen neuen Schnitt ausprobiert und ist -zu Recht- vom Ergebnis sehr begeistert.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

MMM 19/ 2017 Mit kuscheligem Schneeleo am Strand

Heute ist das letzte MMM-Treffen in diesem Jahr. Da will ich gerne auch noch mitspielen und habe sogar etwas ganz Neues zu zeigen.

Es ist ein Mantel, den ich kürzlich von einem Wochenend-Nähkränzchen "fast fertig" mitbrache und -diese Nur-noch-Saum-und-Knöpfe-Projekte bleiben bei mir gerne ewig liegen- tatsächlich recht zeitnah fertiggestellt habe.
Genau das Richtige für meinen heutigen Strandspaziergang. Auch gestern Abend beim Abendspaziergang am kalten, dunklen Strand hielt er sehr schön warm.

Hier auf dem aufgehellten Foto kann man das schwarze Steppfutter erahnen. Und vielleicht auch noch meine gekaufte Steppweste, (warm trotz dünn-uniqlo)
Der Schneeleooberstoff ist ein etwas dickerer, flauschiger Strickstoff.
Dieser Stoff war mal vom Maybachufer und war für Marktverhältnisse recht teuer. Ich tippe auf 16,-/m, aber da er nur noch ein Reststück von ca 2m war, bekam ich ihn dann doch wieder zu einem Marktpauschalschnäppchenpreis.
Das erahnbare Steppfutter war mal von den thatchers, die daraus Oberbekleidung gefertigt hatten. Genau so wie Frau Dreikah, die sich mal einen Minurock aus diesem Stoff nähte (hier)

Den Schnitt habe ich schon einmal aus einer Stoffqualität mit Tierassoziation genäht und vorgestellt (hier der Teddymantel aus der Hundedecke). Es ist Modell 128 aus Burda 8/2014 - wieder ohne den langen Schlitz am Po.

Man kann es wegen des Stricktuchs nicht richtig erkennen, aber das schmale Revers habe ich hier höher verschließbar gemacht, sonst wäre es ja kein wintertauglicher Mantel geworden. Diese Änderung fügte sich ganz wunderbar, da ich die Knöpfe um einige cm verlagert habe, so dass der üppige Mantel vorne bedeutend weiter überlappt als von Burda vorgesehen.
Und trotzdem ist die ganze Silhouette durch die beiden überhaupt nicht fließend fallenden Stoffschichten nicht gerade schmeichelnd oder figurformschön. Dafür könnte ich aber auch noch einen kompletten weiteren Mantel drunter anziehen. Nimm das du Winter, da kannst du mir gar nichts- hehe.

Unter dem Mantelungetüm trug ich heute eine Thermoleggins nebst einem Lady Skater Kleid aus wärmender, dubioser Ufermarktqualität. Hier schonmal gezeigt.


Auf dem MMMblog begrüßen uns heute ebenfalls warm eingepackte beschwipste beschwingte Bielefelderinnen mit Fotos vom Weihnachtsmarkt. Ich hätte -winke winke- ne Glühweinbude am Strand im Angebot. Lecker das.

In diesem Sinne, guckt euch dort drüben an, wer was wozu und warum trägt. Alles selbstgemacht natürlich. Zum MMM-blog

Mittwoch, 18. Oktober 2017

MMM 17/2017 Bewährtes für Unterwegs

Ich habe nichts neues zu zeigen. Aber ein paar meiner aktuellen MeistgetragenenMeMades in Form eines Alltagsoutfits, mit dem ich oft und gerne und auch gerade wieder beruflich unterwegs bin.


Gestern habe ich Fotos am Mondsee selbstauslösen können, als ich meinen Feierabend am sonnigen Ufer verbracht habe. Leider war dort recht viel Gegenlicht durch die tolle Abendsonne. Und die warme Luft sieht auch eher etwas frostig aus. In echt war es unheimlich schön und mild.


Und weil man ja eigentlich mehr Wolken als Klamotte sieht, hier nochmal eine aufgehellte Vergrößerung:

Ich trage meinen Hahnentritt- Hollyburn (hier schon mal gezeigt) mit einem schwarzen memade-Shirt. Darüber meinen leichten grünen Mantel (Hier schon mal gezeigt). Alles reichlich bewährt, alles immer wieder gern getragen.

Dank einiger Outtakes / unbeabsichtigter Fotos kann ich euch das ganze Outfit bzw. die einzelnen Stoffe auch noch detaillierter zeigen. Tadaa:





Bedeutend bessere Fotos findet ihr heute auf dem MMM-Blog, auf dem die beiden Elkes als Gastgeberinnen gemeinsam ihre neuen Jeanskleider zeigen. Ihr Lachen ist die beste Werbung fürs Selbernähen. Das macht nämlich wirklich glücklich.


Mittwoch, 28. Juni 2017

MMM 12/ 2017 Ahoi oder Ahoy oder Ahoj

Für die Näherei habe ich gerade nicht so üppig viel Zeit. Zum Glück finden manchmal Nähkränzchen statt, ansonsten hätte ich irgendwann nix mehr zum Anziehen.... ;)))

Bei Nähkränzchen nähe ich lieber Webstoff als Jersey. Zum Einen benötige ich dann keine bzw. nicht dauernd die (Gemeinschafts-)Overlock. Zum anderen gibt es bei Webstoff meist auch mehr Fleißnähte, die man dann ganz unbeschwert beim gemütlichen Quatschen.wegnähen kann.

So auch Anfang April. Ich war unschlüssig, hatte zu dem Zeitpunkt aber schon meinen tollen Zufallsgrundschnitt und kramte deshalb einen etwas älteren Stoff aus dem Lager. Anker. Ich komme von der Nordsee und könnte mich deshalb auf maritime Motive berufen, aber trotzdem blieb so ein bißchen das Gefühl, dass ich mit meinem Ankerstoff der Nähmode in meiner Bubble irgendwie 3 Jahre hinterherhinke.

 
So lange liegt der Stoff auch schon im Lager, Denn da er relativ teuer war, wartete ich die ganze Zeit auf einen Nummersicherschnitt. Bis der Stoff dann etwas aus der Mode gekommen war.

Zu dem Zeitpunkt kannte ich die aktuelle Frühling/Sommer-Kollektion von Lena Hoschek noch nicht. Denn da sind maritime Motive plötzlich wieder total en vogue. Kommt ja immer alles wieder. .Nur so schnell hätte ich nicht damit gerechnet.

Wenn ich mein Kleid jetzt auch einfach mit "Ahoy" betitele, wär ich eine richtige Trendsetterin.  Oder heißt es doch besser Ahoi?
Oder vielleicht Ahoj? Das war eines der Merkwürdigkeiten meiner Fernsehkinderzeit. In den tschechischen Kinderfilmen und Serien begrüßten sich nämlich immer alle mit Ahoj. Und ich wunderte mich. Kein Meer weit und breit. Sehr seltsam.



Der "Grundschnitt" also das Körperteil ist ein Zufallsmix aus 2 verschiedenen, schlecht sitzenden Burdaschnitten, die zusammen ein körpernahes, gut sitzendes Oberteil ergaben. (hier gibt es Details)


Der Rock ist ein in großzügige Falten gelegtes Rechteck. Reißverschluss in der Seitennaht. Keine Taschen.


Und die passende Gürtelschnalle ist aus einem Konvolut, dass ich vor 2 Jahren auf einem französischen Flohmarkt fand.

Ahoi MMM, wie jeden Mittwoch.

Mittwoch, 3. Mai 2017

MMM 9/2017 Motto Blumen in altem Burdakleid

Heute ist nicht nur Mittwoch sondern auch noch mehr....
Z.B. Mottotag beim MMM: Thema Blumen. 


Blumen sind ein Thema, mit dem ich mich bereits näher beschäftigt habe anlässlich des BMM - Blümchenmonat Mai, einer Aktion die Meike / Frau crafteln 2012 organisiert hat. Damals nähte ich mehrere Blümchen-/Blumenklamotten, von denen ich noch 2 Kleider besitze.
Dieses Burdakleid (hier 2013 schon mal gezeigt) war lange eines meiner absoluten Lieblingskleider, bis es mir dann vom Gefühl her zu kurz wurde. Es ist nicht beim Waschen eingegangen, sondern mein Alter und die Rocklänge fingen an, nicht mehr miteinander zu harmonieren. Und so blieb es immer öfter im Schrank liegen und wanderte immer weiter nach unten. Bis ich es demletzt bei einer Ausmisteaktion wieder in den Händen hielt und Hemmungen verspürte, es auf den Verschenkestapel zu legen. Denn -tadaaa- der Saum ließ sich noch um ein paar cm rauslassen und mit einem schwarzen Jerseystreifen verstürzen. Besonders froh bin ich, dass man trotz der wirklich häufigen Wäschen die ehemalige Saumkante nicht an einem hellen Streifen erkennen kann.


Jetzt habe ich also ein ehemaliges Lieblingskleid hoffentlich revitalisiert. Ich bin gespannt, ob ich es nun wieder regelmäßig tragen werde. "Irgendwas" kann ja trotzdem immer noch sein.

Ich mag das Blumenmuster sehr, habe viele schöne Erinnerungen an Tage in diesem Kleid.


Einzig die Passform im Oberkörper würde ich heute beim Neunähen optimieren.
Und auf jeden Fall lieber eine Strumpfhose anziehen, wenn ich gleich aus dem Haus gehe.


Noch mehr Blumen gibt es auf dem MMM-Blog, ich bin gespannt, was es da alles an floralen Mustern und Erkenntnissen zu entdecken gibt.

Sonntag, 23. April 2017

Grün, grün, grün ist mein neuer Mantel

Letztes Jahr im November entdeckte ich auf dem Maybachufermarkt ein Reststück grüne "Alles Wolle"-Wolle-mit-irgendwas. Es ist sowieso immer schwer, schönen grünen Stoff zu finden und in diesem Farbton ist mir noch nie so richtig was über den Weg gelaufen. Nicht Oliv, nicht Petrol, nicht Gras, nicht Flasche- nein, einfach ein tolles warmes Mittelgrün.


Leider war der Rest nicht allzu groß, etwas um die 1,55m Länge an der längsten Stelle.
Ich stand vor der Wahl, einen Rock daraus zu nähen oder doch einen Mantel zu versuchen.
Der Versuch gelang und ich schafte es, den bereits zweimal genähten Mantelschnitt 108A aus der Burda 1/2016 aus dem Reststück zugeschnitten zu bekommen (Version eins hier, Version zwei hier). Nur für den Stoffgürtel fehlte es an Material. Der ließ sich nicht einmal zusammenstückeln, was mich beim Nähbeginn nicht weiter störte, kommt Zeit - kommt Lösung. Meine schwammige Idee war es, einen Gürtel aus Krawatten zusammenzustetzen.....


Abgewandelt habe ich den Schnitt, indem ich nicht nur wieder die merkwürdigen Schulterklappen wegfallen ließ, sondern diesmal auch die mir im Schulterbereich etwas zu üppigen Originalärmel durch die Ärmel des Isla Trenchs (named pattern) ersetzte.

Das Nähen bis zu dem Punkt "fast fertig" ging schnell. Dann paarte sich meine übliche Abschlussschwäche mit dem Gürtelproblem. Und ich fand keine Zeit mehr zum Nähen. Es wurde kalt, ich kaufte eine neue Nähmaschine, verbrachte die Weihnachtstage faul im Bett und plötzlich war es Frühling.
Unterwegs schaute ich mich immer mal wieder wenig zuversichtlich nach grünem Stoff und -tada!- nach grünen Kaufgürteln um. Denn -das war mir völlig klar- die gibt es noch seltener als schöne grüne Stoffe.

 
So hing der Mantel, fast fertig und gürtellos. Bis ich dann plötzlich Ende März DEN Gürtel fand. Unfassbar. Exakt passendes Grün mit orangem Innenleben. 


Ich konnte mein Glück kaum fassen. Und obwohl der Gürtel ("TH" Logo sei dank ;) teurer als das ganze Mantelmaterial war, musste ich ihn natürlich mitnehmen. Die Euphorie hielt an, ich habe den Mantel ruckzuck fertig genäht und dem Gürtel kleine Schlaufen geschenkt.


Letztlich fehlten nur noch die Tragefotos. Mit Selbstauslöserautomatik machte ich ungefähr 100 Stück. Alle ohne Kopf, manche sogar ganz ohne mich:


Auf einigen konnte man meinen Kopf immerhin im Ansatz erahnen:


Und dann noch diese zurechtgeschnitten - da war ein häßlicher blauer Mülleimer im Hintergrund. Man kann einfach nicht alles haben. Hauptsache der Mantel ist toll!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Ran an die UFOs - Résumé September


Ich bin großer Fan von Yvonets UFO-Aktion und habe dank dieser auch im September wieder erfolgreich ein liegengebliebenes Objekt aus meinem UnFinished Object- aka UFO-Haufen abgebaut.
Und mit diesem vor ein paar Tagen endlich mal wieder Ninusch im wunderschönen Nähkontor besucht und bei der Gelegnehit auch gleich Tragefotos machen lassen.





Dieser Mantel könnte noch als UFO light durchgehen, da Projektbeginn und -kapitulation auf Anfang diesen Jahres datiert werden können. Es handelt sich um das Probeteil für meinen Nina-Kleidermanie-Nachmachemantel nach dem Schnitt 108A aus der Burda 1/2016.


Da der beige Stoff mit den chanelartig eingewebten braunen und grauen Sprenkseln zwar sehr schön aber leider auch etwas locker gewebt und dünn ist, hielt ich es damals im kalten Spätwinter für eine gute Idee, dem Oberstoff durch ein dünnes Steppfutter etwas mehr wärmende und windabweisende Eigenschaften zu verleihen. Vermutlich war das der entscheidende Fehler. Natürlich neben den etwas verdreht eingesetzten Futterärmeln dank nicht oder falsch übertragener Passzeichen.

Ich hatte sogar mal wieder eines meiner Label eingenäht ;((
Der Mantel war mit dem Futter zwar wärmer aber leider auch extrem seltsam, unbequem und hatte trotz in Falte gelegter Mehrweite im Rückenteil Querzüge unbekannter Herkunft an der vorderen Kante. Ich denke, dass die Vliesseite des Steppstoffes mit der locker-flauschigen Oberfläche des Oberstoffes absolut nichts anfangen konnte. Keinerlei Einheit bilden mochte.
Im März nähte ich dann den eigentlichen Mantel aus tollem Webpelz unter Beachtung der Passzeichen und hängte dieses beige Probeteil genervt zur Seite.

Nun gab ich dem Mantel kurz vor der Tonne (haha, hört sich so toll entschlossen an- in echt hätte ich den sicher noch jahrelang aufgehoben) noch eine Chance. Und zwar mit elastischem Futtermaterial. 

Ich fand das Futtermaterial zufällig vor kurzem -ihr vermutet es richitg-  auf dem Maybachufermarkt. Als günstigster Rest hing er an einer Standkonstruktion. Ineinanderveschlungene Heraldikmotive, Schlangen und Pferdegeschirr- mehr geht kaum....Ich musste mich erbarmen und dieses seltsame Kleinod kaufen, weil es bestimmt niemand sonst genommen hätte.


Ich habe also das Streppfutter von den Belegen abgetrennt und durch bunten Flutsch ersetzt. Die Ärmel bestehen aus normalem Futterstoff, das schien mir komfortabler für das An- und Ausziehen.


Meine Motoivation, den Mantel fertig zu nähen, hatte eher was mit UFO-Abbau zu tun, als mit dem Wunsch, diesen Mantel haben zu wollen. Und nun bin ich überrascht, wie gut mir der Mantel gefällt und wie schön er sich trägt.

Ich habe den Flutsch an Saum und der Kante rund um den Schlitz mit Handstichen befestigt:


 Dem Gürtel handgehäkelte Schlaufen aus einem farblich passenden Nähgarnmix geschenkt:


Und schlussendlich auch noch ein paar Kleinigkeiten, wie eine z.B. Verengung des Tascheneingriffs per Handnaht vorgenommen.


Und hier seht ihr das gute Stück nochmal an der Puppe.
in echt ist der Saum nicht schief...

Vielen Dank liebe Yvonet für den Anstoß, diesen Mantel endlich zu beenden. 
Die anderen UFO-Abbauerinnen haben sich im September hier verlinkt