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Montag, 9. Juni 2014

Die fünfte Jahreszeit in Kreuzberg

ist der Karneval der Kulturen.
Traditionell wird gefeiert, getanzt, gefeiert, getrunken und gefeiert. Es gibt sowieso kein Entrinnen, wenn man nicht rechtzeitig aus dem Kiez flieht.
Ich liebe diesen völligen Ausnahmezustand und habe mir auch dieses Jahr wieder ein Karnevalskleid genäht. Also kein Kostüm, sondern ein buntes Kleid, das man auch den restlichen Sommer noch tragen kann. Und in dem man stundenlang tanzen, feiern und trinken kann.
Ursprünglich hatte ich die Idee, mir aus diesem schwer fallenden Blockstreifenviscosejersey ein bodenlanges Ringelkleid zu nähen. Für die gewünschte Länge hat -zur Freude des beratenden Teils der Familie-  mein guter Meter Stoff leider nicht gereicht.
Also habe ich spontan einen bereits getesteten und für (allerdings sehr) modifizierungswürdig befundenen Burdaschnitt (Modell 129 aus der Burda 12/2013) genommen und mir stattdessen ein knielanges Hängerchen genäht.
Das Nähen an sich ging schnell und zügig. Gut so, denn der Karneval wartet ja nicht auf mich. 

Der Brustabnäher verschwindet bei Blockstreifen natürlich nicht unsichtbar im Muster, aber darunter an der Seitennaht stimmen die Streifen dann gut.

Dann allerdings haben mich die Ärmel, genauer gesagt der Streifenverlauf an den Ärmeln kirre gemacht. Während die Streifen unterhalb der Armkugel exakt mit dem Kleid korrespondieren, kriege ich an der Armkugel selbst die Streifen nicht passend hin. Wenn ich diese -bei Jersey ist das ja durchaus möglich- passend ziehe, werden die Ärmel unbequem, weil die im Schnitt vorgesehene Mehrweite nicht oben an der Schulter sondern eher seitlich gebraucht wird....grmpfff.
unbequeme Variante mit passendem Streifenlauf
Ich habe also gesteckt, auseinander genommen, neu gesteckt, auseinander.....und dann rannte mir  plötzlich doch die Zeit davon. So dass ich schlussendlich ohne Ärmel losgezogen bin.
Bei dem heißen Wetter war das sogar die bessere Idee. Es war so unglaublich heiß. Wir tranken und tanzten uns mehr von Wohnung zu Wohnung, als den Wagen und Tanzgruppen durch die flirrende Hitze zu folgen. Glücklich, wer Leute in kühlen Parterrewohnungen kennt- oder spontan kennenlernte....

Dienstag, 29. Oktober 2013

Bloggerbesuchswochenende

Hachz, ein herrlich nähnerdiges Wochenende liegt hinter mir. Voller Freuden, die seltsamerweise nicht jeder verstehen kann....
Monika und Tina kamen in die Stadt und wir hatten am Donnerstag eine Art blind-date in der Kaufhof-Stoffabteilung. Kann es einen geeigneteren Treffpunkt geben? 
Die Verkäuferin dort schien allerdings unruhig irritiert, wie man so lange und ausdauernd quatschen, lachen und Stoffe streicheln kann.


Logostoff für Tussitaschen?

Freitag um 11.00 ging der Spaß mit Monika, Tina und Yvonet in die zweite Runde. Zu einem -und das ist für mich bislang einzigartig- 4 Stunden dauernden Maybachufermarkt-Rundgang. (Wohlgemerkt: Es handelte sich um eine einzige Runde!)


Virtuell waren Susa und Floh zugeschaltet (haha, "Mama kann jetzt auch WhatsApp!!") und wurden in Echtzeit (s.Bildergalerie oben) über Schnäppchenfunde informiert. Der Trend ging auch hier zu Romanit und Kostümstoffen, am liebsten im Hoschek-Style.
Ich hatte im Vorfeld das Ende des ersten Sichtungsrundgangs für ca 12.00 Uhr angenommen. Weit gefehlt, nach einer Stunde hatten wir noch nicht einmal den ersten Stoffstand erreicht. Waren schlichtweg gleich am Anfang bei den Kurzwaren hängen geblieben.


Am Ende schafften wir es -durstig und müde- gerade noch, die Nachzüglergruppe um 15.00 am Ufermarkteingang(= Ufermarktausgang) zu treffen.

Tütensammelsurium nach einer 2/3-Runde

In einem nahegelegenen Cafe wurden die Stoffschätze begutachtet und Nina, Melleni, Lotti und Dodo für ihren Marktrundgang gebrieft.

An einer zweiten Marktrunde und auch dem anschliessenden Essen konnte ich wegen familiärer Verpflichtungen nicht teilnehmen, war aber Samstag frisch und munter im Nähkontor zum Kränzchennähen wieder dabei.

Hochtrabende Pläne für ein livebloggen von diesem Nähkränzchen wurden schnell verworfen, keine der Nähnerds fühlte sich kompetent genug für diese Multitasking-Aufgabe. Ich versuche mich hier also in einer Nacherzählung meines Tages:

Tina, Yvonet und ich wollten und durften mit tatkräftiger Unterstützung von Monika das neue ebook "Grete" von Griselda/machwerk ausprobieren.  (Vielen herzlichen Dank!)


Ich habe bereits mehrere der machwerk-Projekte begeistert genäht (und oft und gerne verschenkt) und mir deshalb beim samstäglichen Frühstück zu Hause voller Vorfreude eine bunte Auswahl an Stoffen für mehrere Geldbeutel aus meinen Vorräten zusammengekramt ..

 ... und alles zum Treffen ins Nähkontor geschleppt transportiert.
So begann der Tag im Nähkursraum:noch jungfräulich sauber und aufgeräumt

Vor Ort im herrlich gut sortierten Laden begann dann der Kränzchentag gleich mit der größten und zeitfressendsten Herausforderung: Dem konkreten Zusammenstellen der Stoffe.

Als Anschauungsobjekt immer dabei: Monikas silberne Clutch
So oder so? Oder doch lieber anders? 
Tina probierte auch. Yvonne suchte was Männergeldbeuteltaugliches. Dabei "klauten" wir uns ständig die Schnittteile und schichteten uns gegenseitig Stoffkombinationshäufchen auf Nimmerwiederfinden um. (Oder habe ich das etwa alles selber verbaselt?)

Mit jedem Blick in die reizvolle Patchworkkiste wurde mein Konzept wieder über den Haufen geworfen.

Dann endlich eine Entscheidung: In einer Restekiste tauchte DAS Wachstuch für aussen auf:
Das Innenleben fand ich dank Monikas fachkundiger Unterstützung und textiler Bevorratung. Vichykaos sind einfach wahre Kombinationswunder. Sehen von rechts und links gleich gut aus, und verzeihen zudem Ungenauigkeiten.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt probierte Floh zum ersten Mal ihr neu genähtes Kleid an:

Kränzchennähen hat für Menschen wie mich, die auf Partys auch gerne mal ganze Abende am Buffet stehend mit Vorbeikommenden smalltalkend verbingen, viele Tücken und Fallstricke.
Mangelnde Disziplin und stümperhafte Aufmerksamkeit, ständiges Suchen nach Schnittteilen, Bügeleinlage und/ oder der Anleitung dominierten mal wieder meinen Schaffensprozess. Allerdings auch munteres Lachen, launiges Quatschen, Essen, Trinken (Wo bloß habe ich nun schon wieder mein Glas abgestellt?) und anderweitiges Fachsimpeln....Was für ein gemütlicher Tag!
Mein Näh-Projekt dümpelte also eher etwas vor sich hin. Dann ein kapitaler Verständnisfehler, tatsächlich auch noch äußerst sorgfältig ausgeführt -sogar im Fehler noch voller Tatendrang getrennt und neu genäht- und schwupps eigentlich alles falsch.....Zurück auf Null.

Zu diesem Zeitpunkt setzte Floh bereits zum letztem Bügelschliff am Ausschnitt ihres ferigen Kleides an.
Lucy begann den Rockbund von Hand am Reißverschluss zu befestigen.
Lotti und Dodo ernteten begeistertes Lob beim Anprobieren eines tollen langen Volantrocks bzw eines gepaspelten Kleideroberteil (na, wer nähte was?)
Nina hatte alle Hände voll zu tun mit dem Zuschnitt eines 3033-Rocks aus toller grauer Wolle bei gleichzeitigen Ladenverkauf.
Mond hatte den süßen Elefanten bereits fertig genäht
Chrissy ratterte das Dreckskleid emsig runter.
Und Monika versuchte - trotz nicht endend wollender Taschenfachfragen- ihren I-podbeutel mit einem tollen bunten Gummibandverschluss zu krönen.

Und endlich hatte ich auch mein Geldbeutel-Innenteil dann doch fertig. Ist ja eigentlich auch überhaupt nicht schwer. Man muss halt ein bißchen aufpassen und sollte die Anleitung sorgfältig lesen.

Als die ersten bereits mit dem Aufräumen und Sekttrinken begannen: Schwupps, das gefürchtete Aufnähen des Reßverschlusses auf Wachstuch ist erstaunlicherwies auch eine leichte Sache:


Zwischendurch immer mal wieder alles aneinanderhalten, Motivation pur!

Mein Täschchen hätte ich fast schon zum abends anschliessenden Essen im Taleh Thai ausführen können. Fast! Den letzten Schliff wird es in den nächsten Tagen bekommen. Ganz sicher.


Es war ein aufregendes Wochenende- Danke an alle!
Und warum ich auch noch zusätzlich so tolle Geschenke bekommen habe, weiß ich nicht. Aber ich freue mich riesig.

Samstag, 28. September 2013

2 Wochen Herbstferien

liegen vor. Für unsgeht es raus aus unserer großen Stadt in eine noch größere Stadt.
Vom Altweibersommer fliegen wir für 2 Wochen in Richtung indian summer.


Zum Dokumentieren des wunderschönen Altweibersommers hier ein paar Fotos. Am vorletzten Wochenende hatten wir herrlichstes Flughafenwetter- und mein onion 3033-Modell (hier und hier bereits andere Modelle gezeigt) aus lachsfarbenem Trachtenstoff durfte ein bißchen weite Welt und Sonnenschein schnuppern.


Außerdem ging vor zwei Wochen auch die Unterschrftenaktion zum Volksbegehren für den Erhalt des Tempelhofer Feldes in die nächste Runde (guckst du hier: 100% Tempelhofer Feld)
Das stillgelegte ehemalige Flugfeld ist eine riesige offene Fläche Stadtnatur. Wiesen, Naturschutzzonen und die asphaltierten Start- und Landebahnen bieten unglaublich viele Möglichkeiten der Erholungsnutzung. Und es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, sich dort durchpusten zu lassen und trotz tausender anderer Erholungssuchender immer ein tolles Plätzchen zu finden, um für sich zu sein.


 Guten Flug!

Dienstag, 18. Juni 2013

Nähkränzchen Nachlese

Dank all der fruchtbaren Kommentare zu meinen Kränzchenoptionen, entschied ich mich für das griechische Burda-Hemdblusenkleid als Projekt für das Bloggerinnennähkränzchen am Samstag:

Freitags noch schnell passende blaue Paspel besorgt (und gewaschen), den Burdaschnitt kopiert und zugeschnitten. Dabei viel Knoten im Kopf gehabt, wohin mit der Paspel an der Blende???

 

Original und selbstgevintagte 80-er Jahre Knöpfe rausgekramt, um sie ihrer endgültigen Bestimmung zuzuführen:

So gut wie keine Fotos, kein live-blogging aber ein tolles und sehr konzentriertes Samstagskränzchen. 
Ich war in Gedanken viel bei denen, die an anderer Stelle mit weniger spaßigen Aufgaben zu kämpfen hatten. 
Und ich habe mich sehr gefreut, dass ich die umwerfende Dodo einsammeln und "mitbringen" durfte, die den schönsten aber leider auch sensibelsten Stoff von uns allen für ihr Kränzchen-Projekt gewählt hatte.

Einige Projekte wurden bereits am Samstag fertig, hier stellvertretend die Kleider von Melleni und Nina

 
Wer sich die volle Frustpackung abholen möchte, kann auch gerne hier die Ausbeute bewundern. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Nach dem Nähen gings lustig und gesellig weiter:

Apropos, ich bin natürlich mal wieder sehr unproduktiv gewesen und überhaupt nicht fertig geworden....der eigentliche Spaß, nämlich das Einnähen der Falten und die überaus lästige Passformanpassung kommt noch. Auch Ärmelmanschetten, Saum und zig Knopflöcher...


Montag, 10. Juni 2013

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer,

..aber ein leichter Schwalbenrock kann ganz viel Sommergefühle auslösen:


 hier: Zustand nach 2 tägigem Dauertragen

Diesen tollen -und wenn gebügelt auch wunderbar glatten- Popelineartigen Stoff entdeckte Frau crafteln am Ende eines Bloggerinnen-Ufer-Hamsterkauf-Rundgangs. Der Ballen war wie manches Portemonnaie bereits recht leer, was beides die fruchtbaren Bloggerinnenfreundschaften auf eine harte Probe stellte. Hatte man sich schon vorher Bargeldverleihoptionen hin- und herüberlegt und über den nächstgelegenen Bankautomaten gefachsimpelt, musste nun auch über das verbleibende Schwalbenstoffstück verhandelt werden..... Aber Internetfreundschaften sind wahre Freundschaften, und ganz schwesterlich konnte der Schwalbenstoff zerschnitten auf drei verschiedene Knistertüten verteilt werden.
Ich gab mich mit einem -wie in alten Zeiten- Einmeterstück zufrieden und habe jetzt nicht nur einen tollen Rock sondern zusätzlich immer noch die tollsten Bloggerfreundinnen der Welt......

Genäht nach Schnitt Freya (wie auch schon im gleichen Park hier gezeigt und aus Romanit hier) und am Wochenende endlich bei strahlendem Sonnenschein erstmals ausgeführt: 


Ende Mai wurde in Berlin mit dem Westpark der zweite Teil des Parks am Gleisdreieck eröffnet, der sich nun auf ganzer Länge zwischen den Bezirken Kreuzberg, Schöneberg und Tiergarten erstreckt. Am letzten Wochenende habe ich dort dem neuen Rock die weite Welt gezeigt:
 Warum der auf dem Foto unten so beulig absteht?????

Die Skyline des Potsdamer Platzes im Hintergrund macht ein leichtes Centralparkfeeling. Durch die vielen in die Planung integrierten Statdbrache- und Gleisüberbleibsel hat man aber ansonsten kein romantisches Parkerlebnis, sondern erlebt eher rüde und ganz direkt die Vergangenheit dieser Fläche als Bahngelände.

Der Park bietet neben großen, offenen Rasenflächen auch mehrere Spielplätze, Skateranlagen und Trampoline:

Man sieht hier schon das orange Futter hervorblitzen, aber ein Detailfoto gibt es natürlich auch noch:


Dienstag, 12. März 2013

Gelungenes Wochenende

Ein tolles Wochenende liegt hinter mir
Meine naive Annahme, dass wir alle friedlich über ein gemeinsames Hobby bloggen und ohne Missgunst und Animositäten Austausch betreiben, wurde zwar mittlerweile leider widerlegt. Aber dieses Wochenende war für mich mal wieder der Beweis, dass Internetfreundinnen eben doch richitg echte Freundinnen sein können. Denn ohne Internet und Bloggen hätte es dieses Wochenende für mich so nicht gegeben.
Ich hatte nicht nur ein kurzweiliges Nähkränzchen, einen Maybachufermarktbesuch in wunderbarster Bloggerinnen-Begleitung sondern auch weltbesten Besuch von Frau Kirsche.
Könnt ihr euch vorstellen, wie wunderschön es ist, wenn eine eurer besten Internet-Freundinnen das erste Mal zu euch zu Besuch kommt, es sich völlig selbstlos in eurer Küche gemütlich macht, lecker kocht und ihr währenddessen lustige Picots an eine fast fertige Heidijacke häkeln dürft? Wenn dann auch noch die richtigen Fussballergebnisse dazukommen, ist so etwas an Glückseligkeit kaum zu übertreffen. Darüber hinaus habe ich auch noch meine allergemütlichste und nicht für die breite Öffentlichkeit gedachte Haremshose getragen. Unter Freundinnen darf man das doch, oder?

Aber fangen wir der Reihe nach an:
Am Freitag zeigte sich mein Bloggerglück bei einem Stoffbummel über den eisgekühlten Maybachufermarkt. Floh ist im Kleidernähfieber und brauchte Nachschub, Dodo weilte das Wochenende in Berlin und so trafen wir uns samt Dodos ebenfalls nähbegeisterter Schwägerin auf dem Markt.
In solch sympathischer Begleitung, die sich auch ausgiebig mit buntesten Frühlingsblumenstoffen beschäftigte wich ich ganz automatisch von meinem üblichen Beuteschema ab und kaufte immerhin hell. Und rot (ein simpler uni Jersey, der sich gerade in der Waschmaschine dreht)
Hier die bereits gewaschenen Schätzchen: Das obere ist ein wunderbar leichter, aber blickdichter Stoff mit Seidenanteil. Da Floh sich u.a. gerade mit dem Füttern von Röcken beschäftigt, brachte sie mich auf die geniale Idee, diesen Punktestoff als Futter für Sommerröcke zu nehmen. Super!
Darunter 2 unbunte Jerseys. (spontan würde ich den ganz unten zu einem Nachthemd, den darüber zu einem Shirt verarbeiten)
Nach einer halben Runde Marktbummel waren wir bereits schockgefrostet, beendeten die Runde aber ganz tapfer. Und genossen anschließend die Heißgetränke und das angeregte Plaudern umso mehr. Dabei durfte ich Dodos unglaubliche Heidijacke, eigentlich eine Heidi-Hoschek-Jacke oder noch besser: die überoptimale Hoschekjacke schlechthin bewundern. Schaust du hier.

Nach einem lustigen und langen bloggerinnen-Samstagabend gab es dann am Sonntag das Nähkränzchen über den verschneiten Dächern Kreuzbergs. Trotz zwei kurzfristiger Absagen waren wir immer noch eine stattliche und überwiegend fleißige Runde. Juli bloggte live und paralell waren auch über twitter Kränzchen und tapfere Alleinnäherinnen aus allen Himmelsrichtungen zugeschaltet. Ich möchte hier an unsere voll neidisch-hysterischen Blicke erinnern, als die Erdbeertorte vom Ruhrkränzchen in voller Schönheit auf Julis Display auftauchte....Wer gerade fastet, sollte hier beser nicht hingucken.
Wie schade, dass wir alle so weit voneinander entfernt wohnen.

Die Näh-Ausbeute scheint überall gut, sogar der heikle Stoff mit dem Loch aus dem Pott wurde bezwungen, siebenhundertsachen hat ein neues Knotenkleid., Monikas Koffer wurde zwar nicht voller, dafür aber ihr Schrank. Anicks Suit jacket sieht sehr vielversprechend aus (und ihr Backwerk wohl auch!). Madamsel hat es dann nochmal raus in die Kälte auf den Stoffmarkt gezogen.
Bei uns wurden diesmal sogar mehrere wunderschöne Sachen komplett fertiggestellt: Ninas Burda-Falten-Rock, L.s Shirt mit Kräuselpartie (aus der CUT) und sogar Lottis aufwändige Paspelbluse mit Knöpfen und allem Pipapo. Und von K. habe ich gelernt, dass man bei onion 2012, welches mich ja schon in den Wahnsinn getrieben hat, die Ärmel samt Armellochpartie vom onion-Knotenkleid übernehmen und somit einen Großteil der Passformprobleme lösen kann. Gute Idee, an der Schulter werden dadurch nämlich etliche cm abgeschnitten und die Teilungsnaht zwishen Ober- und Unterteil rutscht damit automatisch endlich auf Empirehöhe!!

Und noch eine Erkenntnis: Ich brauche dringend einen leichten Frühlingsmantel! Cat und Lucy machten es vor und ich fange an zu sabbern.. Und weil ich so ein elender Lemming bin, natürlich am liebsten einen aus Popeline....


Ich habe mein Heidijackenzubehörkleid genäht. Mit Paspeln!! Das war eine stolze Premiere und nur möglich, weil Lotti Unmengen weißen Paspelbandes und ebenso viel Paspelerfahrung bei sich hatte und mit mir teilte. Vielen Dank, Lotti!

Wenn mir jemand diese Woche Zeit schenken will- her damit. Dann könnte ich das Kleid und die Heidijacke termingerecht bis zum großen Heiditreffen in Frankfurt am nächsten Montag fertig bekommen.
Und wenn ich noch einen Wunsch frei hätte, dann diesen: Ich möchte gerne Heidifotos draußen ohne Schnee machen- bitte!!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Die Nähkränzchenvorbereitungen ..

....für das erste Kränzchen des Jahres -diesmal sogar mit Gaststar Frau Kirsche-  laufen auf Hochtouren.
 

Bluse aus gemustertem roten Jersey?

Ich hab ja nicht viel rote Kleidung, eigentlich nur rote Stiefel....
Irgendwann soll es auch mal ein rotes Kleid werden. Aber ich sollte besser gemach anfangen und mich dem Ganzkörper-Rot langsam annähern. Vielleicht nach der Bluse dann einen passenden roten Rock???

Dienstag, 20. November 2012

Hallo-Berlin-Treffen Tag3

Melleni hat das Wochenende in ihrem zusammenfassenden post ganz wunderbar auf den Punkt bzw. auf ein Wort gebracht: Wertschätzung. Wie treffend!
Bei mir reicht es -selbst nach einem entspannenden warmen Wannenbad, ausreichend Stunden ohne Reden und einem ganzen Tag voller Alltag- immer noch kaum zu mehr als zu diesem Wort:
PLATT.
Ich war und bin immer noch platt.


Platt und dankbar, dass es so viele tolle Frauen (fast 70!!) zum Treffen nach Berlin geschafft haben.
Platt, wie vertraut man sich mit Gleichgesinnten fühlen kann, mit denen man bislang nur virtuell in Kontakt stand.
Platt, wie enttäuschend unprofessionell das Treffen am Sonntag begann und wie sich letztlich (hoffentlich!!) niemand davon den Spaß hat verderben lassen.
Platt von der Vielfalt all der schönen selbstgemachten Kleider, Klamotten und Accessoires, die teilweise extra für dieses Ereignis hergestellt wurden. Und ich habe mir nicht alle Schnitte und Details ansschauen können.
Platt vom Reden und Austauschen. Von der Fülle und Vielfalt der Gespräche
Platt vom Spaß, den ich hatte. Vom vielen Lachen. Von lustigen Frauen, die bei der richtigen Zimmernummer im falschen Hotel klopften.
Platt von der Tatsache, dass es so viel verschiedene Qualitäten von Romanit gibt und ich jetzt so viel mehr darüber weiß und trotzdem nicht weniger unsicher bin.
Platt, dass anscheinend niemand aufgepasst hat, wo die  „Notausgängen“ sind. (ein insider!)
Platt, was alles für schöne und interessante Exponate mitgebracht wurden, die ich mir gar nicht alle richtig angucken konnte.
Platt und traurig, dass Frau Kirsche nicht dabei sein konnte.
Und platt von einem überrraschenden und wunderschönen Geschenk. Danke Suschna!

Sonntag, 18. November 2012

Hallo-Berlin-Treffen Tag2


Beim Hallo-Berlin-Programmpunkt am gestrigen zweiten Tag -ein gepflegtes Abendessen im Restaurant "3 Schwestern" am Mariannenplatz- konnten die neu geknüpften Bande gleich weiter vertieft, Gespräche und Fachsimpeleien fortgesetzt und noch weitere neue Mädels in der Runde begrüßt werden. 
Dank Catherines Ausführungen wissen wir, dass Lutterloh für die elegante Frau anläßlich von Gesellschaften Kleider empfieht "in schwarz oder weiß aber auch bunte Stoffe, einfarbig oder apart gemustert, in spielerischer Verarbeitung die elegante Linie betonend."
Jawoll:
"Die Farbe muss bei Abendlicht richtig wirken und zu der Haarfarbe und zu der Trägerin selbst wirken."
Jawoll:
(Haar-)Schmuck, Accessoires und hübsche Namensschildchen* verleihen dem Kleid die passende Eleganz. 
Jawoll:

Wir haben das leckere Essen natürlich sitzend eingenommen. Aber so blieben mir leider auch manche der 42 schönen Kleider hinter dem Tischtuch verborgen. Stattdessen konnte ich die Wintermäntel der vorbeilaufenden Raucherinnen gut und lautstark bewundern sowie die Paspeln und den Saum von Chrissy s tollem Probemantel begutachten.
PittiFours hat für mich eindeutig den Gute-Laune-Preis des Hallo-Berlin-Treffens verdient,statt Marktbesuch stand sie gestern kurz vor Berlin ewig im Stau und strahlte trotzdem...

Da Zeit, die man in so überaus netter Gesellschaft verbringt auch immer so schreklich schnell verrinnt, blieben mir -wie immer- viel zu viele Gespräche unbeendet, viel zu viele Details unbegutachtet  Plötzlich brechen die ersten auf.  Frau Knopf und Frau siebenhundertsachen, wir hatten doch noch gar keinen Kontakt gehabt! Und die andere Landschaftsplanerin habe ich auch nicht gefunden....

Und wie immer habe ich mich später geärgert, denn hätte ich selber weniger geredet, hätte ich bestimmt mehr Interessantes von den anderen mitbekommen...

Unsere Gruppe überaus gut gekleideter Damen wurde kontinuierlich kleiner bis am Schluß der harte Kern -trotz anhaltendem (Flüssig-)Verzehr- ganz höflich gebeten wurde, sich auf den Heimweg zu machen. Ein letztes Pläuschchen vor der Tür und dann fuhren Frau bunte Kleider und ich wie selbstverständlich gemeinam mit Fahrrädern durch die novemberkalte Kreuzberger ̶Na̶̶h̶̶t̶  Nacht. Dabei haben wir uns am Freitag zum ersten Mal gesehen....


* Nochmal vielen Dank, Victoria!

Samstag, 17. November 2012

Hallo-Berlin-Treffen Tag1

Uff! Große Erleichterung, alle Aufregung war komplett umsonst.
Der erste Programmpunkt - gestern Nachmittag das Treffen am Maybachufermarkt- mit den bereits angereisten bzw. einigen der ortsansässigen Hallo-Berlin-Teilnehmerinnen war ein einziger Spaß.

Der Morgennnebel hatte sich glücklicherweise schon mittags so weit verzogen, dass wir nicht aus Sorge, uns am oder im Landwehrkanal zu verlieren, unsere schönen Outfits durch Sicherheitswesten verunstalten mußten.
Gleichzeitig war der Menschenandrang auf dem Markt erfreulich überschaubar. So reichten uns 25 Teilnehmerinnen bunte Ansteckerli als geheimes Wiedererkennunsgzeichen völlig aus, die "Reiseleiterinnen" waren außerdem zusätzlich an den wunderschönen, von Dodo überreichten Rosen zu erkennen. Danke für diese Aufmerksamkeit!

 Mein einziges Foto vom gemeinsamen Marktbesuch

Das Sich-am-Treffpunkt-Finden war wie immer total problemlos: Man ist sich so seltsam vertraut und erkennt sich an bestimmten Kleidungsstücken sowieso auf Anhieb.

Trotz Kälte und Aufregung raschelten bald die ersten orangen Plastiktüten mit Stoffschnäppchen. Günstige Thermoleggings wurden begtachtet und für kaufwürdig befunden. Catherine entdeckte einen Kruschtelstand mit herrlich kitschigem Kopfschmuck. Wäre das nicht was für Samstagabend? Ja natürlich, wann denn sonst hat man dazu eine Gelegenheit?

Bei den Temperaturen um 2° war eine Marktrunde dann auch lang genug. Schnelles Aufwärmen war dringend nötig bei Kaffee, Ovomaltine und Kuchen. Und obwohl so manche früh aufgestandenen Füße gar nicht mehr warm werden wollten, ergaben sich in unserer so seltsam vertrauten Runde sofort viele angeregte Gespräche. Der dort bereits in einer Ecke sitzendende Herr hatte vermutlich seinen Nachmittag des Jahres und ist nun eingeweiht in sämtliche Näherinnen-Geheimnisse,z.B. wie man Strumpfhosen passend schneiden kann, wo diese überhaupt überall zwicken können, wie man Ärmel und Oberweiten anpassen kann und wie kleine ̶a̶̶l̶̶b̶̶e̶̶r̶̶n̶̶e̶ stylische Federbüschel, als Fascinator getragen, aus jeder Frau einen eleganten Vamp machen können.

Mädels, ich freu mich so, Euch heute abend wieder zu sehen. Und bin voller Vorfreude auf all die anderen "neuen" Gesichter heute abend.
Und falls ich das mit den Haaren irgendwie hinkriege, könnt ihr mich an meinem Kopfputz erkennen:



Und wer in Berlin ist und Interesse an echten und hochwerigen Fascinators und Hüten hat, der sollte unbedingt bei Fiona Bennett in der Potsdamer Str 81 vorbeischauen.

Freitag, 28. September 2012

MittwochsMaschen

Der Herbst kommt mit großen Schritten anmarschiert, die Blätter fallen und es wird jeden Tag ein bißchen früher dunkel. Die Zeit der lauen Abende auf Terasse oder vor dem Cafe sind für dieses Jahr endgültig vorbei.
(Zum  leidigen Thema Heizpilz mag ich nicht mehr als einfach nur Nein sagen) 
Lucys Aufruf zum gemeinsamen abendlichen Stricken, MittwochsMasche genannt, kam also genau zum richitgen Zeitpunkt. Ein freundlich gemütliches WohnzimmerCafe in Alt-Treptow, nette Mitstrickerinnen, anregendes Plaudern und Sich-Kennenlernen sowie kurzweilige Kommentare von der Doppelkopf-Herrenrunde am Nachbartisch machen Lust auf viele weitere gemütlich-wollige Herbstabende.
Beim nächsten Treffen am Mittwoch, 10.10. bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Nina, ich hoffe, dass du auch wieder kommst.
Die Maschen waren eindeutig mit uns!