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Mittwoch, 7. Oktober 2015

MMM 30/2015 Sturmfest in bewährten Schnitten

Gestern hatte ich beruflich auf Rügen zu tun. Und habe mir den Nachmittag nach der Bausitzung frei genommen, um mich am Strand einmal wieder richtig gut durchpusten zu lassen.
Ich brauchte also Kleidung, die halbwegs seriös, baustellentauglich und für den Strand geeignet , dabei bequem und kuschelig für die zugige Bahnfahrt ist.
Gerade habe ich eine kleine Serie an Esme Strickmänteln runtergerattert vollendet (von denen schon zwei in den Tochterschrank übergesiedelt sind) und habe einen der bei mir verbliebenen mitgenommen. Er ist aus zimtbraunem Wollstrick vom Maybachufer (und diesmal auch mit echter Wolle!). So ein Strickmantel ist bequem, wärmt und deckt einen im Zug zu. Und bei Sturm auf der Seebrücke lässt er sich auch zum Schal (als Ergänzung zu einem Kaufmantel) umfunktionieren. Und nicht zuletzt: Ich habe sogar passende Handschuhe....





Aus Stoffmangelgründen habe ich diesem Esme aufgesetzte (und kunstvoll zusammengestückelte) Taschen verpasst.
Hier kann sicher nur die versierte Esmenäherin etwas erkennen...
Zu diesem Strickmantel trage ich zwei bewährte Klassikerschnitte: Einen viele Jahre alten Norma-Rock (ottobre 5/2010). Er ist aus einem mitteldicken Wollstoff, den ich mal aus Barcelona mitgebracht hatte, um daraus ein Kleinemädchenkleid zu nähen. Das kleine Mädchen wurde aber zu schnell zu groß für die Stoffmenge, so dass ich dann damals einen Rock für mich draus nähte. Ich habe ein leicht gespaltenes Verhältnis zu diesem Stoff, er hat so einen desigualtouch, der eigentlich nicht meinem Beuteschema entspricht. Aber er lässt sich ganz wunderbar mit schlichten schwarzen Shirts (mein Standardsschnitt ist Punjab von Schnittquelle) kombinieren.




Und falls ihr euch wundert, warum ich im Sturm am Strand nicht erfriere- keine Sorge, ich hatte natürlich noch einen Kaufmantel dabei. Und war für diese Selbstauslöserfotos viel in Bewegung:
 Auf dem MMM-Blog lädt uns heute wieder Katharina zum allwöchentlichen Schaulaufen mit Selbstgenähtem ein. Sie zeigt ein Kleid nach einem altbewährten Schnitt und beweist dadurch auch, wie glücklich man mit bewährten Schnitten sein kann.



Strickmantelschnitt: Esme von sewaholic.

Mittwoch, 26. November 2014

MMM 28/14 Der neueste Winterwollnorma

Schnittechnisch trage ich heute wieder ganz stur Altbewährtes: Norma, der Rock und Punjab als Shirt.
Meinen ersten Normarock (ottobre 5/2010) zeigte ich hier im März 2012 und seitdem ist er ein regelmäßiger Lieblingsschnitt .
Da ich den einfach ausgestellten, bequemen und radfahrtauglichen Rockschnitt einfach sehr schätze, habe ich ihn auch für diesen herrlichen Wollstoff genommen und mir gleich noch ein passendes Shirt dazu genäht.

Um das Muster nicht zerschneiden zu müssen, habe ich diesmal das hintere Rockteil im Stoffbruch zugeschnitten und den Reißverschluss in die Seitennaht verlegt. (Hier auf diesem Selbstauslöser-Outtake ist die unzerschnittene Rückseite sehr schön zu erkennen)

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen.....tausendmal habe ich diesen Rockschnitt schon genähpriesen. Und es geht immer noch einer!
Allerwunderbarste Wollstoffstoffqualität, Glücksfund vom Maybachufer
leuchtend orange abgefüttert
Auf dem MMM-Blog lädt uns heute Anni von Handmade with love in einem kuscheligen Kapuzenhoodie zum bunten Selbermacherreigen ein. Ich freue mich wieder sehr über die große Vielfalt an Selbstgemachtem.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Stilvoll Überwintern

Ich hatte es ja bereits beim MMM-special "Lieblingsstück 2013" kundgetan: Mein Balkonmantel ist mir zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden. Unvorstellbar, wie ich jemals ohne ein solches Kleinod auskommen konnte.
Nun gibt es seit kurzem einen ebenso prächtigen Zweitmantel.


Was bisher geschah:
Kurz vor Weihnachten bot mir Christine von stoffe.de überraschenderweise als Weihnachtsgeschenk ein Stück ihrer Qualität Tula Cotton Line an. Außerdem durfte ich mir noch einen weiteren Stoff aus dem Sortiment aussuchen .Nochmal vielen Dank!
Da zu diesem Zeitpunkt in meiner Wahrnehmung die WKSA-Zeichen auf Samtkleid standen, fiel meine Wahl auf diesen herrlichen Blumensamt.


Nachdem ich den Stoff in den Händen hielt, verwarf ich meine Ursprungsidee, ein simples Hängerkleidchen daraus zu nähen, allerdings sofort. Der Stoff ist viel zu schön, kuschelig und wertvoll, um als evtl. unbequemes Webstoffkleid zu enden. (Hört man hier einen gewissen Webstoffkleiderfrust heraus? Richtig erkannt!) Dieser Stoff brauchte unbedingt ein langlebigeres Projekt.
Da auch bei meinem nachweihnachtlichen Nähkränzchen die Idee eines blumensamtenen Hausmantels gutgeheißen wurde, nahm ich wieder den Schnitt aus der Kinderottobre 6/2011 zur Hand:


Da ich nur 1,50m von dem tollen Samt hatte (allerdings mit etwas mehr als 1,40m Breite), musste ich die vorderen unteren Ecken (die aber sowieso immer die etwas unschöne Tendenz haben, unten zipfelig rauszugucken) etwas reduzieren indem ich beim Auflegen der Schnitteile soviel wie nötig weggefaltet habe.


Die Wahl des Futterstoffs wurde mir leicht gemacht, denn meine Mutter hat mir vor kurzem einen Packen mit allerfeinster Thaiseide übergeben.

Mein Vater hatte ihr, solange ich denken kann, von seinen Geschäftsreisen immer wunderschöne Stoffe und Seiden aus aller Welt mitgebracht. Und so lebte ich als Kind lange Zeit in dem Glauben, dass es der Normalzustand ist, dass Männer Stoffe mitbringen.
Diese Seidenstoffe sind von Jim Thompson aus Bangkok.  Da ich selber noch nie dort war, kann ich weder zu den Shops noch zu dem Designer/Unternehmer Jim Thompson näheres sagen. (Wikipedia weiß mehr). Ich könnte aber über die Griffigkeit dieser Stoffe ins Schwärmen geraten.
Das Design der Stoffe ist jetzt nicht mein Beuteschema, aber als Futter für einen mondänen Blumensamtmantel genau richtig. So kommen zwei tolle Qualitäten aufeinander, die beide weder gefusselt haben noch sonst irgendwie schwierig in der Verarbeitung waren.

Beim Verstürzen der Ärmel

Während man den Samt problemlos in der Maschine waschen kann, soll die Seide gereinigt oder durch lauwarmes Wasser gezogen werden.

Das lässt sich machen, meinen anderen Balkonmantel wasche ich auch von Hand.



Aufhänger NICHT vergessen.

Die Blenden sind aus einem tollen Baumwollstoff, den Nastjusha in Grün und zu einer schützenden D&G Hemdbluse verarbeitet hat.

Muss ich erwähnen, dass ich diesen Mantel liebe? Dass ich praktisch darin lebe, wann immer es möglich ist?
Das einzige Problem ist die Terminologie für diesen Hausmantel. Da mein erstes Modell sich als "Balkonmantel" so wunderbar in mein Leben eingefügt hat, stand es für mich gar nicht weiter in Frage, dass dies hier die Wintervariante ist.
Als ich mich der versammelten Familie allerdings das erste Mal in diesem Prachtstück präsentierte und auf die Frage "Was ist das?" mit "Mein neuer Winter-Balkonmantel" antwortete, erntete ich verstörte Gesichter. "Mama, was willst du denn im Winter auf dem Balkon machen????"

Tja, das frage ich mich seitdem auch immer. ...


Mittwoch, 6. November 2013

MMM 25/13 : live von der Baustelle

Heute gehts mal richtig rein in den Alltag: Baubesprechung auf einer Großbaustelle.
Vorschriftsmäßig mit Helm und Sicherheitsweste (die entsprechenden Stahlkappenschuhe vermogel ich gerne!!)

Und - das hier ist ja ein MMM-Beitrag- untendrunter bin ich natürlich MeMade:


Als Schmartfonneuling ist das mit den Handyfotos alles noch recht aufregend, aber leider qualitativ auch oft recht unbefriedigend. Außerdem habe ich irgendwie immer eine Hand oder mindestens einen Finger im Weg.
Darüber hinaus scheint es auf den Fotos staubiger als es hier in echt ist.


Mein Rock ist eine super baustellentaugliche Jeanshosenalternative.
Er ist schlicht, gemäßigt seriös und trotzdem nicht ganz banal. Außerdem ziemlich staub- und schmutzunempfindlich.
Rock-Schnitt: Norma.   (hier schon einmal im Alltagstest gezeigt)
Shirt aus schwarzem Jersey nach selbstgebasteltem Standardschnitt

Und weil ich hier unter höchster persönlicher Peinlichkeitsgefahr geknipst habe, zeige ich noch eins:

Und jezt ab auf den MMM-blog, wo uns eben Julia in einem staubfreien schicken Kleid begrüßt.

Montag, 22. Juli 2013

Sommerkombination (1)

Während ich den letzten Sommer fast ausschließlich in Jerseykleidern verbracht habe, sind mir diesen Sommer einige bunte und sogar helle Röcke passiert.

Was bisher geschah:
Nicht ganz unschuldig an der sommerlichen Rockmanie war sicher die (Wieder-)Entdeckung des billigen Zwillings vom Maybachufermarkt: der Wochenmarkt am Hinterausgang des S-Bahnhofs Yorckstr (Großgörschenstr/Crellestr).
Und dort im Besonderen mein neuer Lieblingsstoffhändler, der eine nette Auswahl an hübschen Baumwollwebstoffen von guter Qualität für 2,-, 3,- und 4,-€ hat.

Wir sind gut befreundet seit ich ihn vor ein paar Monaten bat, sich den Zitronen-Mingvasen-Stoff anzuhalten (den er offenbar mehr als scheußlich fand). Und ich ewig hin- und herüberlegte, zetaufwändig zauderte und den Stoff damals (erstmal) dann doch nicht nahm.


Später habe ich ihm dann allerdings (nicht nur für mich) Stück für Stück seinen ganzen Restballen abgenommen.
Gleichzeitig entdeckte ich bei jedem Besuch weitere schöne bunte Stoffe, zu denen ich mich mit zunehmendem Sonnenschein stärker hingezogen fühlte. Allover als Kleid für mich meist zu bunt und hell aber als Rock absolut vorstellbar.

So entstanden neben einem Sommernachthemd mit eingebauter ipod-Tasche (so etwas kann man bestimmt nicht kaufen!) auch verschiedene helle Sommerröcke.

Die Röcke nähte ich größtenteils nach bekannten und bewährten Schnitten und auch immer mehrere paralell. Hier der erste Schwung:


Als die ersten Röcke fertig wurden war das Wetter noch nicht so warm: passende Strickoberteile gab es in meinem Schrank.
 Schnitt Norma, orangefarbener Baumwollleinen von Stoff+Stil
Schnitt Freya, Stoff vom Markt

Mit Einsetzen des Sommers kam dann aber das böse Erwachen: Keine passenden hellen (!) Sommeroberteile. Glücklich diejenigen, die einfach weiße T-Shirts anziehen können und gut ist. Leider stehen mir solche nicht!

Also habe ich mich mit den Thema auseinandergesetzt, einen schönen Blümchenjersey passend zum orangen Rock gekauft und -ein viele Sommer lang heiß geliebtes Jerseyblüschen vor Augen- einen Jerseyblusenschnitt gebastelt.
Grundlage für Vorder- und Rückenteil war mein T-shirt-Basisschnitt, ergänzt mit einer fake-Knopfblende . (Ist ja leichter Jersey und muss nicht geknöpft werden. Und in das dehnbare Material Knopflöcher einzunähen musste jetzt auch nicht sein.)
Schulterpartie, Kragen und Ärmel sind vom (hier bereits gezeigten) Hemdblusenkleid.
Die Paspel ist neonorange und elastisch. (gekauft in der Stoffecke von modulor)
Gerne hätte ich auch orangefarbene Knöpfe angenäht und habe sogar einen Versuch gestartet, Knöpfe mit (Tochter-)Nagellack zu bemalen:
Das war wohl nix!

Und herausgekommen ist das hier:
Garniert mit einer tollen Häkelansteckblume von Monika

Zusammen mit Rock und Gürtel (und beigen Knöpfen):

Gestern in farblich passender Umgebung getragen:


Und hier noch die obligatorische Innenansicht: das gepunktete Futter ist Seide vom Maybachufermarkt und trägt sich herrlich!

Weiter Kombinationen werden folgen......

Donnerstag, 18. Juli 2013

Bombshell Bade..

Es bombshellt auch bei mir.
Ich gebe zu, all die tollen Bombshell Badeanzüge machen mich total neidisch, aber sowas von neidsich. Grmpfff!
Statt meinen trägen hochsommerlichen slowmotion-Modus aufzugeben und mich an völlig neue Materialien heranzuwagen, habe ich beschlossen, dass ich einfach mit schnödem Webstoff einen auf Bombshell mache. So!! Ätsch und basta!

Und deshalb präsentiere ich hier und heute mein BOMBSHELL-Teil: meinen BOMBSHELL BADEmantel
Da es sich hierbei -von der Nutzungsabsicht her- jedoch weniger um ein BADEutensil sondern vielmehr um ein frühmorgendliches Balkonaccessoire handeln dürfte, nenne ich ihn besser meinen Bombshell-Balkonmantel.  (Aber ganz klar: Für den angemessenen Auftritt fehlt jetzt natürlich ein englischer Rosengarten.....)

Die Verteilung der üppigen New Dawn-Rosen folgte ganz bewusst dem Zufallsprinzip. ;))

Wenn man ins Innere schaut oder einfach reinschlüpft, erkennt und erlebt man das herrliche Seidenfutter in bombig-Pink:


Mein Internet-Blogger-Glück war diese Woche auch offline mal wieder perfekt:
Statt mit Lycra, swimwear-elastic oder polyester thraed kämpfen zu müssen (hört man meinen Neid raus?), habe ich wunderbar entspannte Sommertage zuhause und in der feriengrprägten, ruhigen Stadt verbracht. Wenn man die Kinder urlaubsreisemäßig gut (weg)organisiert, kann man erstaunt feststellen, dass ein Kind fast kein Kind ist. Und man nur einen Bruchteil der sonst üblichen Nahrungsmengen besorgen und ins Haus schleppen muss.
Flexibel konnte ich mich mit der sympathischen Yvonne auf ein mittägliches Kaffeepläuschchen treffen. Wir haben gefachsimpelt und gequatscht bis die Kellner uns spät nachts baten, doch bitte endlich nach Hause zu gehen.
Ich bin ganz unaufwändig mit der Nähmaschine raus zu Floh gefahren, um gemeinsamen zu nähen, Strickwerke bestaunen, quatschen und das kinderfreie Leben zu preisen. Ich habe mich dort auch über einen Besuch von Suschna freuen dürfen, die auf ein Scone und ein wunderbares Gespräch vorbeikam.

Zurück zum Balkonmantel:
Der Schnitt ist aus einer Kinder-ottobre (6/ 2011, in der Größe 170) und wunderbar simpel zu nähen: