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Mittwoch, 24. September 2014

MMM 22/14: Es geht gülden weiter

Es ist so, wie es ist: Meine in den letzten Monaten genähte Sommergarderobe konnte mangels Sonnenwetter dieses Jahr nicht gebührend ausgeführt werden. Deshalb versuche ich jetzt, noch zu tragen was geht.
Meine Frühlingsstrickjacke erweist sich dabei-wie auch schon letzte Woche zu sehen- immer mehr als Superbasic. Ich denke schon ernsthaft darüber nach, dieses Baumwollteil mit einem gleichfarbenen, langärmeligen Wolljäckchen zu klonen.
Heute trage ich es zu einem dünnen Sommerkleid, welches wiederum zum Glück durch ein Unterkleid noch etwas herbsttauglich gemacht werden kann.
Die Zeit der unscharfen Fotos hat wieder begonnen...


Genäht hatte ich die rechte Oberteilvariante von Vogue 8577, ergänzt durch ein in Falten gelegtes Rockteil nach McCalls 6696. Das gleiche Prinzip wie bei meinem Palmenkleid, denn mein heutiges Kleid war ursprünglich das Probekleid für das Palmenkleid.
(Ansonsten hätte der schöne Klappkragen wohl auch eine blaue Paspel verpasst bekommen)

Den dünnen, royal-beige-rost-gelben Bumwollstoff hatte ich bei einer launigen Ufermarktrunde gemeinsam mit Frau Drehumdiebolzeningenieur gekauft, später fand ich ihn dann irgendwie aber doch nicht so "meins" und habe mehrere Versuche unternommen, ihn loszuwerden. Aber keiner wollte ihn haben....Also landete er als Probestoff wieder im Lager. Und kaum war er zugeschntten und die ersten Nähte zusammengesetzt, war ich nur noch froh, dass der Stoff bei mir geblieben ist. Er trägt sich nämlich ganz wunderbar angenehm und luftig,  Und die Farben sind klasse und stehen mir unerwartet gut.


Im Sommer hätte ich sogar verschiedene passende Schuhe zum Kleid gehabt, wenn ich denn nur ausreichend Sommertage zur Verfügung gehabt hätte. Nun im Herbst fällt mir das Stylen etwas schwerer, aber die dunkelcognacfarbenen Stiefel und das zimtene Jäckchen passen immerhin relativ gut zusammen.

Das leidige Webstoff-Ärmelproblem habe ich bei diesem Kleid überhaupt nicht, ich kann meine Arme problemlos und schmerzfrei in alle Richtungen (bis auf ganz nach oben)  bewegen. Ich denke, das liegt weniger am Schnitt als vielmehr an dem tollen Stoff, der zwar keinen Stretchanteil hat aber leicht nachgibt. (Wenn er nur etwas weniger knittern würde....aber man kann eben nicht alles haben.)
Da ich aber auf jeden Fall noch eine Herbst-/Wintervariante nach Vogue 8577 nähen werde -vielleicht auch mit dem Originalrock und Taschen- werde ich es herausfinden.



Kurze Anmerkung zum Schnitt Vogue 8577: Neben einer Kürzung des vorderen Oberteils, habe ich auch die Schulterfalten aus Passformverbesserungsgründen etwas nach innen zur Körpermitte hin verlegen müssen. Dadurch verschwinden sie jetzt komplett unter dem Kragen.

Was heute sonst noch so an Selbstgemachtem getragen wird, kann man wie immer mttwochs auf dem MMM-Blog sehen. Heute lädt uns Caudia in einem absolut umwerfenden Geburtstagsoutfit ein.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

MMM 24/13: Comeback für ein älteres Burdakleid

Bei dem wunderbar herbstlichen Wetter da draußen, trage ich derzeit immer wieder gerne ein längere Zeit in Vergessenheit geratenes Kleid. Ich hatte es 2011 bei einem Nähkränzchen genäht und auch hier schon mal gezeigt. Ich mochte es immer, weil der Stoff unglaublich angenehm ist und es auch unter dem dicksten Klamottenstapel knitterfrei wieder hervorgezogen werden kann. Aber richtig gute Freunde waren wir nie.
Seit ich aber meinen Petticoat immer mehr in den Alltag integriere, bekam dieses Kleid ein kleines Comeback. Mit Gürtel und "Gerät" wird es plötzlich zu einem bequemen und kombifreudigen Basisteil.
Freundliches Schwarz lässt sich nämlich mit fast all meinen kürzeren Strickjacken kombinieren.


Noch sind die Temperaturen ausreichend warm für ärmellos mit Strickjacke. Ob das Kleid mit einem Shirt darunter auch noch angenehm ist, habe ich noch nicht ausprobiert.

Das Besondere an dem Kleid sind die beiden gekreuzten Nähte über der Brust:



Die Strickjacke habe ich -schon zweimal- nach einer rebecca-Anleitung gestrickt, hier der post dazu
Da die Wolle für die Jacke damals nicht reichte, musste ich Knäule nachbestellen. Dadurch ergab sich ein Farbunterschied zwischen Jackenkörper und zweitem Ärmel. Der Unterschied ist bei Tageslicht kaum, bei Kunstlicht aber schon recht deutlich sichtbar. In den Kommentaren zum damaligen post bekam ich u.a. den Tipp, dass man Wolle mit Tee überfärben könne.

Das hatte ich an einem Probestück mal flott ausprobiert:

Bewußt habe ich das Strickstück nur einseitig in den Tee gehängt.
Nicht schön, sondern einfach nur fleckig
Das Ergebnis überzeugte mich so wenig, dass ich seitdem beschlosssen habe, dass dies nun einfach eine Tagesstrickjacke ist. Gut ist!

So, und jetzt mach ich die Jacke zu und guck hier mal, was die anderen MemadeMittwoch-Teilnehmerinnen sich alles Schönes selbstgemacht haben. Frau Kirsche lädt heute in einem umwerfend schönen Blumenkleid ein.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

MMM 23/13

Heute begrüße ich ganz herbstlich mit Regenschirm den bunten Selbermacherinnen-Reigen auf dem MMM-Blog.
Noch mal kurz gezuppelt:

Sitzt die Miette-Strickjacke richtig?



Probedreh: Funktioniert der Petticoat?

Die alberne Lieblingsmädchenclutch geschnappt.


Und rüber zum MMM-Blog gerannt:

Dort zeige ich heute als Gastgeberin meinen karierten warmen Tellerrock und bin gespannt, wen ich heute dort (unter meinem Schirm?) begrüßen darf.....


Samstag, 6. Juli 2013

Rumgenähe

Beim Umschichten meines UFO-Lagers fand ich demletzt ein angefangenes Jerseykleid. An den Stoff konnte ich mich noch erinnern, an die Schnittquelle weniger. Muss irgendein Wickelkleid aus irgendeiner Knip gewesen sein.

Ohne mich lange mit der Frage nach dem Warum und Woher zu beschäftigen habe ich begonnen die teilweise schon zusammengenähten Teile weiter zu verarbeiten und den Ausschnitt mit schwarzen Jerseystreifen einzufassen. Und dann das hier, so ein Mist:


Das Stoffmuster ist nicht ganz gleichmäßig, ein paar helle wechseln sich mit vielen dunklen Stellen ab. Und ausgerechnet beide Rockteile - also tatsächlich vorne UND hinten- hatten genau auf Höhe meiner Plautze eine helle Musterstelle. So würde ich das niemals tragen.....

Da ich aber sowohl den Stoff mit den Stiefmütterchen mag als auch das Oberteil an sich, habe ich das Kleid kurzerhand wieder auseinandergenommen und mir stattdessen ein kurzes Wickeljäckchen "kreiert".


Ich liebe solche kleinen, kurzen und unkomplzierten Jäckchen, die man manchmal auch im Yogabedarf oder in Wäschegeschäften zu kaufen bekommt.

Die Verarbeitung der Ausschnittkante (und dann auch der unteren Saumkante) ist von innen keine Meisterleistung, war aber schnell und unkompliziert gemacht und deshalb zeige ich sie hier für alle Unerschrockenen:
Ich habe einen Jerseystreifen von rechts leicht gedehnt angenäht, nach innen umgeschlagen und dann von der rechten Seite aus im Nahtschatten abgesteppt.

Offenbar können sich auch textile Vorlieben vererben, denn meine Tochter mag kleine kurze Jäckchen ebenfalls sehr gern. Und da ihr dieses Jäckchen auch recht gut passte, habe ich den Schnitt des Oberteils ganz unkompliziert anpassen können und gleichzeitig die beiden  vorderen Wickelstücke verlängert.
So enstanden ratzfatz drei Teile für die Tochter-Urlaubsgarderobe:


Grün und Türkis sind feine Viscosejersey, das Schwarze ein ganz toller weicher Spitzenjersey.

Ich habe die vorderen und unteren Kanten jeweils doppelt eingeschlagen und mit dem dreigeteilten Zickzack abgesteppt. Am hinteren Halsausschnitt habe ich wegen der Rundung nur einmal eingeschlagen.



Alles kein Haute Couture, aber schnell und simpel gemacht.
Von dem herrlichen Spitzenstoff habe ich jetzt noch ein Reststück übrig und schwelge schon in Ideen, wie und wo ich das für mich einsetzen könnte.....


Dienstag, 26. März 2013

Späte Heidi

Uff, Glück gehabt! 
Kurz vor Ende der Party bei den Sesemanns trudel ich nun endlich auch noch ein.
Ich hätte wohl besser nicht den preisgünstigen Berliner Eselkarren für die Reise nach Frankfurt nehmen sollen, oder wenigstens den ICEE (Intercity-Eselexpress-) Zuschlag zahlen sollen.
Aber wer konnte ahnen, dass ich Esel hustend, fiebernd und kaltfüssig solch eine beschwerliche Reise durch Eis und Schnee vor mir haben würde.
Die Koffer waren eigentlich schon längst gepackt. Nur noch ein paar fehlende Kleinigkeiten, die ich normalerweise am Abend vor einer Reise locker noch nebenbei wegerledige. Aber mit meiner Matschbirne gelang gar nichts.
Es zog sich, der Kopf mochte nicht denken, die Arme schwer, die Füsse kalt. Der Traum vom Picknick auf einer blühenden, sonnigen Almwiese blieb bislang ein Traum:


Aber ich kann stolz vermelden: Jacke fertig, Kleid fertig, Schuhe gekauft !!
Auch wenn Jäckchen und Kleid nun letztendlich doch nicht so toll zusammenpassen.... der Kragen ist zu groß, die Rottöne unterschiedlich und überhaupt.... Vielleicht schenke ich der Jacke doch noch einen petrolgrünen Faltenrock.


Aber beide Teile werden einzeln ihren Weg mit mir durch meinen Alltag gehen, da bin ich mir ganz sicher. 

An der Jacke werde ich noch ein paar Musterergänzungen vornehmen, also ein paar Blumenteile in den Ecken nachsticken. Auch hängen innen immer noch ein paar lose Fäden, die noch nicht vernäht wurden.

Und das obwohl ich mit Steeks gearbeitet habe und demzufolge nur etwas 10% der losen 
Fäden nach der Originalanleitung hatte.


Liebe Susa, einen herzlichen Dank für das Infizieren mit dem Heidi-Virus und für die tolle Organisation des Projekts. das hat viel Spaß gemacht. Man schaue sich nur all die glücklichen März-Finalistinnen hier an.
Und auch wenn das mit den Frühling nichts mehr werden sollte, im Herbst treffen wir uns alle zum Almabtrieb und der Sache mit dem Skilehrer..... Ich freu mich!



Auf Wunsch ein Nachtrag: Das Kleid, an dem noch was fehlt ... Abnäher, Details, Taschen???
Und von dem ich jetzt gerade auch kein besseres Foto habe

Montag, 14. Januar 2013

Wir rufen Konrad Toenz...

im Aufahmestudio Zürich, um per Telefonfahndung im Heimatland von Heidi klären zu lassen, was Frauen am Rande der Menopause dazu bewegt, sich hoffnungslos in ein romantisch-heidieskes Strickjäckchen zu verlieben.
Ausgelöst wurde dieser seltsam anmutende kolllektive Hormonschub durch dieses zuckersüße Foto samt Anleitung in der aktellen rebecca:


Ist es der Wunsch nach heiler Welt, altersadäquatem Wanderurlaub in den Bergen und tumdarassa-Musik, nach "Balsam für die Seele"?
Oder kommt uns das alles vielmehr bekannt vor aus unseren Anfangsjahren des Strickens , als man im Schulunterricht so manchen Kilometer Wolle verarbeitet, sich mit "janine d." eingestäubt und der ersten großen Liebe einen Pulli aus der "nicole" gestrickt hatte.

Heft 2/1982 Quelle dawanda

Ein letztes, nahezu ungetragenes Zeugnis meiner damaligen Jaquardstrickerei hatte meine Mutter all die Jahre (bzw. ehrlicherweise Jahrzehnte) aufgehoben:


Das mit dem Muser dürfte also kein Problem sein. Die Wolle ist bereits bestellt.

Als lebenserfahrene Dame im besten Alter weiß ich mittlerweile (oder sollte es zumindest wissen), dass man nicht früh genug an die passenden Kombiteile denken kann. Ich dachte an einen petrolfarbenen Faltenrock, Zopfmusterkniestrümpfe und ... Kauf-Schuhe:

Quelle: zalando

Susa hat das rebecca-Foto als erste gezeigt und muss deshalb alle Heidijäkchenverrückten betreuen. Schaut mal hier, wer sich hat infizieren lassen.

Mittwoch, 28. November 2012

MMM 29/12: Vorturnen in grauem Strick

Heute findet ihr mich -ziemlich grau gestrickt- ganz an vorderster Front hier auf dem MMM-blog: Mit Strickstoffrock, Strickjacke und Häkelmütze...


Montag, 15. Oktober 2012

Miette die zweite- Ringel statt Löcher

Ein kleines DIY-highlight war dieses Jahr meine Strickjacke Miette. Ich hatte sie hier vorgestellt. Und Monika hat sie tapfer nachgestrickt. Gratulation nochmal!
Und auch einen Gruß an die Mitstrickerin Anne. Ich hoffe, du hast dich nicht unterkriegen lassen.


In den unendlichen Weiten meines Textillagers befand sich schon länger ein angefangener, aber dann beim Beginn des zweiten Ärmels doch für "irgendwie nicht gelungen" befundener Strickpulli. Kuscheliges Garn mit Farbverlauf. Mille colori- Tausend Farben in einem Knäuel, eigentlich nicht so mein Ding. Mit Effektgarnen habe ich es für mich persönich nicht so.
Aber diese Wolle hatte ich angefasst und mich in die 1000 Farben aus der Grau-Türkis-Blau-Farbpalette verliebt.
Der Miette-Erfolg bei den olympischen Spielen hatte mich beflügelt und ich brauchte gleich noch so ein Erfolgserlebnis. Die gleiche Jacke mit der gleichen tollen Papßform bitte gleich noch einmal bevor die Glückssträhne reißt.
Also habe ich mich nicht nur speziell mit dem amerikanischen Original-Strickmuster (also keine Strickschrift!)sondern auch mit Verlaufsgarn im Allgemeinen auseinandergesetzt. Denn mein "Probe"pulli zeigte klar, wie sich die vorgegebenen Farblängen bei Verlaufsgarn äußern. Die Musterstreifen werden natürlich unterschiedlich breit bei unterschiedlicher Breite des Strickstückes:
links der schmalere Ärmel, rechts Vorder- und Rückenteil

Das gefiel mir nicht so. Das wollte ich gleichmäßiger gestreift. Und das Lochmuster der Originalmiette wollte ich auch nicht mit den Streifen überlagern.
Also habe ich das Strickmuster übersetzt für eine Jacke ohne Lochmuster . Das war gar nicht so leicht, bzw. macht sich nicht mal so eben bei einem Gläschen Wein. Höchste Konzentration, welcher Umschlag gehört lediglich zum Muster, welcher dient gleichzeitig zur Maschenzunahme? All das, was Andi trickreich in die eine Richtung ausgetüftelt hat, habe ich wieder zurüchgedröselt.


Dieser geheimnisvolle Zettel wirf sicher nicht das allerbeste Licht auf mich. Und selbst ich verstehe meine Hieroglyphen nach knapp 2 Monaten selber nicht mehr. Aber erkennbar ist vielleicht, dass ich mir die Raglanstreifen markiert habe und die beidseitigen Zunahmen. Nach einigem Hin und Her ergab sich dann die Logik.....

Ich glaubte, an alles gedacht zu haben, aber hossa: Die Streifen verlaufen bei einer in Reihen hin und hergestrickten Jacke -im Gegensatz zu einem in Runden gestrickten Pulli natürlich nicht durchlaufend. Das habe ich zu meiner Schande erst bemerkt als ich schon ein gutes Stück gestrickt hatte....
Völlig symmetrisch würden die Musterstreifen natürlich sowieso nicht werden, ich wollte auch nicht mehr auftrennen und beschloss einen Teil der Jacke in Runden zu stricken, die ich später aufschneiden wollte.
Anleitungen zum Aufschneiden von Strick habe ich schon mehrfach im Netz gesehen, hier hat z.B. Ingrid ihren beherzten Schnitt gut und mutmachend bebildert.
Ich habe die aufzuschneidenden Maschen ebenfalls von Hand mit kleinen Stichen gesichert und dann die Schere angesetzt.
 Auch beim Anstricken des Bündchen hat das bombig gehalten.

Für die Ärmel habe ich mit jeweils 2 Knäulen gleichzeitg gearbeitet und immer wieder in unregelmäßigen Abständen zwischen diesen beiden Knäulen gewechselt, um schmalere Musterstreifen hinzubekommen.

Die Jacke strickte sich superschnell und ist schon ein Weilchen fertig, kommt aber jetzt gerade so richtig zum Einsatz:
Der Ausschnitt ist auch ein bißchen kleiner geworden als bei der Originalmiette. Ist einfach so passiert, aber passt gut und ich hätte es mit Absicht auch nicht besser hinkriegen können.