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Donnerstag, 6. Oktober 2016

Ran an die UFOs - Résumé September


Ich bin großer Fan von Yvonets UFO-Aktion und habe dank dieser auch im September wieder erfolgreich ein liegengebliebenes Objekt aus meinem UnFinished Object- aka UFO-Haufen abgebaut.
Und mit diesem vor ein paar Tagen endlich mal wieder Ninusch im wunderschönen Nähkontor besucht und bei der Gelegnehit auch gleich Tragefotos machen lassen.





Dieser Mantel könnte noch als UFO light durchgehen, da Projektbeginn und -kapitulation auf Anfang diesen Jahres datiert werden können. Es handelt sich um das Probeteil für meinen Nina-Kleidermanie-Nachmachemantel nach dem Schnitt 108A aus der Burda 1/2016.


Da der beige Stoff mit den chanelartig eingewebten braunen und grauen Sprenkseln zwar sehr schön aber leider auch etwas locker gewebt und dünn ist, hielt ich es damals im kalten Spätwinter für eine gute Idee, dem Oberstoff durch ein dünnes Steppfutter etwas mehr wärmende und windabweisende Eigenschaften zu verleihen. Vermutlich war das der entscheidende Fehler. Natürlich neben den etwas verdreht eingesetzten Futterärmeln dank nicht oder falsch übertragener Passzeichen.

Ich hatte sogar mal wieder eines meiner Label eingenäht ;((
Der Mantel war mit dem Futter zwar wärmer aber leider auch extrem seltsam, unbequem und hatte trotz in Falte gelegter Mehrweite im Rückenteil Querzüge unbekannter Herkunft an der vorderen Kante. Ich denke, dass die Vliesseite des Steppstoffes mit der locker-flauschigen Oberfläche des Oberstoffes absolut nichts anfangen konnte. Keinerlei Einheit bilden mochte.
Im März nähte ich dann den eigentlichen Mantel aus tollem Webpelz unter Beachtung der Passzeichen und hängte dieses beige Probeteil genervt zur Seite.

Nun gab ich dem Mantel kurz vor der Tonne (haha, hört sich so toll entschlossen an- in echt hätte ich den sicher noch jahrelang aufgehoben) noch eine Chance. Und zwar mit elastischem Futtermaterial. 

Ich fand das Futtermaterial zufällig vor kurzem -ihr vermutet es richitg-  auf dem Maybachufermarkt. Als günstigster Rest hing er an einer Standkonstruktion. Ineinanderveschlungene Heraldikmotive, Schlangen und Pferdegeschirr- mehr geht kaum....Ich musste mich erbarmen und dieses seltsame Kleinod kaufen, weil es bestimmt niemand sonst genommen hätte.


Ich habe also das Streppfutter von den Belegen abgetrennt und durch bunten Flutsch ersetzt. Die Ärmel bestehen aus normalem Futterstoff, das schien mir komfortabler für das An- und Ausziehen.


Meine Motoivation, den Mantel fertig zu nähen, hatte eher was mit UFO-Abbau zu tun, als mit dem Wunsch, diesen Mantel haben zu wollen. Und nun bin ich überrascht, wie gut mir der Mantel gefällt und wie schön er sich trägt.

Ich habe den Flutsch an Saum und der Kante rund um den Schlitz mit Handstichen befestigt:


 Dem Gürtel handgehäkelte Schlaufen aus einem farblich passenden Nähgarnmix geschenkt:


Und schlussendlich auch noch ein paar Kleinigkeiten, wie eine z.B. Verengung des Tascheneingriffs per Handnaht vorgenommen.


Und hier seht ihr das gute Stück nochmal an der Puppe.
in echt ist der Saum nicht schief...

Vielen Dank liebe Yvonet für den Anstoß, diesen Mantel endlich zu beenden. 
Die anderen UFO-Abbauerinnen haben sich im September hier verlinkt 


Freitag, 2. September 2016

Ran an die UFOs - August Résumé

Danke an Yvonne- die UFO Aktion hat mir sehr geholfen, um auf den letzten Sommermetern spontan noch ein Sommerkleid fertigzustellen.


Dieses Kleid hing hier zwischen vielen anderen UFOs bestimmt 2,  wenn nicht sogar schon 3 Jahre in einem fast fertigen Zustand rum.
Um ehrlich zu sein, das Kleid war eigentlich schon einmal komplett fertig, aber es waren die Ärmel, die es mich dann doch wieder zur Seite legen ließen.
Die Originalärmel spannten. Also nicht nur ein bißchen sondern so richtig. Die Blutzufuhr zum Oberarm wurde praktisch unterbrochen, sobald ich meine Arme nach vorne bewegte. Damit war das Kleid untragbar.

Das Beweisfoto muss irgendwo auf einer alten Festplatte sein, 
im Monent nicht auffindbar- aber ich reiche es natürlich nach, 
wenn es irgendwann wieder auftauschen sollte
Ich weiß, dass ich mir damals von dem Stoff nochmal einen halben Meter nachbesorgt hatte, um neue Ärmel dranzukonstruieren. Ein Probeärmel aus Probestoff war probeweise schon drangenäht, aber ich hatte den K(r)ampf dann doch aufgegeben. Vielleicht kam zu meiner Entschuldigung auch ein Herbst dazwischen. Und ganz vermutlich auch noch ein paar schnelle Jerseykleider- und zack- damit blieb dieses Kleid unvollendet.


In der Zwischenzeit haben nicht nur ein paar dieser Kalorien das Kleid einfach ein bißchen enger genäht, sondern ich hatte auch völlig vergessen, um was für einen Schnitt es sich handelt. Normalerweise hätte ich in solch einem Fall auf meinem eigenen Blog nachgeschaut, aber dieses KleiderUFO ist natürlich nie verbloggt worden.
Nach ein bißchen Grübeln, vermute ich nun ganz stark, dass es sich um einen McCalls 6696 handelt. Bei dem ich das Rückenteil körpernah genäht habe, indem ich dort die Kräuselung reduziert bzw. komplett rausgenommen hatte.

Und was war jetzt der UFO Abbau werdet ihr euch fragen. Zurecht.
Da mich die ganze Ärmelfrage so belastet hatte -der im UFO eingenähte Probeärmel saß auch nur suboptimal- habe ich jetzt kurzerhand ein ärmelloses Kleid daraus gemacht. So simpel kann UFO Abbau sein. Und so beschämend!

Ich habe also Probe- und Originalärmel aus dem UFO rausgetrennt und den Ärmelausschnitt einfach mit einem Flutschjerseystreifen verstürzt. So ist alles versäubert und kann nicht mehr am Arm einschneiden.


Voilà.


Der Baumwollstoff ist übrigens ein original Stenzostoff, der vor langer Zeit mal als Schnäppchen auf dem Maybachufermarkt gelandet ist. Ich hatte das gleiche Motiv damals auch in gelber Farbstellung als Jersey (auf)gekauft und -hier zu sehen- eine Art Familienkomplettbenähung damit durchgeführt.
Und auch Dodo hatte damals zugeschlagen- hier zu bewundern.