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Montag, 7. Januar 2013

Canadische Pizza

Wer hätte gedacht, dass es bei mir hier jemals eine Kochanleitung geben wird?.Also ich nicht, denn weder koche ich leidenschaftlich gut noch koche ich überhaupt gerne.
Als ich überlegte, ob und mit welchen mir geläufigen und in meinem Leben relevanten Inhalten ich ein blog befüllen könnte, kamen mir neben meinen textilen Beschäftigungen zwar spannende Themen wie der Einsatz und die Funtkionsweise von Rückschlagventilen, geometrische Formeln für die Berechnung von unregelmäßigen Mosaikpflasterflächen oder das sichere Beklettern von Baugerüsten in den Sinn, aber keineswegs hübsch arrangierte Backwaren oder sogar Selbstgekochtes...
Tja! Nachdem ich  vorgestern zum Nähkränzchen eine Pizza mitgebracht hatte, forderten die Damen mich auf, das Rezept zu veröffentlichen. Et voilà:

Bei uns in der Nähe gibt es einen canadischen Pizza-Imbiss, wo man ungewöhnliche und ungewöhnlich leckere Pizzen essen kann. Dort habe ich mich inspirieren lassen und versucht, eine der Sorten nachzumachen. Was daran tatsächlich canadisch ist? Wahrscheinlich der Ahornsirup!!

Für einen leckeren Pizzateig nehme man die überaus simple und überaus gute gelingende Hefeteiganleitung von Suschnas Brotrezept

Man verrühre 1 Hefewürfel, 1 1/2 EL Salz, 750ml lauwarmes Wasser und 1kg Mehl miteinander zu einem klebrigen Teig. Kneten ist nicht erforderlich.
Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Plätzchen stehen lassen bis er aufgeht..Ich habe ihn bei Zeitmangel auch schon fast unmittelbar nach der Verrührung verwendet, aber er steht auch manchmal länger und darf über einen halben Tag lang wachsen. Geht alles.


Mit dieser Teigmenge kann man 2 Bleche und eine runde Springform Pizza herstellen. Aber vorsicht, der Teig ist extrem klebrig und muß beim Ausrollen mit viel Mehl bestäubt werden.

Für den Belag wird Frischkäse mit Schmand und/oder Crème fraîche verrührt. Leicht Salzen + Pfeffern und auf dem Teig verstreichen (Grob geschätzt reichen 450g dieser Mischung als Untergrund für ein ganzes Blech und die Springform). Als Anhaltspunkt für das Mischungsverhältnis: ich hatte ca 2/3 Frischkäse mit 1/3 Schmand verrührt.
Eine mittelgroße oder 2 sehr kleine Süßkartoffeln schälen, mit einem Messer in dünne Scheiben schneiden und einlagig auf der Frischkäseschicht verteilen.
Rosmarin klein hacken.und darüber streuen.


Den Backofen hat man am besten schon auf 220 bis 250° oder 200 ° bei Umluft vorgeheizt, damit die Pizza direkt in den Ofen geschoben werden kann.
Die Backzeit beträgt  ca. 30 Minuten.


Die Pizza kann nun mit REICHLICH Ahornsirup genossen werden. Die echten Holzfäller mit den karierten Flanellhemden nehmen gerne auch noch eine Prise Chili-Salz dazu! Oder haben sich ohnehin den Ahornsirup im Vorfeld mit Chili aromatisiert.

Da es anscheiend in jeder Familie Mitglieder gibt, die keine Süßkaroffeln mögen, kreieren wir auf dem zweiten Blech gerne eine andere Pizzasorte.
Empfehlenswert ist (neben der klassischen Pizza mit Tomatenspiegel) auch eine Kombination aus Pesto und darauf verteiltem Frischkäse in Flocken/ Klumpen (hier im Bild rechts zu sehen). Die Kombination aus Pesto und Mozzarella (im Vordergrund zu sehen) ist dagegen eher langweilig und fettig.....