Mittwoch, 1. Juli 2015

MMM 21/2015 Im Patentantenkleid, das fast zum Einsatz kam*

Ich habe es wieder getan: Vogue 8379.  Aus schön fallendem Viscosejersey vom Maybachufer.
Wieder als Fake-Wickelkleid.
Das heißt, die beiden vorderen Ober-. und die beiden vorderen Unterteile habe ich alle an der Quernaht aneinandergenäht. Das Wickelband am äusseren Oberteil (bei mit das rechte) wurde "ordnungsgemäß" am Vorderteil befestigt. Während ich das andere Band in der Seitennaht mitgefasst habe. So kann man einfach ins Kleid reinschlüpfen und sich umwickeln ohne das Band durch ein Loch fummeln zu müssen.
Das Band habe ich diesmal tatsächlich mit dünner Einlage verstärkt. Ich dachte, dass ich bei dem unruhigen Muster keine unnötigen Knubbelwülste haben möchte.

Den Ausschnitt, der mir beim ersten Modell etwas zu ausladend geraten war, konnte ich diesmal entschärfen. Ich habe das Oberteil eine Größe kleiner genommen und die Ausschnittkanten mit einem auf Zug angesetzten doppelt gelegten Stoffstreifen versehen. Jetzt hält das bombig und nichts kann aufklaffen.
Das Kleid ist zwar langärmelig (als ich es vor ein paar Tagen nähte war es noch lausig kalt), aber dank des dünnen Stoffes trägt es sich auch jetzt bei den sommerlichen Temperaturen ganz ausgezeichnet.
Und hier endlich auch mal ein Foto auf dem der Saum nicht komplett schief aussieht

In Süddeutschland ist es bereits seit paar mehr Tagen warm, deshalb hat Monika schon für heiße Tage vorgenäht. Und zeigt uns heute als Gastgeberin ein luftiges Anna-Dress auf dem MMM-Blog.

*Ursprünglich wollte ich das Kleid mit anderen Schuhen zur Konfirmation meiner Patentochter am letzten Sonntag anziehen. Aber kurz vor knapp am Sonntagmorgen verliess mich der Farbenmut und ich habe auf bewährtes festliches Schwarz zurückgegriffen... Dafür hatte ich es am Montag dann gleich zu einem ungezwungenen Treffen mit einem meiner Arbeitgeber an. Und das wird sicher eines meiner Lieblingskleider

Mittwoch, 24. Juni 2015

MMM 21/2015 Auch mal wieder eine Hose

Bei dem Schmuddelwetter da draußen habe ich überhaupt keine Lust, mich irgendwie groß in Schale zu schmeissen.... Für euch habe ich mir immerhin ein paar richtige Schuhe angezogen. Den Rest des heutigen home-Schreibtischtages werde ich mich aber wieder mit dicken Wollsocken und Strickjacke  in eine Wolldecke einlümmeln.

Seit ein paar Wochen verspüre ich ganz urplötzlich und zwanghaft den dringenden Wunsch nach einem Jumpsuit - am liebsten so ein bequemes Modell mit Gummizug in der Taille. Gegen alle persönliche Erfahrung bildete ich mir auch ganz gut ein, das könne an mir edel und toll aussehen. Manno, könnte doch sein...
Nach einem kurzweiligen Erfahrungsaustausch mit Dodo über das Tragen von Gummizughosen im  Lauf unserer Lebens-Jahrzehnte wurde ich zum Glück wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Gummizug macht einfach keinen tollen Po. Und ganz besonders dann nicht, wenn dieser auch schon etwas in die Jahre gekommen ist.
Ich gab aber trotzdem nicht ganz auf. Vielleicht fände ich ja eine gut sitzende Hose und bräuchte einfach nur ein simples Oberteil dranbasteln.
Die Alexandria Peg Trouser spukte mir sowieso im Kopf rum, seit ich dieses edle Exemplar bei Annimakes gesehen hatte.
 
Also habe ich gedruckt, geklebt und zwei Alexandrias genäht. Beide in animalprint, eine aus dünnem Baumwollwebstoff, eine aus Jersey. Eine für mich, eine für meine Tochter. Noch ist nicht entschieden, welche welcher gehört. Ich habe mir heute für das Jerseymodell rausgesucht


Die Hose lässt sich einfach nähen, ist superbequem und die Taschen absolut großartig. Die Schwachstelle ist wie zu erwarten der Po.
Insbesondere in der Seiteansicht sieht man den hängenden Part unterhalb des Gesäßes. Und den bollerigen Teil über demselben. Das Einfügen von Abnähern hat auch nicht den gewünschten Effekt gebracht. Habs an der Webstoffhose ausprobiert....
Trotz allem mag ich die Alexandria Hose(n) sehr. Ich schaffe es zwar nicht, ihr die gewünschte Eleganz zu verleihen, aber sie sieht definitiv um Längen besser aus als meine Jogginghose bei gleicher Gemütlichkeit.

Zu der Hose trage ich übrigens mein Oberteil-challenge- Aprilmodell von Jerseybluse (hier) und hebe sie hier nochmal hoch, um euch die Vorderpartie der Gummizughose zu zeigen. Durch die Falten unterhalb vom Gummizugbund trägt sie nicht so auf, wie ich befürchtet hatte.

Tja, ob sich der Schnitt für ein Jumpsuitunterteil eignet`Da bin ich noch nicht so sicher, denn die beiden Modelle kann ich nur mit einem locker darüberhängenden Oberteil tragen. Das fiele bei einem Jumpsuit ja aus. Oder was denkt ihr?

Lucy ist heute unsere Gastgeberin beim MeMadeMittwoch. Sie trägt und zeigt auch Gummibund. Allerdings an wunderschönen Sommerblumen. Guckt euch das unbedingt an!

Samstag, 20. Juni 2015

Wenn abends eigentlich nichts mehr geht...

Auch wenn der Kopf alle, die körperlichen Kräfte am Ende sind und der Tag eigentlich gelaufen scheint, geht manchmal doch noch was.

Das Ladyskater von Kitschi Coo ist absolut geeignet für eine schnelle Nummer am Abend. Wenn der Kopf nicht mehr denken mag und man auch keine Lust mehr verspürt, irgendwas zwischendurch anzuproberen.
Es hat praktisch nur 2 Nähte mehr als ein T-shirt.
Das Ladyskater funktioniert wunderbar mit schwerem Baumwolljersey, hier mit einem leicht folkloristisch angehauchten Muster. Mit schönen Stretchanteil. Die langen Arme entstanden praktisch wetterbedingt ganz von selbst (ich erwähnte ja schon, dass der Kopf nicht mehr mitnähte).

Wenn man Glück hat, bilden sich auch keine Querfalten über der Brust..
Und da ich kurz davor bin, die Heizung anzuschmeissen, ist mir grade am Halsausschnitt zu kalt.
Hallo Wetter, morgen fängt der Sommer an!!!  Was soll das?

Mittwoch, 17. Juni 2015

MMM 20/2015 Alle anderen haben den auch schon genäht...

"Was interessieren mich die anderen?"

Viel, ganz viel! Denn Vogue 8379 wurde überall in höchsten Tönen gelobt, da bin ich definitiv anfällig.
Solche "sicheren" Schittempfehlungen sind einer der schönsten Effekte am MeMadeMittwoch, da lacht auch der Kreuzberger Lemming ganz hysterisch!

Hier also meine erste -und sicher nicht letzte- Umsetzung:
In (oder heißt das eigentlich "aus") einem bunten Vögel-Viscose-Jersey.
Diesen Stoff gab es Ende April auf dem Maybachufermarkt für sensationelle 4,-€/m und viele, viele Meter wurden nach Präsentation in der Maybachufer-Whatsapp-Gruppe in alle Himmelrichtungen verschickt
Kurz danach hatte auch K*stadt den Stoff im Angebot.
Links K*stadt, rechts eines der typischen Whatsapp-Live-vom-Markt-Präsentationsfotos
Der Schnitt ist wirklich "very easy" und ich bin weitestgehend zufrieden. Trotz der schon allerorten geäusserten Bedenken, habe ich hier beim ersten Modell die Variante mit dem Originalbeleg ausprobiert. Diesen jedoch etwas auf Zug angenäht, ihn außerdem mit dem Dreifachzickzack abgesteppt und den überstehenden Beleg dann abgeschnitten. Sonst würde das tatsächlich alles weit aufklappen.
Auch so finde ich den Ausschnitt reichlich. Privat geht es, aber im beruflichen Kontext würde ich dieses Kleid so nicht tragen. Bin noch am Überlegen, ob ich nicht sowieso das ganze Oberteil nochmal etwas verkleineren sollte. Aber dafür müsste ich das Kleid erstmal wieder ausziehen.....
Das nächste Modell werde ich auf jeden Fall obenrum eine Nummer kleiner zuschneiden. Evtl. ist der Viskosejersey dehnbarer als der für den Schnitt vorgesehene, evtl. fällt der Schnitt relativ groß aus...
Eine wesentliche Änderung habe ich vorgenommen, indem ich das Kleid nicht als echtes Wickelkleid sondern nur Pseudo mit Wickelbändern genäht habe. Also die oberen und unteren Vorderteile an der vorderen Mitte übereinandergelegt und dann oben und unten aneinandergenäht. Das rechte -also das äußere- obere Vorderteil hat ein Band wie in der Vogueanleitung erhalten, das zweite Band steckt in der linken Seitennaht. So kann nichts verrutschen und ich muss keine Jerseybänder durch Löcher fummeln. ich kann einfach reinschlüpfen, Bänder umwickeln, Schleife dran und gut ist.

Mal schauen, ob ich im Lauf des Tages noch bunte Geschwister meiner lustigen Vögel beim MMM entdecke. Katharina unsere heutige Gastgeberin trägt auch Maybachuferstoff und sieht ganz unwerfend aus.

Mittwoch, 3. Juni 2015

MMM 19/2015 Schneller Schnitt - gerne immer wieder

Ich hoffe auf die zuversichtlichen Prognosen vom Wetterdienst.Und danke der Hilfe aus Südwestdeutschland, wo zwar gerade nicht der Fußball- wohl aber der Wettergott weilt. Nina bot mir gestern Sonne als Dankeschön für Maybachuferstoffbeschaffung an. Vielen lieben Dank, es hat schon geholfen! Heute morgen scheint de Sonne. Langsam haben mich der Wind und die unsteten Temperaturen hier nämlich wuschig gemacht.

Da  darf es heute aslo kurzärmelig sein.

Weil der Schnitt so schnell und easy genäht ist, ist dies ein weiteres Ladyskaterdress. Diesmal aus einem dünneren Baunwolljersey, den ich lange gehütet hatte. Obwohl der Stoff nicht so richtig gut fällt, funktionert er recht gut. Aber eindeutig ist ein Jersey mit schwererem Fall einfach besser für den weiten Rock geeignet. Dann schwingt er nämlich!
 Ich mag das Muster sehr, war aber unschlüssig, ob es sich dabei um Winterlinge/Kleeblüten (rechts) oder Ananasse (links) handelt. Da ich den Eindruck habe, Ananas sei gerade im Kommen, habe ich den Stoff in dieser Richtung zugeschnitten.
Und habe ein weiteres unkompliziertes Sommerkleid.




Und wenn die Sonne nun auch bis nach Berlin gekommen ist, wird sie sicher auch in Bremen angekommen sein, damit Dodo ihr tolles neues Wickelkleid jackenlos tragen kann. Das tolle türkise Kleid müsst ihr euch unbedingt anschauen auf dem MMM-Blog.

Mittwoch, 27. Mai 2015

MMM 18/2015: Ist denn jetzt nicht endlich mal gut mit Übergangswetter?

Kaum war das Karnevalswochenende vorbei und die letzten Toilettenkabinen bzw. Dixis aus Kreuzberg entfernt, schlug das nette Feiertagswetter sofort wieder in ein typisch deprimienerdes Übergangswetter um. Schade, schade, schade!
Noch lasse ich die Strumpfhose tapfer im Schrank und kombiniere das baumwollene Vogue-Kleid (hier schon einmal genauer vorgestellt) mit Stiefeln, Kniestrümpfen und meiner kuscheligen Jenna-Strickjacke (hier schon mal gezeigt) ). Diese Strickjacke wollte ich eigentlich schon längst an den etwas zu üppigen Kräuelnähten im Oberbrustbereich verschmälern. Aber da sie im Dauereinsatz ist, komme ich einfach nicht dazu.
Das Curry der Jacke ist zwar so überhaupt nicht frühlingshaft, aber es lässt sich wirklich mit erstaunlich vielem kombinieren. Zu dem Kleid passt der Farbton natürlich ganz besonders. Und zum Glück auch der Klappkragen, wenn die Jacke nicht ganz zugeknöpft wird.
Archivbild Oberteil nach Vogue 8577
Am liebsten würde ich das Kleid natürlich ohne Jacke tragen können.....
Aber da ist heute definitv nicht dran zu denken.

Wie sieht es bei euch aus? Tragt ihr schon neue Sommerkleidung oder auch eher warme Strickjacken? Oder sogar ein dramatisches Capelet wie Anne aka beswintes Fräulien , die uns heute auf dem MMM-Blog als Gastgeberin begrüßt?

Montag, 25. Mai 2015

Das Caipirinha-Tarnfarbene

Auch dieses Jahr fand am Pfingstsonntag in Kreuzberg zum Glück wieder der große Straßenumzug zum Karneval der Kulturen statt.


Und wie jedes Jahr habe ich mir auch dieses mal wieder ein bequemes Kleid zum Feiern und Tanzen genäht. Erfahurngsgemäß ist das immer eine Last-minute-Nummer, ist immer ein bißchen bunter sein als üblich und über die Innenverarbeitung spreche ich ja sowieso nie so gern....

Nachdem dann am Sonntagnachmittag auch das Mutterherz-Ziel "einfach mal die #klassehalten" erreicht war, konnte entspannt Caipirinha geordert und losgefeiert werden. Diesmal sogar auch mit Glitzer.
In dunklem Limettenschalengrün mit Schwarz und Silber. Die hellen Stellen auf dem Keid sind nämlich in echt silberner Folienaufdruck:

Der Jersey war das Geschenk eines Maybachuferhändlers. Ein Reststück voll mit Fehldruckstellen aus dem ich mühsam, aber dank Zuschnitttetriserfahrung erfolgreich ein Tirmisu rausgeholt habe.  Ambitionen, das Muster geschickt anzuordnen mussten allerdings komplett entfallen. Da wäre bei mehr verfügbarem Material eindeutig noch viel Luft nach oben gewesen ...
Eine der silbernen Musterstellen landete dann natürlich -trotz größter Sorgfalt- auch ausgerechnet mitten auf der einen Brust. Da kein Fitzelchen brauchbarer Stoff mehr übrig war, habe ich diese hellen Stellen kurzerhand mit einem schwarzen Edding angemalt.
Prädikat Karnevalstauglich. Besonders bei dem optimalen Karnevalswetter: trocken, sonnig aber nicht zu heiß.... manche Jahre hatte es nämlich auch schon in Strömen gegossen und man hätte lieber Glühwein statt kalter Cocktails trinken mögen.