Sonntag, 19. Oktober 2014

Arya zwei- diesmal sogar mit Glitzer

Es liegt etwas in der Berliner Luft, was zu einem unabgesprochenen Aryafieber führt. Frau Nahtzugabe zeigte vorgestern nicht nur hochzufrieden ihr wunderschönes alltagstaugliches Modell, sondern beschrieb in treffender Weise auch das Phänomen.
Weil ich meine erste Arya-Tasche so toll finde und sie sich so schnell und unkompliziert nähen ließ, habe ich gleich noch ein zweites Modell nachgelegt. Diesmal in der mittleren Größe.
Ausgangsmaterial war ein schon länger lagerndes, undokumentiertes, 60-er-Jahre-Abendkleid aus einem Familiennachlass von Freunden. Von Anfang an war klar, dass ich mir daraus eine Tasche nähen wollte. Als Kleid oder Rock waren mir der glitzernde Brokatstoff und das recht große Karomuster ein bißchen heftig.

Karostreifen paralell zum RV
Den Oberstoff wollte ich ungern richtig warm bügeln, also habe ich die Einlage auf den Futterstoff aufgebügelt. Das funktioniert gut, der (Pseudo-)Brokat ist in sich sowieso auch etwas stabiler. (wie sich das Abendkleid wohl beim Tragen anfühlte?)
Handytasche
Reißverschlussinnentasche auf der anderen Seite
Das Absteppen der oberen Kante war diesmal eine kleine Herausforderung, da der brokatartige Stoff ziemlich zickig ist und sich auch nicht richtig bügeln lässt. Ansonsten war das Nähen wieder eine reine und schnelle Freude. Auf die Reißverschlussaussentasche habe ich allerdings auch dieses Mal wieder verzichtet.
Die Henkel hatte ich mal von einer nagelneuen, ebenfalls undokumentierten, fiesen rosa Pseudo-Longchamptasche (Für 1,-€ in einer Humana-Sale-Kiste gefunden) abgetrennt und genau zu diesem Zweck gelagert.
Das Annähen der Henkel an die fertige Tasche war etwas fummelig und ich habe mein Teflonfüßchen verwendet.

Ich mag die Taschengröße sehr und auch der Brokatstoff passt sehr gut zu dieser alltagstauglichen Größe. Einzig die Henkel sind etwas zu kurz und fest, um die Tasche länger über der Schulter hängend zu tragen.
Aber man muss diese Art Taschen nicht sowieso über dem Unterarm hängend mit sich führen? Auf jeden Fall ist Kreuzberg voll von jungen Dingern, die ihre Longchamps auf diese Weise ausführen.

Samstag, 18. Oktober 2014

Herbst-Stoffwechsel: Mein Stoff

In den letzten Wochen flatterten über verschiedene digitale und analoge Kanäle ja schon etliche Meldungen über angekommene (und auch noch ausstehende) Stoffpakete und erste Planungen herum. Heute steht nun endlich der offizielle Progarmmpunkt "Zeigt her eure Stoffe" an. Ich bin total gespannt.... auch, ob meine Bewichtelte ihren Stoff mag.....

Mein Paket habe ich schon seit einigen Wochen (und vermute, dass meine Wichtelpartnerin eigentlich -entgegen ihrer Selbstbezeichnung- auch in anderen Bereichen zur schnelleren Sorte gehört. ?????).
Und es ist......

 ..... ein weichfallender schwarzgrundiger Strickstoff mit rot-orange-grau-gelben Blumen und bambusartigen Blumenstielen. Über zwei Meter!!! Darauf 3 Blumenrapporte, zwischen denen sich schmalere fast musterlose schwarze Streifen befinden. Begleitet von einem aufmerksamen, handschriftlichen Brief. Die ganz besondere Aufregung beim Auspacken und ersten Rumplanen kann ich schlecht beschreiben.
Vielen Dank , liebe S.!!

Ein Stoff an dem ich selber garantiert vorbeigelaufen wäre. Nicht weil er mir nicht gefällt, sondern weil er nicht in mein eingefahrenes Beuteschema passt. Schwarzgrundig geht aber natürlich sowas von immer und die bunten Farben sind wunderbar herbstlich und haben fast was mexikanisches. Und ich werde auf jeden Fall passende bunte Accessoires und Schuhe ähhh Stiefel dazu haben.
Liebe S., dein Vorschlag mit dem Wickelkleid ist auch meine spontane Erst-Idee.
Vielleicht schaffe ich es, das Kleid ein bißchen mondän 70-ermäßig aussehen zu lassen. Denn ich habe erstaunlicherweise kurz vor Ankunft des Päckchens auf einem Flohmarkt eine 70-er Tasche (wie hießen "Clutch" denn eigentlich früher? Unterarmtasche?) gefunden, und kurz nach dem Einzug des Stoffes einen ebenfalls dazu passenden Gürtel- wenn das mal kein Zufall ist:
in echt ist alles richtig schwarz
Wickelkleiderschnitte habe ich eine Menge, das ist bestimmt weniger das Problem bei Strickstoff. Die Herausforderung wird die Anordnung der Blumenrapportstreifen sein.
stellvertretend: limks Burda, rechts Buch "Stilikonen"
Ich habe schon probegesteckt, was an meiner Büste wegen der vielen Drahtecken nicht ganz so einfach ist.
Klassisch je ein Rapport oben und unten?

Mit schlicht oben und mit bunten Ärmeln?

Das Wickeloberteil mit Blumen? Wie dann die Muster./Fadenlaufrichtung?

Oder irgendwie eine Optik, als trüge ich ein buntes Jäckchen darüber?
Es bleibt also spannend. Ich werde noch ein bißchen herumexperimentieren. Yvonet schlug mir vor, die Musterstreifen ganz anders anzuordnen und mit ihnen zu spielen, was ich auch unglaublich spannend finde  Ich bin offen und neugierig, ob jemand sonst noch Vorschläge hat.

Lieben Dank nicht nur an meine freundliche Wichtelpartnerin, sondern auch an die beiden Organisatorinnen dieser Aktion Frau Siebenhundertsachen und Lotti Faden verloren . Die Linkliste mit allen anderen Wichtlerinnen findet ihr hier.

Freitag, 17. Oktober 2014

Arya eins


Schon länger liebäugelte ich mit dem machwerk-Taschenschnitt Arya. Bei Monikate hatte ich schon  verschiedene überzeugende Varianten gesehen. Nachdem dann Griselda demletzt ihre tolle Variante aus Karoflanell zeigte, war es endgültig höchste Zeit, das e-Book zu kaufen.


An einem Töchter-Mütter-Freundinnen-Nähsonntag begann ich mit dem Zuschnitt und dem Bebügeln der Schnittteile, kam aber aus verschiedenen Gründen nicht zum Taschennähen. In den Folgetagen habe ich die Tasche dann im absoluten Nebenbeimodus in Kleinstetappen genäht und fertiggstellt. Dank der simplen Herstellung und der tollen Anleitung war es zu keiner Zeit ein Problem, nicht voll konzentriert bei der Sache zu sein.
Auch grobe Ungenauigkeiten im cm-Bereich verzieh der Schnitt dank der Rundungen problemlos.
?????
Ich hatte mich für die große Größe ("Badetasche") entschieden. Weniger zum Handtuch- und Schwimm-/Sportzeugstransport, sondern vielmehr um eine Bedarfslücke zu schließen für Overnight-Ausflüge oder für solche mit Stoffkaufabsichten.
Passenden stabilen Stoff im Marimekko-Stil hatte ich schon vor einiger Zeit auf dem Maybachufermarkt gefunden. Und das gutsortierte Lager gab auch einen festen Nadelstreifenstoff für das Futter her.
Auf die Aussenreißverschlusstasche habe ich wegen des großen Musters verzichtet. Aber natürlich Innentaschen und ein unverzichtbares Schlüsselband eingenäht.
Auch der Reissverschluß befand sich im Lager, er begleitet mich nun schon seit 30 Jahren. Unglaublich, wie sich die Haptik des Zippers in mein Gedächtnis eingeprägt hat. Ursprünglich hatte ich ihn in eine Reisetasche eingenäht, die mich in den 80-ern um die halbe Welt begleitete, bevor sie sich auflöste und ich sie nach Heraustrennen des RVs entsorgte. Das Material dieser Tasche war ein dicker weißer Köper, den ich selber mit schwarzer Stoffmalfarbe in einer Art Animalmuster bemalt hatte. Im Freundeskreis wurde die Tasche deshalb damals liebevoll "Schneeleopard" genannt.

Auch für die Henkel habe ich vorhandenes Material verwendet, schwarzes Gurtband, das mal zwei identische Kaufhosengürtel war.
und sogar die obere Knate abgesteppt
Obwohl ich "raffinierte" diagonale Details überhaupt nicht mag, habe ich den RV hier nach der Originalanleitung platziert, um es auszuprobieren. Die Alternative wäre eine gerade Anordnung wie hier bei Monika gewesen.
Ich muss sagen, dass mich die Diagonale in ihrer Funktionalität absolut überzeugt hat, die Tasche lässt sich dadurch wirklich komplett öffnen.

Die eingefaltete Ecke ist ein wunderschönes Detail.
Die Größe der Tasche ist wunderbar. Kompakt und trotzdem ein Raumwunder. Ich käme damit wohl auch für einen Wochenendendausflug hin. 
Und ich habe es letzte Woche für euch in der Praxis getestet: Es passen locker 15m Stoff rein (und es war sogar noch reichlich Platz an den Seiten.) Einzig die Innentaschenanordnung würde ich für meine Bedürfnisse das nächste Mal noch ändern, da ich -bedingt durch die Richtung er RV-Anordnung- immer an der falschen Innenseite nach meinem Portemonnaie gesucht habe. Die Gurtbänder sind bei einer schweren Beladung auch nicht optimal, aber das wusste ich ja vorher. Als Option könnte ich noch gepolsterte Überzüge dafür nähen..... (oder weniger schweren Stoff kaufen :((( )


Mittwoch, 15. Oktober 2014

MMM 24/14 Herbststrickmantel oder ein Strick-und Nähmantel?

Vor etlichen Monaten (oder besser gesagt vor über einem Jahr) kaufte ich auf dem Maybachufermarkt einen Meter kuscheligen gelbgrauen Strickstoff, um daraus vielleicht ein folkloristisch angehauchtes Strickjäckchen zu nähen.
Den Stoff habe ich -wie ich das mit Stoffen vom Markt immer mache- in die Waschmaschine geschmissen, trocknen lassen und in den Schrank gelegt. Ab und zu habe ich ihn rausgekramt und gestreichelt, denn er ist ganz wunderbar kuschelig. Ansonsten ließ er sich gut lagern. Meinen Bedarf an Strickjacken konnte ich mit Selberstricken mehr als ausreichend decken.

Dann, als sich der diesjährige Sommer seinem Ende entgegen neigte, bekam ich plötzlich eine unglaubliche Sehnsucht nach einem bequemen, flauschigen Strickmantel. Und da fiel mir auch sofort der graugelbe Strickstoff wieder ein. Allerdings war schnell klar, dass ich mit dem Meterstück -selbst mit viel Gestückel und kurzen Ärmeln- nicht allzu weit kommen würde.

Zu meinem Glück hatte Yvonet im letzten Jahr den gleichen Stoff auch gekauft und sich daraus in Bielefeld ein wunderschönes Kleid genäht. Und vielleicht noch ein paar Reste übrig?
Sie hatte!!! Ihre Reste waren sogar bedeutend mehr als mein bescheidener Meter und so konnte ich richtig aus dem Vollen schöpfen- vielen Dank, liebe Yvonet!!



Der Mantel ist komplett mit einem elastischen Flutschfutter gedoppelt, dadurch hat er einen schönen schweren Fall. Und trägt sich unglaublich angenehm.
Den Mantelschnitt 114 aus der Burda 10/2010 hatte ich schon länger auf irgendwelchen Nählisten.  Obwohl man auf dem Serviervorschlag wenig Aufschlussreiches erkennen kann, fand ich den Schnitt auf der Zeichnung immer spannend:
Ich habe die tiefe Kellerfalte im Rückenteil komplett weggelassen, auch so ist genug Weite vorhanden.
Den Kragen habe ich als etwas höheren Stehkragen genäht, das schien mir besser zu einem Strickmantel zu passen als der im Schnitt vorgesesehene Klappkragen.

Auch wollte ich gerne auf Knöpfe und sonstigen Schnickschnack verzichten. Lieber schlicht und sachlich.
Aber leider ging meine Idee nicht ganz auf, eine blöde Morgenmantelanmutung war und blieb allmächtig.

Ich habe also versucht, diesen Touch von Hauskleidung zu eliminieren, indem ich große Knöpfe (von Knopf Paul) aufgenäht und mit darunterliegenden Druckknöpfen funktionsfähig gemacht habe.
Außerdem habe ich nachträglich an den Besätzen und Ärmelsäumen Bügeleinlage aufgebügelt, das bringt mehr Stabiltät.
Letztlich habe ich mich dann auch noch entschlossen, Pattentaschen einzuarbeiten. Da es dafür keine konkreten Teile und Markierungen im Schnitt gab (ich wollte nämlich bequeme hochkantige Patteneingriffe!) und ich Lage und Zuschnitt dem Stoffmuster folgend einarbeiten wollte, war ich unglaublich dankbar für Luzies äußerst hilfreiches Pattentaschentutorial.
Und tadaa: Astreine und praktisch unsichtbare Patteneingrifftaschen.
Obwohl ich diesen Mantel seit Fertigstellung praktisch nonstop durchgetragen habe, überzeugt er mich nicht 100%ig. Ich finde den Schnitt trotz des weichfallenden Strickstoffes ein bißchen zu voluminös und auch zu weit im Bereich unter den Achseln.

Den Schulterpunkt habe ich nach problemlos nach innen versetzen können. Aber die Weite im Körper konnte ich nicht einfach und easypeasy ändern, da der Schnitt keine Naht an der Seite sondern eine nach hinten versetzte Seitennaht hat. Hier ganz gut zu erkennen:

Aber da der Mantel so unglaublich saubequem und kuschelig ist (fragt mal meine Tochter!!!) bin und kann ich was Passform und Aussehen anbelangt einfach ganz und gar nicht mehr objektiv sein......
Als ich den Mantel demletzt zum ersten mal mit meinem Liebsten ausführen wollte fragte dieser mich allen Ernstes, ob ich denn den Mantel tatsächlich auch draußen anziehen wolle. Ich war zutiefst beleidigt, hatte ich doch eine Menge Mehraufwand betrieben, um dem Mantel den Hauskleidungstouch zu nehmen.
Bis wir dann glücklicherweise klären konnten, dass der Liebste mit Strick- nicht das Material des Mantels sondenrn die beabsichtigte Funktion assoziiert hatte. Er nahm also an, dass ich mir einen bequemen Mantel zum Stricken und Nähen genäht hatte. Keine schlechte Idee. Wenn es also draußen zu kalt werden wird, könnte ich das Kuschelteil tatsächlich zum bequemen Stricken und Winternähen anziehen. Macht man ja mit einer Strickjacke auch so.....

Mein Darunter ist mein kleiner schwarzer alltime Favorit Jurk 17 aus der Knip 2/2012.

Auf dem MMM-blog lädt uns heute die wunderbare Birgit von lila und gelb ein, in einer tollen Kombination aus Shirt und Rock. Schaut euch das an, der Rock ist -wenn man wie Birgit die Burdaanleitung überlistet hat- einfach raffiniert!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Weil das Feiertagswetter es zuließ,

weils so gut zum letzten Post passt und weil ich dieses Kleid liebe: Hier mein Sommer-Tiramisu aka mein ich-nähte-mir-ein-H+M-Kleid-Kleid:
Dank des strahlenden Wetters kam das Kleid vorgestern völlig unverhofft noch einmal zm Einsatz, mit Sandalen und nackigen Beinen. Und einem gekauften Strickmantel....
Es war mein erstes Tiramisu (Cake Patterns) und ich hatte Glück, dass der Schnitt schon von einigen Amderen vor mr genäht worden war. So wusste ich, dass man bei dem Schnitt keinesfalls von einer angenommenen Konfektionssgröße ausgehen kann, sondern sich strikt an das Maßschema des Schnittherstellers halten muss. So landete ich bei einer Größe 30 mit Cup D (eigentlich sogar noch etwas drüber!!!!).
Und es passte auf Anhieb.  Lediglich das Taillenband habe ich in der Höhe um 3,5cm gekürzt.
Das Taillenband habe ich gedoppelt. Und beim Saumabschneiden prompt ein kleines Loch in das fertige Kleid geschnitten. Aaargh!
Zunächst habe ich probiert, dieses -wie auf dem Foto zu sehen- mit schwarzer Bügeleinlage zu unterkleben. Sah sehr bescheiden und auch nicht besonders haltbar aus. Aus dem zunächst großen Ärgerniss, dass sich das Loch direkt unterhalb des Taillenbandes am Bauch befand, wurde dann nach ein paar Tagen der große Vorteil, dass ich durch Abtrennen des Rockteils und mit einem um ein paar cm höheren wieder Annähen das sowieso ein kleines bißchen zu lange Kleid wieder lochlos bekam.
Ich mag den Stoff gerne, er ist nicht nur wunderbar schwarz-weiß sondern auch aus herrlich schwerfallender Viscose.
Aber leider erinnert es mich total an ein typisches H+M-Kleid.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

MMM 23/14 im langarmigen Tiramisu

Heute trage ich mein erstes Herbstkleid der aktuellen Saison. Der Schnitt ist Tiramisu von Cake Patterns. Und ich habe mir lange Ärmel drangebastelt.



Der Stoff ist ein stabiler Viscosejersey, den ich bei einem der monatlichen Sonderverkäufe des Berliner Designerlabels Thatchers gekauft habe.
Ich mag das Muster, mein Fotoapparat im Halbdunkel eher nicht.



Nachdem ich erst gegen Ende der Saison überhaupt mein erstes Tiramisu genäht und für gut befunden habe, geisterte die Idee mit den langen Ärmeln rum. Zwei der Ideen, die ich dazu hatte, haben Frau Knopf  (Vorder- und Rückenteil an den Armen verlängern: hier) und Frau Dreikah (ein trapezförmiges Ärmelteil: hier) bereits ausprobiert. Ich wollte bei diesem Musterstoff keine Naht oben auf dem Ärmel haben und habe mich deshalb für ein separates Ärmelschnitteil entschieden.
Hier stelle ich mir zwei Möglichkeiten vor, entweder man nimmt wie Frau Dreikah eine Art Trapez und näht dieses gerade an den Original-Armausschnitt. Und hat dann eine entsprechend tiefsitzende Schulter. Oder man zeichnet das Oberteil um, indem man den Schulterpunkt markiert und daran orientiert Armlöcher einbaut, in welche dann Ärmelteile mit Armkugel eingesetzt werden können.
Da mir die erste Methode erst einmal simpler erschien und das Ergebnis auch bei Frau Dreikah überzeugt, habe ich dieses probiert.
Transparent: Standartshirtärmel, Zeitung: konstruiertes Trapez
Genäht ist das Kleid schnell, mit den Ärmeln habe ich dann allerdings doch ein Weilchen rumprobiert, war immer wieder hin- und hergerissen. Der Ansatz des Originalschnittes ist eine Art Kimonoärmel, setzt man diesen -konisch zulaufend- als Ärmelteil fort, war mir das irgendwie insgesamt zu weit und unvorteilhaft blusig. Ich habe also Stück für Stück bis in das angeschnittene Ärmelstückchen verschmälert.
Die schmalere Variante gefiel mir an mir persönlich besser. So vom Tragegefühl her. Aber andererseits ist das so eine inkonsequente Lösung... Nächstes Mal werde ich wohl den Ärmel mit der Armkugel ausprobieren.
Ich hatte zwar noch reichlich Stoff, aber einfach keine Lust mehr auf weiteres Probieren. Immerhin hatte ich ja schon ein fertiges Kleid. Schlimmer kanns immer werden.
links die letztliche Version, rechts der Trapezärmel im Originalzustand

Die Bundteile habe ich mit einem bedeutend stretchigeren Jersey gedoppelt.
Weniger mit Trapezteilen als mit wunderschönen Musterrapporten hat Dodo rumgetüftelt und lädt in einem unglaublich schönen Rock heute zum ersten Mal als Gastgeberin zum MMM-Reigen ein. Das sollte sich niemand entgehen lassen.