Mittwoch, 14. Mai 2014

MMM 12/14: Vortanzen in Ozelot

Hallo liebe Frierende, ich lade heute wieder alle Selbermacherinnen auf dem MMM-Blog zum Defilee ein.  
Ich bin richtig froh, dass ich es gestern abend tatsächlich geschafft habe, draußen Fotos ohne Jacke machen zu können. So kommt mein neues Lieblingskleid am besten zur Geltung.
Denn so wie es aussieht, werde ich meine Strickjacke heute erst einmal nicht mehr ausziehen.

Dieses Kleid ist eine Art Gemeinschaftsprojekt, welches nur mit Hilfe von allerfeinster Nähbloggerinnenfreundschaft entstehen konnte.
3 Reste = 1 Lieblingskleid
Beim Bloggertreffen in Bielefeld konnte ich im Marc Aurel Stoffverkauf nur noch einen kleinen halbmetrigen Rest dieses grandiosen, hochwerigen Ozelotstoffes ergattern. Selbst ich als notorische Meterstückestoffkäuferin war unsicher, was aus diesem Kleinstrest noch machbar sein könnte (die Zeit tierischer Miniröcke ist für mich seit Jahrzehnten definitv vorbei). Aber was man hat, das hat man erstmal..... 
Am Ende des Treffens kam Frau "Büro für schöne Dinge" zu mir und bot mir den Rest von ihrem herrlichen Mantelkleid an, kurz danach war auch Frau "Bunte Kleider" nach einem Kleid und einem Mantel mit diesem Stoff durch und ihr Rest landete ebenfalls in meinem Briefkasten. Das ist so unglaublich toll- habt vielen, vielen Dank ihr beiden! So konnte ich ganz unerwartet aus dem Vollen schöpfen und mir ein richtiges Kleid nähen-sogar mit einem tollen weiten Rock.

Der Schnitt ist McCalls 6503, welcher auch beim MMM schon häufiger gezeigt wurde, der mir aber -warum auch immer- lange völlig durch die Lappen gegangen ist und von mir wohl auch weiterhin nicht entdeckt worden wäre, wenn er nicht letzten Herbst im Berlinbesuchsgepäck von Monikate gewesen wäre. Vielen herzlichen Dank fürs Ausleihen!

Version B

Ich und ein Lieblingskleid aus Webstoff? Und sogar eins mit engem Taillenband....Ja ja, ich staune selber.


Wenn man die Ärmel sorgfältig einsetzt, lassen sich die Arme in fast alle Richtungen frei bewegen.

Der Reißverschluss in der Seitennaht hatte bei mir Premiere, aber aus Versehen habe ich mich auch schon ohne Öffnen des Reißverschlusses in das Kleid hineingeschlängelt. Alte Jerseygewohnheit halt...

Mit diesem Kleid ist mein sehnsüchtiger Wunsch in Erfüllung gegangen, mich zu diesem Kleiderduo (von hier) gesellen zu können:
Hach ist das schön!

Sonntag, 11. Mai 2014

Sonntagskuchen: Die Eurovisionstorte

Dank meiner begabten Tochter gibt es hier tatsächlich auch einen "Sontagskuchen"-Beitrag:
Ihre gestrige Eurovisionstorte.


Durch youtube hat sich Fräulein Kreuzberger selbst zu einer wahren Tortenkünstlerin ausgebildet. Und das Gute ist, ihre Kunstwerke sehen nicht nur toll aus, sondern schmecken auch noch mindestens genauso gut. Wenn man es denn übers Herz bringt, mutig den ersten Schnitt anzusetzen....




Das Innere besteht aus einem Biskuitboden mit Erdbeerzitronenfüllung.
Wenn man das diesen Teil gut mit Buttercreme versiegelt, kann man (also ich nicht!) ein dünn ausgerolltes Fondant drüberlegen und nach Herzenslust mit buntem Marzipan verzieren (ich auch nicht!).

Hier das Rezept:
Biskuittorte mit Erdbeer- Zitronenfüllung:

Für den Teig:
4 Eier
1 Prise Salz
50g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eigelbe
125g Mehl
2 Tl Backpulver

Für die Füllung:
1 halbe unbehandelte Zitrone
300g Erdbeeren
25g Puderzucker
1 Pck. Vanillezucker
250 g Sahne

Backofen auf 200° C vorheizen
Eier trennen und die Eiweiße gut verquirlen. Wenn diese anfangen festzuwerden, Salz, Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen und dann weiterschlagen bis der Eischnee fest ist.
Nach und nach alle 6 Eigelbe einrühren.
Mehl und Backpulver vermischen und drüberstreuen, alles locker aber gründlich mischen.

Teig 8-10 Minuten backen (Springform). Kurz abkühlen lassen und den Tortenboden horizontal durchschneiden. Gründlich abkühlen lassen, damit die Erdbeercreme nachher beim Draufstreichen nicht warm wird und verläuft. 

Für die Füllung Zitrone heiß abwaschen und die Schale fein abreiben. Zitrone auspressen.
Erdbeeren säubern und vierteln. Mit Puderzucker mischen.
Sahne mit Vanillezucker steif schlagen. Erdbeeren, Zirtonenschale und -saft vermischen und die Sahne unterheben.

Nun die Cremefüllung auf den unteren Boden streichen den 2. vorsichtig drauflegen, leicht festdrücken und einmal den Rand mit einer Palette glattstreichen. Jetzt die Torte für ca. 1 Stunde kühlen. Anschließend alles mit einer Buttercreme versiegeln und diese als Untergrung für das Fondant so glatt wie möglich verstreichen.
Nun die Torte am besten über Nacht kalt stellen.

Den fertig gekauften Fondant dünn ausrollen über die Torte geben und alles festdrücken. Als letztes die Torte nach Belieben verzieren.

 Andere leckere Kuchenrezepte findet man wie jeden Sonntag hier bei Monikate.

Sonntag, 4. Mai 2014

Frühlingsgeköchel: Löwenzahnsirup

Glücklich habe ich es dieses Jahr endlich mal wieder geschafft, ein paar Gläser Löwenzahnsirup aus frisch gepflückten Löwenzahnblüten einzukochen.
In der Regel vergeht das Frühjahr bei mir immer viel zu schnell. Der gemeine Löwenzahn blüht zwar überall am Straßenrand, aber bis ich reagiere und mir ein von Straßen- und Hundedreck unbelastetes Wiesenstück ausgeguckt habe, ist schon wieder alles Pusteblume.....

Dieses Jahr bescherte uns die erste-Mai-Fahrradtour eine kleine Tüte voll frischer Löwenzahnblüten. Zugegeben, es gibt vollere und üppigere Blüten, aber als Stadtmensch darf man da nun mal nicht zimperlich sein.

Zwei volle Doppelhände (bei mir waren das ca 160 Blüten) Blüten werden gereinigt, von Kleintieren und Stängeln befreit.
Dann in 1l Wasser zum Sieden gebracht.

 Einmal aufwallen lassen.

Und über Nacht ziehen lassen, wodurch Schönheit und Farbe der Blüten ganz erheblich leiden....
Am nächsten Tag die Flüssigkeit in einen Kochtopf absieben und die Blüten vor dem Entsorgen gut ausdrücken.



In die Flüssigkeit 1kg Zucker einrühren und eine in Scheiben geschnittene Zitrone dazugeben.

Das Ganze kurz aufkochen und ohne Deckel auf niedriger Stufe reduzieren lassen. Ab jetzt wird es richtig klebrig.


Die Flüssigkeit immer mal wieder erkalten lassen, um die Konsistenz festzustellen. Das Ganze soll ein richtig dickflüssiger Sirup werden.



In Gläser abfüllen.
Der Sirup schmeckt sowohl als Süßungsmittel zu diversen Speisen, aber auch als simpler Brotaufstrich total lecker. Hat was von Honig oder Tannenschössli.


Mittwoch, 23. April 2014

Frühlingsjäckchen Knit-along: Das Finale

Gerade noch so geschafft! Trotz plötzlichem und extrem heftigem Regenschauer habe ich nun ganz knapp vor Schluß der Linkliste ein paar Tragefotos von meinem neuen Frühlingsjäckchen hingekriegt:

Es war schon pünktlich am Ostersonntag fertig und wurde gleich mit dem neuen Frühlingspunkterock getragen. Nur Fotos wurden leider keine gemacht.


Nun hier also mein zimtenes Baumwolljäckchen -sehr frei Schnauze gestrickt nach dem Grundprinzip von Hortencia.
Der Rock aus gechinzter Baumwolle nach dem Schnitt Freya, gefüttert mit weißem Viscosefutter.



Danke liebe Meike für diese tolle Aktion! Hier im Finale sind schon 75 fertige Jäckchen zu sehen. Wahnsinn! 

Mittwoch, 16. April 2014

MMM 11/14 from real-life

Ganz unverhofft zeige ich euch doch noch schnell mein heutiges MeMade. Weit entfernt von jeglichen Ambitionen, wertvoll oder künstlerische Fotos zu schiessen. Ein Fahrstuhlspiegel bot sich bei einer einsamen Fahrt an- ich nutzte die Gelegenheit.

Dafür bin ich fast ausschließlich Memade gekleidet.
Mein Schwalbenrock ist ein echter Dauerbrenner, auch heute fühle ich mich damit genau richtig, um das Frühlingswetter zu geniessen. Er macht mir immer richtig gute Ferienstimmung, auch wenn ich wie heute noch durch die Stadt hetzen muss von Termin zu Termin.
Dazu ein schlichtes Shirt, meine schwarze Miette und der Ganzjahres-Dauerbrennermantel. Sowie die kunstlederne Lula Louise.

In der S-Bahn noch schnell die letzten Reihen am Frühlingsjäckchen stricken.

Alle anderen mit viel, viel schöneren Fotos kann man wie immer mittwochs auf dem MMM-blog bewundern.

Dienstag, 15. April 2014

Es war so schön in Bielefeld

Am vorletzten Wochenende fand eines der Nähnerd-Jahreshighlights statt: Das 4. Nähbloggerinnentreffen, diesmal in Bielefeld.
Mema, bunte Kleider, das Büro für schöne Dinge und Frau Knopf hatten dazu eingeladen und für uns ein außerordentlich schönes Programm zusammengestellt. Vielen, vielen herzlichen Dank ihr Lieben. Ihr habt das so toll organisiert!

Arbeitsbedingt komme ich erst jetzt dazu, über meine Eindrücke zu schreiben. Außerdem hatte ich leider meinen Fotoapparat nicht dabei und kann das Wochenende nur mit ein paar lausigen Handyfotos dokumentieren...

Samstagvormittag wurden wir 4 Berlinerinnen (ich reiste gemeinsam Frühlingsjäckchen-strickend mit Lucy, Frau Santa Lucia Patterns und Yvonet) direkt am Bahnhof von einer kleinen, gut gekleideten Abordnung von Bielefelderinnen und den beiden Elkes (diese und diese) herzlich empfangen und direkt in die Autos geladen für eine fröhliche Fahrt nach Verl in den Marc Aurel Verkauf. Hochwertige Stoffe in eigentlich überschaubarer Auswahl. Trotzdem brachte jedes Umschichten der Rollen wieder neue Schönheiten ans Licht. Kurzwarenbasics zu günstigen Preisen. Dazu lockeres Fachsimpeln und fachkundige Bloggerinnenberatung. Ein herrlicher Einstieg ins Wochenende!

Nicht zu vergessen dieser besondere Moment als ich -im untersten Regalbereich Stoffrollen umschichtend- plötzlich Susis Schuhe hinter dem Zuschneidetisch entdeckte. Was für eine Situation, jemanden in echt kennenzulernen. Es war mir ein Vergnügen, Susi!

Meine Ausbeute, ich bin sehr stolz auf meine bescheidene Zurückhaltung:

Vorwiegend Reste, ein Stück Sherlock-Holmes-Stoff. Dazu Gütermann-Garne, Reißverschlüsse und ein langes Stück Männerunterhosen-Gummibund

Nach dem Verl-Ausflug spazierten wir durch die Stadt und ins Hotel. Als Bielefeldneuling war ich erstaunt, wie malerisch der Teutoburger Wald in die Stadt hineinragt. Und wie die traditionelle Leinenweber- und Feinmechanikindustrie im Stadtbild erkennbar sind.

von so einem bißchen Regen lassen wir uns doch nicht die Laune verderben...
Bielefeld als Standort eines Pudding-Unternehmens wurde in unserem Hotelzimmer anhand dieser ausdrucksstarken Tapete verdeutlicht:
wir konnten zum Glück trotz der Pudding-UFOs gut schlafen
Nachmittags hatten die Gastgerberinnen eine exclusive Führung durch das Museum Wäschefabrik organisiert. Eine ehemalige Fabrik mit Näherei, Verwaltungsbüros und Versandraum samt anhängendem Wohnhaus der Unternehmerfamilie(n). Beeindruckend was der Förderverein über die Historie dieses Gebäudes und seiner Nutzer bereits alles rekonstruieren konnte. 

Links eine Buchungsmaschine, die zum Zeitpunkt der Anschaffung den Gegenwert von 5 Autos hatte
Abends dann ein lecker-unkompliziertes Abendessen in toller, wunderbar gekleideter Runde. 20 Nähbloggerinnen an einem Tisch, muntere Gespräche, gemeinsames Lachen, zwischendurch Aufstehen und Kleidung zeigen und die ganze Zeit diese besondere Vertrautheit. Ich bin immer wieder unendlich gerührt, dass so etwas einfach so möglich ist.
Zwischendurch beglückte uns MaxLau mit zwei Kisten feinster Schneiderkreide, aus denen wir uns bedienen durften. Ich bin schon ganz neugierig, diese beiden Qualitäten auszuprobieren.
einmal Sublimierkreide, die von selbst verschwindet sowie eine Qualität aus reinem Ton
Als besonders wird mir auch unser nächtlicher Spaziergang in Erinnerung bleiben. Das war ein wirklich tolles Gefühl, als fast 20 Frauen mit Absätzen (darunter mindestens 5 Paar Chie Miharas) plötzlich im Gleichschritt über das Pflaster klapperten....
Interessierte Einblicke auf die Auslage des kleinen Bielefelder labels "puddingtown". Danach ein angeregtes Lästern vor den Schaufenstern einer Edelboutique und noch ein Barbesuch über den Dächern Bielefelds. Ein wirklich gelungener langer Tag!
Trotz der angenehmen Gruppengröße konnte ich leider trotzdem nicht mit jeder ins Gespräch kommen. Aber es war einfach schön, Frauen wie Doreen und Manuela wiederzutreffen, die ich vom letzten Bloggertreffen schon kannte. Oder sich unbekannterweise auf der Straße zu erkennen, wie mit Fadori.

Am Sonntagmorgen ging es dann mit einem gemütlichen Frühstück im Wintergarten eines Cafés gleichermaßen entspannt und vertraut weiter.
Anregende Gespräche, Erfahrungsaustausch, Lachen und sich einfach Wohlfühlen. Altbekannte Kleidungsstücke (wie Hannahs Mantel meiner Träume) und so manches speziell noch für dieses Ereignis Fertiggestellte in echt bestaunen und anfassen zu dürfen. Zusammen Nähbücher und alte Burdahefte durchblättern und dabei diese merkwürdig weggequetschte Taille entdecken:

Brigitte Bardot im Buch "S´habiller comme au cinema"

Ein ganz besonderer Höhepunkt war der Tauschtisch (meine erste Nominierung zum Nähnerdwort des Jahres 2014!). Ich habe leider keine Fotos von dem Tisch, aber eines mit meinen Tauschschätzen:
Ein herrlicher Trachtenstoff, Burda von 1978 und ein sprechender (???) Ullstein Jackenschnitt
Ein wunderbares und behaglich-vertrautes Wochenende haben wir in Bielefeld verbracht. Ich bin sehr, sehr froh, dass ich dabei sein durfte. Vielen Dank liebe Bielefelderinnen für dieses Erlebnis!

Hier würde ich mich gerne mit einem weiteren Ozelotkleid einreihen!

Mittwoch, 2. April 2014

MMM 10/14 Rock, Shirt, Strickjacke

Rock-Shirt-Strickjacken-Kombinationen trage ich in den Übergangszeiten immer besonders gern. Und auch heute wieder, in dieser Ausführung: schwarzer Faltenrock, schwarz-weißes Streifenshirt (Shirtstandardschnitt), Stiefel und meine neue erbsengrüne Hortencia-Strickjacke. Damit bin ich wunderbar flexibel bei warmem Sonnenschein mit gleichzeitig kühlerem Schatten in den Ecken. Einfach Strickjacke an- oder ausziehen, sehr praktisch.

Und natürlich auch noch den liebsten leichten Wollmantel drüber.


Die Strickjacke sollte eigentlich einen durchgehenden Schalkragen haben. 

Dank der sachenmachenden Schnellstrickerin wußte ich, dass der Ausschnitt recht brustfrei ausfällt. Ich war also sehr skeptisch, strickte aber trotzdem probeweise unbeirrt zu Ende (hatte schon Plan B ausgetüftelt). Nun ergab es sich aber ganz glücklich, dass sich der Kragen gar nicht von selbst so umlegte, wie in der Anleitung vorgesehen. ich trag das jetzt erstmal so als Design. Wenn ich möchte, könnte ich den Kragen ja immer noch gemäßigt umschlagen und annähen....



Die Länge der Jacke ist optimal für taillenhoch geschnittene Röcke, einzig das in den Kragen integrierte "Buttonband" zieht sich wieder mal ein bißchen hoch und gibt ein paar cm Shirt frei.


Und ihr? Was habt ihr euch Neues genäht, gestrickt? Oder Altbewährtes aus dem Schrank geholt? 

Ich muss jetzt erstmal los, aber später klicke ich mich gespannt durch die linkliste, zu der uns heute Cat einlädt. In einem umwerfenden Kleid, das ganz bestimmt auch sehr gut meiner Jacke passen würde :)))