Dienstag, 7. August 2012

Grünes Set

Als leichte Näh-Aufwärmübung nach dem Urlaub -und wegen gutem Gewissen und so- schien mir eine kleine UWYH-Aktion sinnvoll.
In den Tiefen irgendeines Lagers hatte mein Liebster vor ein paar Wochen einen Karton mit alten und noch älteren UFOs meiner jahrzenhntelangen Nähleidenschaft gefunden. Darin fand sich auch eine fast fertige olivgrüne Wildlederimitat-Schlaghose. (oder doch nur boot-cut?)
In den Seitennähten steckten noch etliche Stecknadeln  und zeugten davon , dass ich den Kampf mit der Paßform zunächst aufgenommen und aber dann doch aufgegeben hatte. Doch nix Janis Joplin:

nach Heraustrennen des RVs

 Das Entstehungsjahr kann ich nicht mal annähernd rekonstruieren, jedoch bin ich sicher, dass es ein Werk aus dem letzten Jahrtausend gewesen sein müßte . Der Schnitt entstammte einer der Burda moden-Hippie-Modestrecken; ein Thema das ja -neben "Safari" und "Winterweiß" - in regelmäßigem Turnus auch in den Burda style immer wieder auftaucht.

Nach der Komplettzerlegung hatte ich folgende Teile als doppelten Satz:
Was macht man aus solchen Streifen?

Da ich mir im Urlaub ein hellolivgrünes Lacetuch gestrickt und demletzt auch grauolivgrüne Schuhe angeschafft hatte, schien mir eine olivgrüne Tasche ganz sinnvoll als Ergänzung

Als Vorlage diente eine ratzfatz-Tasche, die ich vor vielen Jahren kurz nach Kennenlernen von farbenmix schon einmal genäht hatte  Deren Maße haben sich im Alltag immer wieder für den kleinen Einkauf oder ein Nur-schnell-was-Bestelltes-aus-der Bücherei-abholen bewährt.

Ich verband ich die Streifen in unregelmäßigen Breiten zu dieser Tasche:
Innen wieder mit RV-Innentasche, Schlüsselband und Handyfach.
Und hier das ganze Set:




Montag, 6. August 2012

Urlaub ist toll- Nachtrag Trägerkleid

Eins hab ich noch.

Was bisher geschah:
Durch meine Jerseykleiderkollektion entfiel für mich dieses Jahr das beim Koffepacken immer wieder erstaunlich zeitaufwändige Zusammenstellen von Rok-Oberteil- und Hose-Shirt-Kombinationen. Diese eingesparte Zeit konnte ich noch schnell für das Nähen eines weiteren Kleides nutzen.
Beim Packen -immer mit Strickjacke gegen die diesjährige Ende-Juni-Kälte gewappnet- fiel mir so ganz theoretisch ein, dass es in Südfrankreich auch warm, ja vielleicht sogar heiß sein könnte. Und mir ein richtiges hitzetaugliches Trägerkleidchen fehlt.

Ich liebe Hängerchen sowie generell bequeme Kleider, in denen ich mich unverkrampft bewegen kann.. Und auch meine Taille findet es toll, wenn sie nicht blöd eingeklemmt wird.
So hatte ich mir auch früher schon ein paar Mal Spaghetti-Trägerkleider genäht, das letzte hatte sich vor 2 Jahren leider endgültig aufgelöst und ist entsorgt worden.
Ich kann mich nicht erinnern, ob ich jemals einen Schnitt für eines dieser Kleider verwendet hatte. Ich denke eher, dass ich stets frei Schnauze durch Auflegen eines vorhandenen Spaghettiträgerkleides oder -tops zugeschnitten habe..

Da mir aber diesmal in der Abreisehektik nicht der Sinn nach eigenen Experimenten stand habe ich einen "echten" Schnitt verwendet. Aus "Meine Nähmode" 2/2012:

Die enorme Weite im Rockteil habe ich reduziert, indem ich die beiden Teile einfach im Stoffbruch zugeschnitten habe. Also praktisch aus den 4 Bahnen 2 Teile gemacht habe.

Altersbedingt finde ich Spaghettiträger nicht mehr ganz passend und habe mich deshalb für die leicht drapierten weiblicheren Träger (Modell 14) entschieden.
Der Stoff lag im Lager. Jeder, der schon einmal auf dem Maybachufermarkt war, kennt die Stände mit den flatterigen Blusen(?)stoffen. Hübsche Muster, aber eine Stoffart (Viscose wird behauptet, es ist wohl etwas Viscose mit viel Synthetic???) aus der ich nie so recht wußte, was man daraus nähen kann.
Mein Resumee: Für ein sommerliches ärmelloses Hängerchen eignet er sich ganz gut: trocknet schnell, fällt gut und flattert im Wind. Habe das Kleid selbst bei größter Hitze gerne getragen.Allerdings wäre natürlich Seide viel. viel schöner, wie bunte Kleider sie günstig für ihre erlesene Sommergarderobe ergattern konnte




 Aber, aber! Der Ausschnitt enttäuschte mich sehr. So ein simpler Schnitt, bei dem eigentlich der Ausschnitt das einzig Interessante am Schnitt ist und trotzdem saß er nicht richtig. Immer wieder klappte er blöd auf: (in Bewegung viel schlimmer als auf dem Foto)
Beflügelt durch den Sommer in den letzten Tagen habe ich mich noch mal rangemacht, denn das Hauptproblem scheinen die Träger zu sein. Sie werden seitlich angesetzt und verstärken das Aufklappen dadurch sehr. Also besser gerade Träger und diese oben ansetzen.
Ich bin froh, dass ich das geändert habe. denn so sitzt das alles schon viel besser:



Mittwoch, 1. August 2012

Schlau gewesen oder: Fast ein Kaminkleid

Kurz nach Ende von Meikes Blümchenmonat stieß ich auf diesen hübschen Jersey. 
Obwohl ich für mich persönlich eigentlich festgestellt hatte, dass kleine Blümchen einfach nicht mein Fall sind, reizten mich diese braun-hellbeigen Streublümchen doch.

Sie erinnerten mich sofort ein bißchen an die 70-er. Warum weiß ich nicht.
Ich suchte mir dazu einen simplen Schnitt im Stil eines schicken Kaminkleides.
Ja, ich meine so wurden damals lange Kleider (gerne auch mit einer Schärpe) genannt. Oder???? Weiß jemand von euch Genaueres?

Entgegen dieser Namensgebung kann ich mich weder an Kaminzimmer noch überhaupt an eine Häufung von Kaminen bei uns oder meinen Freunden zu Hause erinnern. Falscher social background oder durften wir Kinder vielleicht auch einfach nicht rein in die Kaminzimmer? Haben sich die Erwachsenen  dort ohne uns Kinder in ihren Kaminkleidern und Cordsakkos getroffen und dem Knistern der Holzscheite gelauscht, während sie ihren Asbach uralt im Schwenker geschwenkt haben?
Hier dafür ein Schwenk von mir: Statt an Kamine kann ich mich an etliche leerstehende Swimmingpools in den Kellern in unserem Neubaugebiet erinnern  Ich denke; die Ölkrise in den frühen 70-ern hat uns nicht nur das besondere Erlebnis der "autofreien Sonntage" beschert. Sondern durch die gestiegenen Ölpreise auch den Häuslebauern mit swimmingpool im Keller einen Strich durch die Rechnung gemacht.. So dass viele der Pools in den Kellern nicht in Betrieb genommen wurden. Diese leeren gefliesten Kuben waren stets spannend und immer für eine Erkundung gut, manchmal waren sie komplett abgedeckt worden, manchmal zu einer Art Kellerraum umfunktioniert und als Lager für Hausrat genutzt.
An einen dieser Pools erinnere ich mich mit besonderer Freude zurück. Der war leer und ganz und gar vor jeder Eltern-Aufmerksamkeit verborgen. Ein klasse Labor, in dem wir immer gewagtere Experimente mit diveresen Chemiekästen gemacht haben, die natürlich NICHT in der Gebrauchsanweisung standen.

Aber zurück zum Stoff.
Als Schnitt gefiel mir dieses Kleid aus der burda 2/2005.
Es wird dort aus einem Webstoff genäht- würde ich wohl mit Jersey auch ohne RV locker hinkommen.
Die Blenden plante ich aus Resten von braunem Nadelstreifenjersey. Sollte ungefähr so aussehen:

Es fing auch alles recht vielversprechend an. Aber schon die ersten Anproben ließen Böses ahnen. Grottenbieder!!!! Und eine völlig indiskutable Passform.
Der Liebste meinte, ich könne doch sowas immer noch in 10 oder 20 Jahren anziehen..... Da diese Aussage auch ungefähr meinem Gefühl entsprach, habe ich auch gar nicht mehr begonnen, hier irgendwelche Schnittanpassungen durchzuführen. Da hätte ich nicht nur ganz funmmelig die Abnäher wieder auftrennen können, sondern auch einiges an Ab-Änderungen vor mir gehabt . Nein danke!
 Unglaubliche Paßform, oder??

Stattdessen schnell einen unkomplizierten, erprobten Mädchenkleiderschnitt rausgekramt, zugeschnitten und statt Kaminkleid ein luftiges Dachterrassenkleid genäht
 Schnitt: abgewandelte Mimiella aus Ottobre 6/ 2011




Freitag, 27. Juli 2012

Urlaub ist toll- Urlaubskleidung

Nun sind wir tatsächlich schon wieder eine ganze Woche zu Hause. Hui!

Seit vielen, vielen Jahren sind wir in unsere Frankreichurlaube mit dem eigenen Auto gefahren, einem stets rappelvoll gepackten Kombi.
Dieses Jahr wollten wir uns die elendige Fahrerei sowie die 4 verlorenen Tage "on the road" einfach sparen, sind direkt nach Nizza geflogen und haben uns dort einen Leihwagen genommen. Herrlich dieser Urlaub von Anfang an. Herrlich mit leichtem (Flug-)Gepäck zu reisen, kein "Komm lass uns die Kaffeemaschine/die Spielesammlung/die Luftmatratze etc noch mitnehmen, da ist noch Platz im Kofferraum".  Schade ist nur, dass wir nicht wie sonst kistenweise Wein, französische Leckereien und viele schöne Flohmarktfunde unbekümmert kaufen und mit nach Hause nehmen konnten.
Aber die Sache mit dem reduzierten Gepäck ist wirklich richtig toll..Schnell gepackt und schnell wieder unterwegs:

Ich hatte in den Wochen vor dem Urlaub den unbändigen Drang gehabt, mir eine Urlaubsgarderobe komplett und ausschließlich aus pflegeleichten und bequemen Kofferkleidern zu nähen. Ganz ehrlich, man kann doch sogar in einen nahezu fertig gepackten Koffer immer noch ein paar Jerseykleider in die Seiten reinstecken.

Da mir so kurz vor den Sommerferien die Zeit immer davonläuft, lautete die Devise "keine Experimente" und "ruhig Mut zur Nachlässigkeit"
Mit dem Ergebnis, dass ich beim Auspacken in Frankreich entdeckte, dass der Saum eines der Kleider zwar umgesteckt,  aber nicht angenäht war. Kurzerhand eine Schere gekauft und den Saum einfach abgeschnitten.
Auch die Passform einiger Kleider erschien mir noch leicht verbesserungswürdig, hatte ich in der allgemeinen Eile wohl nicht mehr kritisch genug anprobiert . Nach einem 2-tägigen "Margen-Darm" wurde diese dann aber deutlich besser. Oder lag es an der zunehmenden Sonnenbräune oder an einer allgemeinen Urlaubsgelassenheit. "Hier ist es warm und es kennt mich keiner......."

Alles in allem muß ich sagen, war ich mit meiner Urlaubsgarderobe aus 8 bügelfreien Kleidern genau richtig. 3 Strickjäckchen und Leggins dazu und ich war für alle Gelegenheiten gerüstet. (Und eine Waschmaschine haben wir dort auch)

- DAS Kleid des französischen Sommers war -wie nicht anders zu erwarten- mein neues kurzärmliges Knotenkleid. Aus dem gleichen Stoff gab es noch ein Hängerchen für die Tochter (und nun ist er alle und ich ärgere mich, dass ich nicht den ganzen Ballen von diesem herrlichen und zeitlosen Stoff gekauft habe- ihr wißt schon, natürlich alles zu maybachufermarktpreisen!!!)
Ein weiters Modell mit halblangen Ärmeln für laue Abende oder den Großeinkauf in den kalten französischen Geant-carrefour-super u-Leclercs


- Eine weitere relativ sichere Nummer ist immer mal wieder der Schnitt  simplicity 7051. Hier im Vordergrund eine ärmellose Version aus einem grauen nadelstreifig karierten Jersey:

Ich hatte insgeheim die Idee, dieses Kleid als Sommerbusinesskleid bezeichnen und tragen zu können. Das Muster ist wunderbar und wirkt auch angenehm seriös. Aber bei dem Stoff handelt es sich leider um einen Schlafanzugstoff (was mich an sich nicht stört) Aber das was schön weich und bequem im Bett ist, hat besonders für dieses Kleid nicht den richtigen Halt, und schon gar nicht für "ernste Termine". Aber trägt sich gut in St.Tropez:
 und auf der Urlaubsterrasse:

- Anlässlich des Blümchenmonats hatte ich mir ja folgendes Lieblingskleid genäht und natürlich in den Koffer gepackt.
Schnitt burda, hier von mir vorgestellt

Da dieser Schnitt auf Anhieb gut saß, wenig Stoff benötigte und alles in allem ein glücklicher und schneller Näherfolg war, gab es für den Urlaub 2 weitere Varianten.


Das mittlere Exemplar aus einem Marktschnäppchen, (wunderbare Qualität, grau mit aufgedrucktem Spitzenmuster) von dem ich leider nur noch ein Reststück ergattern konnte. Ich bekam daraus gerade noch eine Variante mit knappen kurzen Flügelärmeln hin.. Mehr war nicht rauszuholen.aus dem "bezahlst du 1 Meter, kriegst du ganzen Rest"-Stück..

burda-Schultern??

Die linke Variante auf den Bildern oben ist aus einem meiner Lagerbestandsstoffe. Muß aus einer Zeit sein, als Gelb- und Orangetöne schon mal modern waren. Und als Wertheim am Kudamm noch Wertheim hieß und gegen Ende jeden Monats immer einen Wühltisch mit einer guten Auswahl an Reststücken aufbaute.
Dieses Stück reichte für gar keinen Ärmel mehr.
Die gelben Einfaßstreifen habe ich aus einem ebay-Schnäppchen geschnitten ("senfgelbes zara-shirt neuwertig"- na klar, kein Wunder, da stimmte irgendwas mit dem Schnitt nicht)

Und außerdem habe ich ganz am Ende doch noch ein Experiment gewagt und ein Trägerkleid genäht. Doch dazu später mehr....Die Olympia-Eröffnungsfeier fängt an.

Sonntag, 22. Juli 2012

Urlaub ist toll- Lektüre-Highlights

Ich bin großer Fan der Buchbesprechungen von Frau Susa Sachenmacherin. Bislang waren alle Bücher, zu denen ich mich von ihr habe inspirieren lassen wahre Glücklichmacher.
Für den gerade zu Ende gegangenen Urlaub hatte ich mich deshalb u.a. auch mit Tipps von ihr eingedeckt und möchte euch folgende Highlights unbedingt weiterempfehlen:
"Titos Brille" von Adriana Altaras ( Hörbuch ). Die aufschlußreiche und mit viel Witz erzählte Geschichte einer jüdischen Familie in Jugoslawien und Berlin.
"Adams Erbe" von Astrid Rosenfeld- die Urlaubslektüe schlechthin und absolut empfehlenswert!

Ein Zufallsfund aus der Bibliothek war dieses tolle Hörbuch.
"Großmutter packt aus" von Irene Dische. Eine Mütter-Töchter-Biografie über 3 Generationen. Dicht erzählt und beherrscht von der allmächtigen, streng katholishen Großmutter.  Lasst euch von dem blöden Coverbild nicht abschrecken....

Und auch dieses kann ich für kurzweiligen Hörbuchgenuß nur empfehlen:
"Slam" von Nich Hornby. Gelesen von Matthias Schweighöfer. Ein typischer Nick Hornby-Roman, sicher nicht sein bester, aber wie gewohnt dicht und flüssig erzählt.

Besonders enttäuscht, ja geradezu verärgert war ich von dem Hörbuch "Schweres Beben" von Jonathan Franzen, das ich mir aufgrund recht guter amazon-Bewertungen und des ansprechenden Coverfotos ausgesucht hatte. Eine schwachsinnige Umwelt-Story, da helfen die ganz nett gezeichneten Charaktere auch nicht weiter!

Samstag, 21. Juli 2012

Urlaub ist toll- Urlaubsbeschäftigungen

Wenn ich das erste Uralubslektüre-Buch zu Ende gelesen habe, fängt für mich der Urlaub so richtig an.

Seit einigen Jahren haben sich zusätzlich Hörbücher einen festen Platz in meinem Leben erobert. Nicht nur zum Bahnfahren oder Einschlafen, sondern auch als angenehme Begleitung beim Stricken.

Im zurückliegenden Urlaub in Südfrankreich habe ich viele Tage auf einer Sonnenterasse verbracht, strickend und Hörbuch hörend. Das war absolut Erholung pur.
 Wie lässen sich die flirrende Luft, das Zirpen der Grillen, die durch stets leichten Wind angenhem wohlige Sonnenwärme und der Duft von Lavendel und Kräutern besser einfangen und mit nach Hause nehmen als in den vielen Löchern enes leichten Laceschals. Eingefangen zwischen 100g Alpaca und Seide.
Seid ihr schon mal bei größter Hitze hinter einem Trecker hergefahren, der den ganzen Anhänger vollgeladen hatte mit frisch geernetem Lavendel???

Das Strickmuster ist von Stof+Stil, ein Tuch das in ein paar Nummer größer hier auch schon mal von Catherine gezeigt wurde: Es wird oben in der Mitte angefangen und zu den seiltlichen Rändern hin gestrickt.
 Nach ein paar Rapportwiederholungen hatte ich das wider Erwarten gar nicht so schwieirg zu strickende Muster verstanden und konnte auch die ein oder andere verlorengegangene Masche wieder hinkonstruieren.


Gestrickt aus dem herrlichen Lacegarn von drops.in klassischem Schwarz: Und ich habe 4-er Nadeln verwendet, denn ich stricke tendenziell eher eng.
Aus einem 100g-Knäuel entstand ein Dreieck mit 2m Kantenlänge und 1,10m Höhe.

Beim Waschen hat das Garn leider etwas ausgefärbt. Zuhause hätte ich ausreichend schwarzen Stoff als Schutz zum Unterlegen beim Spannen gehabt. Im Ferienhaus habe ich mir mit Mengen von Wäscheklammern ausgeholfen. Und beim Flattern im warmen Wind war das Tuch ratzfatz auseinadergezogen und getrocknet.
Den Rand könnte ich evtl. doch noch etwas spannen.


Und weils so schön war habe ich im Anschluß an dieses Dreieckstuch ein bereits vor dem Urlaub begonnenes Tuch aus drops baby alpaca silk fast fertiggestellt. Hier einfach ein paar Erinnerungsfotos:


Mittwoch, 11. Juli 2012

Ulaub ist toll- Urlaubs(hand)tasche


Wir verbringen herrliche Urlaubstage in Südfrankreich, genießen nach einer Woche an der Côte d´Azur nun die Ruhe im Hinterland der Provence. Es ist heiß, aber stets geht ein leichter, teilweise auch heftiger Wind und ich kann bestätigen, dass tagelanges Stricken als vollwertige und zufriedenstellende Tagesbeschäftigung angesehen werden kann, wenn man gute Hörbücher und eine entspannte Begleitung dabei hat (bzw. Pubertierende mit ausreichend Stromanschlüssen)

Kurz vor Abflug habe ich noch meinen neuen ständigen Begleiter fertig gestellt: Eine Lula-Louise-bag, für die es hier ein toll ausgetüfteltes tutorial gibt. 



Das kostengünstige Erkreiseln von herrlich bequemen gelben softclox erforderte zwingend und dringend und für Aussenstehende mal wieder völlig unverständlich noch die Herstellung einer passenden Urlaubs(hand)tasche in letzter Sekunde. Diese sollte leicht, unkompliziert und großvolumig sein. 


Ich habe die Lula-Louise schon mehrfach zum Verschenken genäht, aber nie war ein Exemplar für mich bei mir geblieben. 
Mir schwebte immer ein Modell aus weichem Leder vor, so ähnlich wie ich sie bei pedilu gesehen habe.

Die Zeit drängte, ich hatte noch passenden gelben Stoff+Stil Baumwollleinen auf Lager und so entstand in knapp 1,5 Stunden dieses schlichte gelbe Modell, welches sich im Urlaubsalltag sehr bewährt hat. Der Baumwolleinen eignet sich toll als Tasche, er knittert wider Erwarten nicht und mit einem entsprechendem Innenfutter hat er auch ausreichend Stabilität für all die vielen Accessoires, die einen Urlaubstag schöner machen. Und nicht das unbedeutendste Argument, wenn es darum geht, Zubehör für eine ganze Familie zu schleppen : Auch an einer Männerschulter hängend sieht sie gut aus!




Innen mit einer (hoffentlich) diebstahlsicheren Reißverschlußtasche, Handyfach und Schlüsselring. Das Innenfutter entstand aus einem ebenfalls vorhandenen leichten Nylon.

Dies ist die mittlere Naht, die durch Absteppung betont, bei einfarbigen Stoffen oder Leder gut aussieht. Bei gemusterten Stoffen habe ich diese weggelassen, so dass sich dann eine Naht in der Mitte des Schulterriemens ergibt (die man dann z.B. nach der Kochlöffelmethode schließen kann).

Ein Modell aus Leder wird sicher folgen.