Mittwoch, 26. März 2014

MMM 9/14 Vorturnen in einer Hose

Auch wenn ich mich in Röcken und Kleidern sehr wohl fühle, gibt es immer mal wieder Tage, an denen ich auch privat gerne in eine Hose schlüpfe. Das Frühjahr ist so eine Zeit, in der ich -froh die warmen Strumpfhosen endlich wegpacken zu können-  die Luftigkeit einer lockeren langen Hose sehr zu schätzen weiß.

Ich habe schon ewig keine "richtige" Hose mehr für mich genäht. Im Prinzip hatte ich sogar jegliche Ambitionen in diesem Bereich komplett aufgegeben. Zu viele Hosen-UFOs habe ich in meinem Leben schon produziert, regelmäßig beim Öffnen von älteren Stoffkartons stoße ich auf unvollendete Hosen aus mehreren Jahrzehnten. Das ist nicht schön....



Die Hosenbeine sind in echt natürlich gleich lang.
Warum habe ich beim Selbstauslösen nicht bemerkt,
dass der eine Saum verknuschtelt ist??? Hachhach..

Doch was ist das hier?
Nach einer arbeitsintensiven und emotional sehr aufwühlenden Woche brauchte ich eine Aufgabe für therapeutisches Nähen am Wochenende. Ich wollte kein angefangenes Projekt weiternähen, kein Abarbeiten von irgendeiner Liste. Ich hatte das Bedürfnis, einfach mal was ganz anderes und etwas ganz frisches Jungfräuliches anzufangen.
Mit der nötigen Kamikaze-Grundhaltung entschied ich mich für die Hose Modell 110 aus der aktuellen Burda (4 / 2014). Das Heft war schon gekauft, Stoff und Zutaten waren im Lager vorhanden. Genau das Richtig also, um sich ein Wochenende lang einzuigeln und nähend zu verschnaufen.


Während ich mich in dieser Hose bzw. um genauer zu sein beim Stylen dieser Hose etwas fremd fühle, findet meine Umgebung sie klasse und ganz normal zeitgemäß. Ich freue mich über die tollen großen Taschen, die ich innen aus herrlichem Taftfutter genäht habe. Und über den inneren Hosenbund aus Streifenbaumwolle.





Ergänzend zur Hose habe ich in einer Mittagspause (es lebe das Home-office!) schnell noch ein passendes Streifenshirt dazu genäht (Schnitt abgewandelt nach Punjab von der Schnittquelle)

blau-weiß, wo kommt der lila Farbton her?
Und jetzt verratet mir doch bitte, wie man ein Ringelshirt ordentlich und gerade in einen Hosen- oder auch Rockbund steckt....

Was tragt ihr heute? Hose, Kleid, Rock? Regenmantel? Die Linkliste befindet sich hier auf dem MMM-Blog

Kommentare:

  1. Das schöne an Ringelshirts ist ja, dass man sie nicht ordentlich irgendwo hin stecken muss. Gerade der richtige Hauch von Bohème oder so...
    Die Hose steht dir super!
    LG, Bele

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  2. Wiebke, du siehst klasse aus! Die Hose ist toll und eine schöne Mittwochsüberraschung!

    Liebe Grüße
    Maria

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  3. Die Hose ist wirklich super und steht dir vor allem sehr gut. Beim Stylen würde es mir ähnlich gehen wie dir, aber es sieht wirklich perfekt aus. Die kannst du ja gleich noch in Schwarz nähen, oder? ;)
    Die Hose sieht auch von hinten tadellos aus, andere verbringen Monate damit, so eine Passform hinzukriegen (und wieder andere wie ich nähen einfach keine Hosen mehr, jaja). Toll!
    Wollen wir mal glauben, dass das Shirt blau-weiß ist. Und zur Frage des ordentlich reinsteckens: deswegen waren Bodies mal ganz ganz hip, du weißt schon, damals ;)
    Liebe Grüße! frifris

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    1. Hihi. jahah, damals trug ich auch Bodies....ich mochte das gern, wenn man ein kurzes Oberteil dazu trug und der Bauch nicht nackig rausguckte. Aber an das Gefriemel mit den Druckknöpfen möchte ich wirklich nicht mehr erinnert werden...

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  4. Die Hose ist klasse. Ich bin kein Hosentyp und mir würde deshalb auch nicht im Traum einfallen eine Hose zu nähen, aber Deine wunderschöne Hose mit dem entzückenden Ringelshirt...ach, sieht wirklich toll an Dir aus...läßt mich zurück mit den Gedanken: "warum nicht mal ne Hose für mich nähen"... Ich werde darüber nachdenken, Liebe Grüße Susi

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  5. Sieht sehr gut aus, auch sehr modern. Das frage ich mich: Könnte man die Schnitte der Bundfaltenhosen von früher (habe noch jede Menge) einfach wieder benutzen? Oder sind - wie bei dir z.B. mit Passe und den schrägen Falten - doch Details heute anders? Steckt man wie früher alles rein? Oder auch einen lockeren kastigen Pullover drüber? Welche Schuhe? Das ist schwer für mich, weil ich bei der Mode der Karottenhose ja schon dabei war. Also vielen Dank für das Trendsetting, ich prophezeihe mal, dass es bald noch mehr Hosen beim MMM zu sehen gibt. Finde ich ja gut, sehr inspirierend. Dir eine emotional ruhigere Woche!

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    1. So eine spitze Passe muss gezeigt werden, sonst braucht man sie ja nicht zu nähen. Außerdem sollte die Taille betont werden, sonst sieht man schnell unförmig aus. Lange Pullis lieber zu engen bzw. gerade geschnittenen Hosen tragen. Neben engen Shirts passen auch schön weite Blusen z.B. mit Rüschen oder Fledermausärmeln dazu.
      Da die Hose die Beine sehr lang macht (vor allem mit reingestecktem T-Shirt), kann man dazu ruhig flache Schuhe anziehen. Und die dürfen auch sehr gern vorn wieder spitz sein. So sind sie zwar gut für den Rücken, aber wenigstens schlecht für die Füße. ;-)

      Hey, das macht Spaß, vielleicht sollte ich Moderedakteurin werden. *hihi*

      Liebe Grüße,
      Henriette

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  6. Gibt´s ja nicht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal von einer Burda-Hose so begeistert sein würde! Sie steht dir sehr sehr gut!! Und sitzt ja wirklich perfekt. Auch die Schuhe passen hervorragend dazu, ebenso das Shirt, alles top kombiniert, liebe stilsichere Wiebke. Ganz schick auch der Bund innen... toll! Genau, und dasselbe jetzt nochmal in schwarz.
    Liebe Grüße,
    Nastjusha

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  7. Ich kann mich deiner Umgebung nur anschließen. Ganz wunderbar!
    Lieber Gruß
    Elke

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  8. Die Hose ist so schick! Und das mal so nebenbei genähte T-Shirt auch!
    Ich hatte solche Hosen in den späten 80ern / frühen 90ern. Wie schön, dass sie jetzt wieder modern sind. Tipp: T-Shirt möglichst ordentlich und glatt in die Unterhose stecken. Dann rutscht es weniger.

    Sehen wir uns heute Abend?

    Liebe Grüße,
    Henriette

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  9. Ein super Outfit, Wiebke. Und es steht Dir aus~ge~zeich~net !!!! Ich war damals recht unglücklich, als Bundfalten nicht mehr modern waren. Wenn jetzt ein Revival kommt, muss ich mal direkt nach passendem Stoff gucken ...

    Liebe Grüße
    Nadja

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  10. Wunderbar! Dir steht die Hose wirklich ganz hervorragend! In der Zeitschrift ist mir der Schnitt nicht aufgefallen, ist doch immer wieder spannend was andere so entdecken.
    Ringelshirts "krorrekt" reinstecken - würde ich ich aufgeben und statt dessen auf die Seitennaht ein Gummi nähen, dass sich das Shirts etwas kräuselt/rafft und dann iest es design ;-) LG Kuestensocke

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  11. Es ist tatsächlich ungewohnt, dich in Hosen zu sehen. Sie steht dir aber ganz hervorragend!
    Liebe Grüße
    Constance

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  12. Ich musste ja zweimal gucken heute Morgen,,,,,Wiebke in Hosen! Aber toll sieht sie aus! Ich hatte mal eine Hose, die ganz ähnlich geschnitten war, vor Jahrzehnten.....
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  13. Da musste ich zweimal gucken heute Morgen! Wiebke in Hosen, aber sehr chic! Steht Dir super! Ich hatte auch mal eine Hose mit so einem Schnitt, vor Jahrzehnten....
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  14. Vor´m Hosen nähen hab ich einen gehörigen Respekt. Deine ist absolut großartig geworden. Und ein Ringelshirt in der Mittagspause.. Coole Sache.
    Ich komm gerade kaum zum nähen *schnief*
    lg Elke

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  15. Also ich habe erst 2 mal hinschauen müssen, wer das jetzt ist. In Hose. Und ich finde es richtig gut. Eine Hose. Eine Hose an dir. Die Hose selbst.
    Gefällt mir. Da ich kein Shirtindiehosesteckerin bin - nicht mal in den Rock, sage ich, das ist kein Buisiness Outfit, oder? Da darf es auch mal etwas leger sein und der Streifen schräg. Oder eine Musterjerseybluse. Oder auch uni mit abgerundetem Saum.
    Noch eine Hose Wiebke,
    lg monika

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