Donnerstag, 9. Mai 2013

DIY- Frauen bloggen...

erfolgreich und selbstbewusst?

Manchmal, wenn ich mich meinen -zumeist weitaus jüngeren- männlichen Kollegen gegenüber als Bloggerin oute, ernte ich bewundernde Blicke. Trotzdem überfallt mich, wenn ich auf die Frage nach dem "about" als Inhalt meines Blogs "sewing and knitting" angebe, immer noch eine leichte Verschämtheit.


Die jungen Männer können mit dem Leuchten in meinen Augen und meiner Begeisterung über die hochwertige digitale Vernetzung in diesem Themenbereich meist nicht viel anfangen. Aber sobald wir dann (das scheint immer von großem Interesse zu sein) auf das Thema Zugriffszahlen und Klicks zu sprechen kommen, sind sie dann ob der Quantität schwer beeindruckt. Und fragen daraufhin durchaus nach Inhalten und den verschiedenen Wegen der Vernetzung. Und meist auch nach Möglichkeiten einer kommerziellen Nutuzng. (Was ich dann einfach immer als eine Art Kompliment nehme!)

Ich muss mir immer wieder selbstbewusst klarmachen: Was auch immer individuell die Faszination am Bloggen und Vernetzen ausmacht, wir als DIY-Community sind stark und ein äußerst aktiver Teil der Netzwirklichkeit.
Darüber hinaus können wir durch das Selbermachen bewusster unser Selbstbild im Alltag umsetzen. Wir können uns die Freiheit nehmen, vorgegebene Körper- und Kleidungsnormen zugunsten eigener Bedürfnisse zu ignorieren und uns gegenseitig darin zu bestärken.

Schaut euch den Gemeinschaftsartikel auf dem MMM-Blog an. Wir haben dort -dank des wortgewandten Teils des Teams- die Aspekte unserer DIY-Bloggerinnenszene und ihre Relevanz für das große Ganze zusammengestellt und freuen uns auf eine lebhafte Diskussion.

Kommentare:

  1. Du beschreibst das gut: Interesse bei anderen außerhalb der Nische weckt man über die Klickzahlen und die Möglichkeit, Geld zu machen. Man muss die anderen eben da abholen, wo sie stehen. Auch wenn einem das selbst vielleicht nicht so behagt.

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    1. Mir sagen solche Zahlen eigentlich nichts. Und sie sagen vor allem auch nichts aus über die Anzahl der wertvollen Kommentare. Das ist oft sogar gegensätzlich.

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  2. So ist es ! Wir nehmen uns die Freiheit , uns so zu nehmen und in Szene zu setzen wie wir sind , und wie wir uns mögen . Und wir sind inzwischen viele !
    Ach ja , und die Clicks und die Männer : Mein Lieblingsmann belächelte auch zunächst mein Tun am Mittwoch - als ich dann beiläufig mal click - Zahlen nannte , änderte sich das Interesse schlagartig ins positive ;)
    LG Dodo

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  3. "Ein Blog? Was ist das" wurde ich dann oft gefragt.
    "Echt, hast du selbst genäht? Das auch? " Manchmal kommt dann das Gespräch auf den Blog. Das sind die Frauen.
    Fahrradfahrende Männer im Freundeskreis, 2 davon haben mit der jeweiligen Radfahrtruppe einen Blog. Und die, die sind fasziniert von den Besucherzahlen, den Klicks.
    lg monika

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    1. Scheint ein durchgängiges Phänomen zu sein.

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  4. Die meisten männlichen Blogs, die ich bisher kenne, enthalten reinen Text, kein einziges Foto. Sie nutzen die Möglichkeiten, die sie haben, gar nicht aus. Aber wozu auch? Sie schreiben denselben Kram, den sie sonst auch immer verbreiten. Ganz früher in Herrenclubs, in der Universität und auf Versammlungen, in Zeitungen und Büchern, später in sogenannten Mailboxen (als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte), in Foren und heute in Blogs und auf Twitter. Mich interessiert das schon lange nicht mehr.

    Es gibt ein paar gute Blogs von Männern über DIY, Gesellschaft, Politik und Feminismus im Besonderen. Aber ansonsten wird meine Wahrnehmung des Bloggerlandes von Frauen dominiert.

    Liebe Grüße,
    Henriette

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    1. Meine blogroll enthält auch fast ausschließlich Frauenblogs. Das liegt aber sicher an der Thematik.

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  5. Du machst mir Mut, weiter zu machen. Ich bin in den Kinderschuhen stecken geblieben und traue mich jetztnicht weiter.
    Ich dachte mir, dass ich als stille Leserin sowieso dabei bin, allerdings nur passiv.
    Ich werde mich jetzt wieder mit meinem Blog auseinandersetzen.
    Jetzt habe ich noch eine Frage.: lohnt es sich auf dem Stoffmarkt am Maybachufer Overlockgarn zu kaufen( Qualität/ Preis?)
    Liebe Grüße
    Heidi

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  6. Natürlich sind auch die stillen Leserinnen mit dabei! Schön ist natürlich immer ein Austausch, aber der kann natürlich auch immer gerne über mail stattfinden ;))

    Ich habe auf dem Markt noch nie Overlockkonen gekauft. Ich benutze (sie halten bei mir schon ewig) welche von Aldi. Das wird von der Qualität wohl ähnlich sein. Ich denke, die Preise auf dem Markt liegen bei 1,50€ bis 2,-€ für die großen Konen. bestimmt ist das auch immer ein bißchen Glückssache. Genau wie das Garn von Ikea. Da gibt es wohl immer mal wieder richtig hochwertige Chargen. Aber leider auch ganz blöde Qualitäten, die dauernd reißen und sich aufspleißen.
    Da ich bislang noch keine anderen ausprobiert habe, kann ich leider keine Vergleiche ziehen.
    LG
    Wiebke

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